Chapter 21

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Alexanders Perspektive

Die Aufzugstüren schlossen sich und mein schwarzer Schatten umhüllt sich vollständig um meinen Körper. Vor Jahren habe ich einen Mann kennen gelernt, der davon redete das Depressionen einen manchmal plötzlich überkommen und seit dem bezeichne ich diese Trauer und dieses Gefühl von rein gar nichts, als schwarzen Schatten. Jeder kennt das, wenn ein Mensch euch weh getan hat, und ihr dann da sitzt und an die Wand guckt und rein gar nichts mehr fühlen könnt, der Schmerz ist dafür einfach zu groß? Genau so fühle ich mich dauernt. Ich hasse es mich zu beschweren, weil es tausend Menschen gibt denen es so schlecht geht, aber ich habe oft das Gefühl, dass ich bestraft werde.

Miss Aiden stellte sich genau vor mich, und egal wie stark ihr Blick zu scheinen ist, egal wie Selbstbewusst sie rüber kommen will, ich sehe diesen Schmerz den sie ausstrahlt. Vielleicht wäre Joliek ja eine Frau gewesen, die mein Herz wieder hätte beleben können, doch wenn man mal verletzt wurde schließen sich alle Adern so fest um das Lebenswichtige Organ, dass es keine Chance hat sich einen Fehltritt zu erlauben und Joliek könnte solch ein Fehltritt sein, einer der Schmerz bedeutet. Jetzt weiß sie allerdings, wie ich für sie fühle, noch ist sie nur ein Flirt, der ein wenig mein Herz an tippt, doch solange ich mich nicht mehr mit ihr Treffen würde, kann sie es nicht umfangen und an sich nehmen.

Jolieks Perspektive

Nach dem Zusammentreffen im Aufzug habe ich Alexander und Marcel kein einziges Mal mehr gesehen, und lag jetzt endlich zufrieden in meinem gemütlichen Bettchen. Meine Gedanken kreisten dauernd um etwas was sich Alec schimpft, und sich in mein Gehirn frisst, wie so ein Parasit.

Den  Tag als ich ihn das erste mal sah...ich war überwältigt. Er war arrogant und labil, noch immer hatte ich nicht gefragt, was das im Aufzug sollte. Nachdem er dann bei uns Zuhause war habe ich dieses kranke Wesen in ihn kennen gelernt, dann waren wir schwimmen und er hat weder ein blöden Kommentar über meine Dehnungstreifen, meinen dicken Bauch oder meine Cellulite gesagt. Jeder Mann der mich so gesehen hat, hat mich fertig gemacht. Dann der Abend bei seinen Eltern, er war so entspannt und mein Herz zappelte ungeduldigt es ihn zu schenken, doch bevor es mir entspringen konnte, hat er mich abserviert, nur weil er denkt er ist zu schlecht für mich. Ganz ehrlich, ich kannte dieses Mann eine Woche und habe noch niemals jemanden kennen gelernt, der sich so schnell in mein Leben geschlichen hat. Wenn man jemals eine Person trifft, die man nur einen Tag kennen muss und bereits das Gefühl hat sie schon immer zu kennen, ist es dann eine Gefahr oder ein Geschenk?

Ich schnappte mir schnell mein kleines Buch, wo ich immer etwas rein schrieb, was mich belastete. Es war für mich kein Tagebuch, sondern ein Buch wo ich laut dachte, sowas wie mein Kopf auf Papier. Alles was da drin stand war an mein Papa gerichtet. Kein Wunder, dass Nethan mich immer deswegen auslachte.

Ich setzte den Stift an und schrieb drauf los:

Hey Dad...Ich vermisse dich so, du bist der wichtigste "Mensch" in meinem Leben, egal ob lebendig oder Tod ich verehre dich. Also da gibt es etwas was du nicht weißt, vielleicht guckst du ja gerade von oben auf mich runter und grinst, aber ich habe jemanden kennen gelernt. Nachdem du Tod warst wollte ich eigentlich nie wieder einen Mann mögen, es kommt mir vor als wäre es dir gegenüber nicht fair, ich weiß das du so niemals denken würdest. Aufjedenfall heißt er Alexander und er ist so unverständlich. Er ist der erste der mich akzeptiert und mein Selbstbewusstsein verlangt jetzt dauernt nach seinem Blick auf mir, es ist als hätte er was repariert, was du tief in meinem Herz gelassen hast als du gegangen bist. Ich weiß das klingt so Klischeehatt, aber Gefühle sind Klischees. Nicht jeder Mensch ist gleich, aber die Gefühle sind es immer, sie lösen immer das gleiche aus. Und meine Gefühle für Alec sind...es ist Hoffnung, Dad. Er hat mir gesagt, keine Frau kann ihn ändern, so wie es sich jede Frau wünscht. Aber das will ich nicht, ich will seine Damönen nicht in Einhörner verwandeln, ich will einer seiner Dämonen sein. Ich weiß das ist flasch, aber ich will alles an ihn kennen lernen. nicht um es dann zu verändern sondern um es zu erleben, erleben wie es sich anfühlt. Verstehst du ich will IHN verstehen, um das zu sein was er braucht. Ja ich bin ziemlich kaputt, aber ich liebe dich. Bis dann.

Ich klappte das Buch zu und versteckte es gut unter meinem Bett. Meine ganzes Herz steckte in diesem Buch und verschwand jedes mal mit unter meinem Bett.

Ich ließ mich müde fallen und guckte dann auf mein Handy: eine Neue Nachricht.

Von: Champ

Joliek, ich will dir nichts erklären müssen und ich mag es nicht, wie du mir ein schlechtes Gewissen machst. Ich will nicht der sein, der eine Frau hinter her rennt und das tue ich auch nicht - nie. Ich bin nicht gut in reden und auch nicht in schreiben einfacher Texte, also les das:

Niemand auf der Welt kann eins mit dir sein, solange du nicht eins mit dir bist.
Niemand auf der Welt will mit dir sein, solange du es nicht sein willst.
Niemand auf der Welt soll mich lieben, denn ich will mich selber nicht lieben.
Jeder auf der Welt kann mich angucken, aber keiner darf dich sehen, denn ich will es tun.

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