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Kaz pov
"Ich wusste gar nicht, dass du romantisch sein kannst." Ich ziehe eine Augenbraue nach oben: "Was genau ist daran romantisch, dass ich das Essen bezahle?" "Andere Leute hätten sich jetzt verteidigt und gesagt, dass sie sehr romantisch sind." "Du hättest diese anderen Leute haben können, aber du wolltest doch den Massenmörder." Poppy sieht mich einen Moment emotionslos an.
"Okay, guter Punkt." murmelt er. Ich strecke meine Hand nach seiner aus und streichle sie. "Wir sollten sowas öfter machen. Dates, meine ich." "Wir haben oft Dates." Poppy sieht mich mit seinem 'Ernsthaft, Brekker?'-Blick an: "Kaz, ich sehe dir oder du mir beim Arbeiten zu sind keine Dates. Ich will öfter Dates haben, bei denen wir wirklich reden."
"Poppy... Du willst eine normale Beziehung. Mit mir. Das geht nicht! Fällt dir das nicht auf? Ich werde dir nie das perfekte, normale Leben geben können, das du so unbedingt willst. Ich werde niemals vor die niederknien und dich fragen, ob du mich heiraten willst. Ich werde dir nie anbieten, dass du bei mir einziehst und ich werde nie den Verhau verlassen - und das weißt du. Ich werde mich nie überreden lassen, dass du mich schminken darfst und ich werde niemals deine seltsam unterstützenden Eltern kennenlernen wollen. Ich werde nie kochen lernen und ich werde dich nie mit einem Kaffee in der Hand wecken. Mir ist ziemlich egal, ob du aufwachst, wenn ich mitten in der Nacht entscheide, dass ich irgendwo einbrechen werde und mich deshalb umziehe und gehe. Ich verstehe nicht, warum es für dich so wichtig ist, neben mir aufzuwachen und es ist mir irgendwie egal. Ich liebe dich und weder verstehe ich, wie mir das passieren konnte, noch warum. Aber es ist so. Trotzdem werde ich niemals dein perfekter oder auch nur ansatzweise normaler Freund sein. Damit musst du leben, wenn du diese Beziehung willst."
Poppy lächelt schwach: "Du tust es schon wieder." "Was tue ich?" seufze ich. "Du sagst mir alle Dinge, die du mir nicht geben kannst, damit ich Schluss mache, weil du eigentlich etwas Besseres für mich willst, weil du denkst, dass du zu kaputt bist und ich mehr verdiene." "Ich bin verdammt schlau." "Du bist ein verdammter Vollpfosten. Ich will nichts Anderes, ich will das hier. So unnormal es vielleicht auch ist." Ich hebe seine Hand und küsse sie leicht, schüttle mich bei dem Hautkontakt.
"Darf ich bei dir übernachten?" fragt Poppy vorsichtig. "Gerne. Du bist immer willkommen, das weißt du." "Guck, wie süß du sein kannst, wenn du mich nicht beschützen willst." "Ich will dich immer beschützen." Ich stehe auf und lege einige Kruge auf den Tisch. Dann ziehe ich meinen Mantel an, greife Poppys. Poppy leert sein Glas, dann steht er auf und lässt sich von mir in seinen Mantel helfen. Dann hakt er sich bei mir unter und klaut meinen Hut, setzt ihn schief auf.
"Warum?" seufze ich. "Weil ich damit davon komme." lächelt Poppy zufrieden.
~*~*~
Poppy liegt zusammengerollt an meiner Seite und schläft fest. Ich streichle seinen Rücken und schaue auf ihn runter. Das fühlt sich viel zu gut an, dafür, dass ich gestern noch sagte, dass ich nicht verstehe, warum er neben mir aufwachen will. Ich verstehe es jetzt. Dass er das Erste ist, was ich am Morgen sehe, ist einfach perfekt. Und würde er nicht einen Arm um meine Taille schlingen, würde ich ihm einen verdammten Kaffee holen.
Was macht er nur mit mir?
"Wag es ja nicht, mich in so einen gefühlsduseligen, romantischen, sozialakzeptierten Freund zu verwandeln..." flüstere ich und streichle seine Haare.
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Six of Crows Oneshots
Fanfiction@idcishipit06 und ich schreiben dieses Buch zusammen. Verschiedene Shippings aus Six of Crows und Shadow and Bone (vor allem Jesper x Wylan und Kaz x Poppy). Wir verarbeiten hier in diesen Oneshots all unsere Traumen, Lebenskrisen und sonstigen Pro...
