kein oneshot
»Das beweist doch gar nichts«, sage ich plötzlich und gehe dazwischen.
Genervt dreht Eric den Kopf zu mir.
»Wenn du der Meinung bist ... Dean, geh da weg. Liz, stell dich da hin«, sagt er und atmet einmal tief durch, bis er seine Maske wieder aufgesetzt hat.
Ich bin so verdutzt, dass er mich »Liz« genannt hat, dass ich fast überhöre, was er von mir verlangt. Erst als Dean sich von der Scheibe löst, setzen sich meine Füße zögerlich in Bewegung. Mit zitternden Schritten gehe ich nach vorne und stelle mich vor die Zielscheibe.
Mein Atem geht flach, als ich zu Eric blicke. Ausdruckslos mustert er mich, dann stellt er sich ruhig in Position. Und ohne zu zögern wirft er das erste Messer.
Ich schließe die Augen und wage kaum zu atmen. Das Messer schlägt rechts neben meinem Kopf ein.
Sofort spüre ich, wie das zweite Messer zwischen meinen Beinen auftrifft – ich stehe breitbeinig, der Schlag vibriert in meinen Knien.
Das dritte Messer zischt so knapp an meinem Ohr vorbei, dass ich es förmlich spüre.
Ich reiße die Augen auf und taste langsam nach meinem Ohr. Als ich meine Finger betrachte, sehe ich einen dünnen Blutfilm. Ich blute.
