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Nat wartet schon in der Tür auf mich, als ich nach dem Duschen schnell zu ihr aufschließe. Tatsächlich hat die kalte Dusche mich wachgerüttelt, dass ich sogar etwas Motivation verspüre zu trainieren. Oder es ist nur der innere Drang, hier bei den Ferox zu überleben.
Jemand wollte mich umbringen.
Niemals hätte ich nur ansatzweise daran denken können, dass mir jemand etwas anhaben will. Wer denn auch?
Es ist der reinste Überlebenskampf, das ist mir bewusst. Aber dass einige ihre eigenen Regeln aufstellen – daran hätte ich niemals im Traum dran gedacht.
Gemeinsam gehen wir zu der Trainingskuhle, wo wir uns zuerst einlaufen und ein wenig dehnen, bevor wir anfangen auf den Boxsack einzupreschen. Ich erinnere mich an Erics Worte, achte auf meine Körperspannung und meine Haltung, dass es sogar relativ gut klappt – besser als beim Training.
»Das sieht schon gut aus.« Erschrocken wende ich mich von dem Boxsack ab, als Fours Stimme durch den Raum hallt.
»Ich hätte nicht gedacht, heute jemanden anzutreffen«, schmunzelt er, während er selbst in Trainingsklamotten vor uns steht.
»Falsch gedacht«, erwidere ich ebenfalls mit einem schmalen Lächeln auf den Lippen.
»Lust auf einen richtigen Kampf?«, fragt er plötzlich.
Nat und ich sehen uns vielsagend an.
»Renn danach nur nicht heulend zu Eric«, grinst Nat, während sie ihre Fingerknöchel knackt.
Ich hasse dieses Geräusch.
Uns beiden war sofort klar, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen können. Somit verbringen wir den gesamten Vormittag mit Four in der Trainingskuhle und trainieren solange, bis unsere Muskeln uns den Dienst verweigern und ich atemlos zu Boden gleite.