Ohne Titel Teil24

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Kapitel 23
Ana POV
Samstag.04.Juni.2011

Als ich am Samstagmorgen nach einer erholsamen und entspannten Nacht wach werde, stelle ich fest, dass der schöne Prinz neben mir noch schläft. Ich komme nicht drum herum ihn zu beobachten und frage mich warum er noch nicht mit mir geschlafen hat? Was mich wieder in Selbstzweifel stürzt. Bin ich doch nicht sein Typ? Oder nur ein Objekt, das da ist, damit er nicht alleine ist? Doch werde ich mich jetzt nicht davon unter kriegen lassen! Es ist jedoch gar nicht so einfach, denn ich bin auf dem besten Wege mich in ihn zu verlieben.

<< Du bist verliebt du dumme Nuss >> gibt mein Unterbewusstsein von sich.
<< Mach den Anfang schnappe ihn dir Cowgirl, schwinge dein Lasso und nimm ihn >> bettelt meine innere Göttin.

Ob er genauso empfindet? Ich beobachte ihn noch ein wenig und sehe, dass seine Lippen leicht geöffnet sind. Die perfekte Einladung um ihn zu Küssen, doch werde ich mich zügeln und Christian schlafen lassen.
Stattdessen stehe ich so leise wie möglich auf, um in die Küche zu gehen um dort unser Frühstück vorzubereiten. Zuerst brühe ich den Kaffee für Christian auf, ehe ich mich dem Teig für die Pancakes zuwende und anschließend die Eier für die Omelettes auf schlage.
Da ich so vertieft bin bekomme ich gar nicht mit, das Christian die Küche betritt.
„Guten Morgen Baby, schon so Fit am frühen Morgen?", werde ich von Christian gefragt. Vor Scham könnte ich im Boden versinken, denn ich stehe noch immer in Slip und Schlafshirt vor ihm.
„Guten Morgen Christian, ja irgendwie schon. Hunger?" Er überlegt und gibt schließlich zu Hunger zu haben. Als erstes reiche ich ihm eine Tasse Kaffee, ehe ich das Frühstück auftische und mich neben ihn setze, damit wir zu essen beginnen können.
„Was hältst du davon, wir nach dem Frühstück Shoppen gehen würden um dein Outfit für heute Abend zu besorgen?" Bitte nicht schon wieder zum einen mag ich Shoppen einfach nicht und zum anderen fühle ich mich in keinster weise glücklich, das er soviel Geld für mich ausgibt. Doch weiß ich, dass ich mit meinen Argumenten gegen ihn nicht ankomme! Also reiße ich mich zusammen und setze ein fröhliches Gesicht auf und Antworte ihm.
„Das können wir gerne machen" und hoffe, das er sich mit dieser Antwort zu Frieden gibt. Wir frühstücken weiter bis Christian meine Aufmerksamkeit auf sich lenkt und mich fragt, wo ich so gut Kochen gelernt hätte? Von meiner Mom vermutlich nicht, denn wie ich selbst zugegeben habe könne sie ja nicht so gut kochen und es schmeckt einfach himmlisch.
Ich erröte und erkläre ihm, dass ich es mir selber beigebracht habe. Da Ray bis auf den Toaster und die Kaffeemaschine nichts anderes bedienen konnte. Wir hätten uns sonst nur von Fast Food ernährt oder ich hätte mit einer ständigen Magenverstimmung leben müssen. So blieb mir nichts anderes übrig als es aus Kochbüchern oder durch Experimente zu erlernen.
Christian gestand, dass er auch nicht Kochen könnte und die Mikrowelle das einzige Gerät, außer die Kaffeemaschine natürlich, wäre was er bedienen könnte. Die Zubereitung von richtigen Lebensmitteln fiele ihm daher schwer und deshalb habe er Gail. Wer Verdammt noch mal ist denn jetzt diese Gail? Hat er doch eine Freundin? Will er sie mit mir betrügen?
Sichtlich verwirrt frage ich ihn, wer Gail sei? Denn ich will auf keinen Fall der Grund sein, weshalb die Beziehung kaputt geht!
Er erklärt mir, dass Gail seine Haushälterin sei und sich um alles kümmert, was mit Kochen und Putzen zu hat. Ich atme erleichtert auf und entspanne mich. Mit einem Mal kommen mir Bilder in den Kopf und ich fange lauthals an zu lachen. Christian sieht mich sichtlich irritiert an und fragt, warum ich lachen würde?
Ich gestehe ihm, dass ich mir gerade vorstelle, wie er in seinem teuren Designer Anzug am Herd steht und flucht, weil ihm sogar das Wasser anbrennt. Ich lache noch immer und muss nach Luft ringen. Er schaut etwas traurig, dann erhellen sich seine Gesichtszüge und schmunzelt.
Nach dem Frühstück machen wir uns für das Shoppen fertig und verlassen meine Wohnung. Wir fahren mit Christian's Audi R8 zu einer exklusiven Modeboutique. Neiman Marcus steht auf dem Schild über der Laden Tür.
Beim betreten des Ladens werden wir schon von einer Frau freundlich begrüßt, die sich mir mit Caroline Acton vorstellt und deren Blick mehr auf Christian ruht. Dieser jedoch würdigt sie keines Blickes, was wohl Ms. Acton nicht zu passen scheint?!
Sie führt uns eine Etage höher, wo die teureren Kleider hängen. Mit ist es so unangenehm, hier in dieser Boutique zu stehen nur in einfachen Jeans die keinen Markennamen tragen. Ich schaue mich nach den Abendkleidern um und mir wird klar, dass ich mir nur dann eines davon leisten könnte, wenn ich noch sparsamer leben würde als jetzt und das ungefähr in drei Jahren. Christian bemerkt mein Unbehagen und flüsterte mir ins Ohr, dass ihm das Geld egal sei und ich mir aussuchen könnte was ich wolle und soviel ich wolle.
Das Abendkleid für heute Abend jedoch ist mir schon genug. Ms. Acton sucht mir einige Kleider raus, die entweder ganz und gar nicht mein Geschmack sind oder nicht zu mir passen. Ich vermute, dass sie das mit Absicht macht?! Um ihr zu zeigen, dass ich nicht auf Sie angewiesen bin wende ich mich von ihr ab und greife nach einem Kleid, das mir vorhin schon aufgefallen ist. Es ist ein graublaues bodenlanges Kleid mit einem Wahnsinns Rückenausschnitt. Mit diesem Traum von Kleid gehe ich in eine der Umkleidekabinen und probiere es an. Es sitzt perfekt, es schmeichelt den wenigen Kurven meines Körpers. Ich trete wieder heraus um mich dem Urteil von Christian zu stellen.
Er schmeichelt mir, was mich vor Verlegenheit wieder einmal rot werden lässt, indem er mir das Kompliment macht, wie wunderschön ich in diesem Kleid aussehe und das es wie für mich gemacht ist. Bevor wir zur Kasse gehen lässt sich Christian noch die dazu passenden Schuhe und die passende Clutch geben. Ich probiere die Schuhe an und laufe ein paar Schritte auf diesen hohen graublauen High Heels. In meinen Jeans und meiner Bluse gehen wir zur Kasse und Christian reicht seine Kreditkarte. Der missbilligende Blick von Ms. Acton lässt ein unbehagliches Gefühl in mir aufkommen, doch zum protestieren ist es nun zu spät.
Auf dem Weg zum Wagen fragt mich Christian, ob ich mich noch professionell Schminken und Frisieren lassen möchte? Ich überlege und nicke zustimmend, denn schließlich sind wir heute Abend in der Öffentlichkeit. Doch ist es mir ein weiteres Mal unangenehm, dass er darauf besteht alles zu bezahlen, was ich ihm auch mitteile. Doch wie Christian nun mal ist ignoriert er meine Einwände und dirigiert mich zum Wagen und ist mir beim einsteigen behilflich. Als wir im Wagen sitzen fährt er los und ich habe keine Ahnung wohin es geht. Ein paar Minuten später halten wir vor einem Schönheitssalon mit dem Namen Esclava.
Oh man! Etwas Besseres ist dem Inhaber nicht eingefallen? Esclava, das hört sich ja schon fast wie Sklave an! Das bei diesem Namen überhaupt noch Kunden kommen ist schon verwunderlich?

<< Was hast du nur wieder für Fantasien? >> schnurrt mein Unterbewusstsein, doch wenn es ehrlich ist habe ich recht!

Beim aussteigen ist Christian mir behilflich und hält mir seine Hand hin. Ich ergreife sie und Hand in Hand betreten wir den Salon. Eine junge blonde Frau, auf ihrem Namensschild steht Greta, begrüßt Christian mit der frage, „Das übliche Mr. Grey?" Mein Blick geht von ihr zu ihm und ich frage mich, was Sie wohl damit meinen könnte? - Das Übliche? -
Christian verneint und gibt ihr zu verstehen, dass ich selber auswähle und lächelt ihr zu. Greta führt mich zu einem Behandlungsstuhl und reicht mir ein Glas Wasser, nachdem sie mich gefragt hatte, ob ich etwas zu trinken hätte? Dann fragt sie mich, was ich mir denn vorgestellt hätte und ich erkläre ihr, dass ich gerne eine Hochsteckfrisur und ein dezentes Make-Up in graublau gehalten hätte. Währenddessen ruft eine Platin Blonde Frau in einem schwarzen engen Kleid nach Christian und kommt auf ihn zu. Sie begrüßt ihn mit einem Kuss auf beide Wangen. Ich beobachte die beiden misstrauisch durch den vor mir hängenden Spiegel und gebe ihr in Gedanken den gut gemeinten Rat, dass sie Ihre Dreckspfoten von meinem Christian lassen soll!

<< Er ist nicht dein Christian >> kommt es mal wieder von meinem Unterbewusstsein diesem miesen Biest.

Christian begrüßt sie macht aber den Anschein, dass es ihm überhaupt nicht passt diese Frau hier anzutreffen.
„Schön, dass du hier bist! Willst du zu mir, um mein Angebot anzunehmen?", fragt die blonde Hexe ihn.
Was für ein Angebot? Was haben die beiden miteinander zu tun?
Er verneint und antwortet ihr, dass er in Begleitung sei und dass er Ihr Angebot nicht benötige. Dies gibt er in einem zynisch klingenden Ton von sich, wahrscheinlich damit sie es endlich versteht. Das hört sich an, als wenn er es Ihr schon einmal zu verstehen gegeben hätte!?!
Sie sieht sich im Salon um und als ihr Blick mich trifft, wendet sie sich wieder an Christian und fragt ihn verärgert, „Du hast dir Anne also doch zurück geholt? Was soll dass? Seit wann nimmst du Subs zweimal?"
Warum nennt mich diese Hexe Anne und was bitte schön ist jetzt schon wieder eine Sub? Ich beschließe bei Gelegenheit das zu Googeln.
Ich stehe auf und gehe auf die beiden zu.
„Christian magst du mich nicht vorstellen?", frage ich ihn.
Sein Blick wird etwas finster, aber er macht keine Anstalten. Also ergreife ich selbst das Wort.
„Guten Tag! Ich bin Anastasia und nicht Anne!", sage ich und mache auf dem Absatz kehrt und setze mich wieder hin und lasse mir von Franco die Haare machen und von Greta mein Make-Up. Während ich dort sitze höre ich wie Christian zu sie zu Recht weißt und sie anschnauzt. Er warnt sie nicht in meine Nähe zu kommen und den Namen „Anne" mir gegenüber nie wieder zu erwähnen. Vor allem soll sie ebenfalls nie wieder das Wort „Sub" mir gegenüber erwähnen, da ich gar nicht wüsste, was damit gemeint wäre.

<< Stimmt! Wo er recht hat er Recht, aber das wird nicht mehr lange so sein! >> gibt mein Unterbewusstsein von sich und meine innere Göttin sieht etwas misstrauisch und unsicher drein. Ihre Euphorie scheint im Moment etwas gedämpft zu sein.
Sie entschuldigt sich und gibt ihm zu bedenken, dass die Ähnlichkeit jedoch sehr verblüffend ist. Sie fragt ihn, ob ich denn auch die gleichen Qualitäten hätte wie...", sie kommt aber gar nicht erst dazu ihren Satz zu beenden, denn Christian schneidet ihr das Wort ab und brüllt sie mit gedämpfter Stimme an. Sie soll Verdammt noch mal sofort aufhören, denn es ginge sie nichts an! Er fragt Sie, ob sie es nun endlich verstanden hätte und sie nickt und verschwindet.

Was ist denn nur los? Wer ist diese Anne und warum reagiert er so gereizt, wenn man ihn auf den Namen anspricht oder mich mit ihr vergleicht? Ich sehe, dass Christian mit seinem Handy rumhantiert. Wahrscheinlich checkt er seine Mails.
Nach einer Stunde, des an mir rum Fummelns bin ich endlich fertig! Doch das Ergebnis gefällt mir!
Christian kommt auf mich zu und fragt mich, ob ich noch mit zu ihm kommen möchte? Vorher würden wir natürlich noch essen gehen.
Bei all den Fragen, die aufgetaucht sind würde ich am liebsten ablehnen. Er scheint noch nicht einmal zu bemerken, dass ich mich nicht ganz wohl in meiner Haut fühle und so viele Fragen habe! Ihm scheint es auch noch nicht einmal Unangenehm oder Peinlich zu sein?! Ist er dazu überhaupt in der Lage? Sich in andere hineinzuversetzen, wie sie sich fühlen? Wie ich mich im Moment fühle? Wie es mir geht, was ich dabei empfinde mit einer anderen Frau verwechselt zu werden? Die einzige unangenehme Regung die ich bei ihm bemerken konnte war, als mich die Hexe als Sub bezeichnet hat! Ich muss wirklich so schnell wie möglich herausfinden, was damit gemeint ist?!
„Ana?"
Ich sehe ihn an und nicke, denn was für mich noch viel wichtiger ist, dass ich soviel wie möglich an Zeit mit ihm verbringen möchte. Da ich nicht weiß, wie lange es anhält. Wie kann er mir in nur so kurzer Zeit so ans Herz gewachsen sein?
Nach ein paar Metern betreten wir ein Restaurant und setzen uns an einen Tisch an der Fensterfront. Der Kellner kommt und Christian ordert Wasser und Weißwein. Wir geben unsere Bestellung auf und halten Smalltalk. Ich überlege, ob ich ihm die Fragen die mir auf der Zunge brennen stellen soll oder es dabei belassen soll?
„Ana? Was ist los?", sein Blick ist dunkel bedrohlich.
Ich gebe ihm keine antwort, weil mich mein Mut verlassen hat.
„Ana, ich frage nicht noch einmal! Was ist los?" und nun ist nicht nur sein Blick bedrohlich, sondern auch seine Stimme!
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und dann sprudeln die Fragen nur so aus mir heraus.
„Wer war diese Frau und warum hat sie mich mit Anne verwechselt? Wer ist diese Anne und was ist eine Sub?"
Er rauft sich mit den Händen seine Haare und schaut mich so an, als wenn er fragen würde, ob wir das wirklich hier und jetzt klären sollen? Dann antwortet er, dass die Frau Elena Lincoln und die Besitzerin des Salons und eine Freundin der Familie sei. Zu meiner Frage wegen Anne könne er mir nur sagen, dass sie mal eine Angestellte in seiner Firma war und dass die beiden sich wohl kannten. Meine frage, was eine „Sub" sei ließ er unbeantwortet. Erneut zum fragen komme ich nicht, da der Kellner mit dem Essen kommt. Er ist geschickt darin mich abzulenken! Wir erzählen uns gegenseitig noch von einander, wobei ich mehr von mir erzähle, als er von sich!
Nachdem Christian die Rechnung beglichen hat, verlassen wir das Restaurant und fahren mit seinem R8 zu ihm. Ungefähr 20 Minuten später fährt Christian in eine Tiefgarage eines Wolkenkratzers. Okay! Er wohnt definitiv nicht in einer 2 Zimmer Wohnung, soviel steht schon mal fest! Wir steigen in den Aufzug und Christian gibt einen Code ein. In den wievielten Stock wir fahren kann ich nicht sagen. Als wir oben ankommen öffnet sich die Aufzugtür mit einem – Ping - und als wir aussteigen stehen wir in einem Vorraum der in weiß gehalten ist. Er führt mich weiter in den Wohnbereich und auch hier ist alles in weiß gehalten. Ich komme mir wie in einem Krankenhaus vor. Es fehlen nur noch die Krankenzimmer.
Er beobachtet mich und ihm fällt auf, dass ich beeindruckt bin! Ich wusste ja, dass er Geld hat und habe mir gedacht, dass er nicht in einer zwei Zimmer Wohnung hausen würde! Aber das hier ist mehr als ich erwartet habe. Ich gehe auf die Fensterfront zu, noch immer total geflasht von der Größe dieses Wohnraumes, als mir wieder die Spucke im Hals stecken bleibt. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend und muss bei Nacht noch sehr viel schöner sein! Seattle bei Nacht, dass würde ich gerne mal sehen!
Als wenn er meine Gedanken lesen könnte, bestätigt er mir meine unausgesprochene Bitte und schlägt mir vor, dass es ihn freuen würde, wenn ich mir Seattle bei Nacht von hier oben aus ansehen möchte. So ganz überzeugt bin ich nicht davon, denn er runzelt die Stirn! Als wäre er sich da doch nicht so sicher. Ich nicke zustimmend ungeachtet seiner bedenken.
Er kommt auf mich zu und entschuldigt sich, aber er müsse noch etwas arbeiten. Christian bietet mir jedoch an, mir vorher noch die Wohnung zu zeigen.
Ich nicke wieder zustimmend, aber nur unter der Bedingung, dass es ihn nicht weiter von seiner Arbeit abhält. Denn ich bin mir sicher, dass ich schon etwas finden würde um mich zu beschäftigen. Sei es auch nur um die Aussicht zu bewundern.
Christian reicht mir seine Hand und zieht mich zu sich um mich zu küssen, danach gehen wir gemeinsam in das erste Zimmer was sich als Fernsehzimmer entpuppt, als nächstes folgen sein Schlafzimmer und die Gästezimmer. Die eine Tür die zwischen den Gästezimmern ist lässt er aus und führt mich wieder nach unten. Er zeigt mir dort den Überwachungsraum, Wow ich bin wie erschlagen, alles ist Video überwacht die gesamte Wohnung wird auf jeden Millimeter strickt im Auge behalten. Wir verlassen den Raum und kommen in einem Spielzimmer an, darin steht ein Billardtisch und weitere Spielmöglichkeiten. zu guter Letzt öffnet er einen Raum, den ich an seinem Geruch erkenne es ist eine Bibliothek. Meine Augen werden immer größer das spüre sogar ich selber, ich gehe weiter in den Raum hinein auf eines der Regale zu und streiche vorsichtig über die Bücher.
Mein staunen über die große Anzahl der Bücher erkläre ich ihm damit, dass ich nicht gedacht hätte, dass er so viele Bücher besitzt ja sogar eine Bibliothek hätte?
Ich gebe ihm einen kleinen Überblick darüber, wer mich dazu inspiriert hat Englische Literatur zu studieren und weshalb ich mich bei verschiedenen Verlagen beworben habe. Da ich ihm von meinem Vorstellungsgespräch bereits ausführlich erzählt habe fasse ich es nur noch mal kurz zusammen und erzähle ihm, dass der Cheflektor ein komischer Vogel wäre und dieser mehr über meine bevorzugten Autoren wissen wollte, als den Grund, warum ich mich bei Ihnen beworben habe?
„Auf meinen ersten Tag am Montag bin ich schon sehr gespannt!", sage ich zu Christian.
Er fragt mich, ob ich gerne hier bleiben möchte um zu lesen, während er nebenan Arbeiten würde? Ich könne jederzeit zu ihm kommen, wenn ich etwas benötige. Er lässt die Tür angelehnt. Ich fange an zu strahlen und ich denke er hat verstanden, wie meine antwort lautet.
Er küsst mich noch einmal und geht aus der Bibliothek um in seinem Arbeitszimmer zu verschwinden. Wenig später höre ich ein Handy klingeln und kurz darauf die laut aufgebrachte stimme von Christian.
„Welch haben sie Leila gefunden?"
Wer ist Welch oder diese Leila?
"Verdammt findet sie! Das kann doch nicht so schwer sein eine psychisch Kranke Frau ausfindig zu machen. Ich will das sie gefunden wird und zwar so schnell wie möglich! So etwas wie in meiner Wohnung darf nicht noch einmal passieren!"
War das sein Notfall? Weshalb er zeitiger zurück geflogen ist? Was bedeutet ihm diese Frau, dass er sie dringend suchen lässt? Ist sie womöglich seine Freundin? Leider kann ich nicht verstehen was der Gesprächspartner am anderen ende der Leitung erzählt.
„Was sagt ihr Mann, der muss doch etwas wissen? Verdammt noch mal?"
„Findet sie! Verdammt noch mal!" , bellt Christian jetzt noch lauter, bis es auf einmal ganz still ist. Das Gespräch scheint wohl beendet zu sein. Ob ich ihn nach dieser Frau fragen kann oder auch sollte, denn mich würde schon brennend interessieren was sie ihm bedeutet. Doch werde ich das verschieben und vertiefe mich wieder in mein Buch. Ich weiß gar nicht wie viel Zeit vergangen ist, doch meldet sich mein Magen mit einem lauten Knurren. Daher beschließe ich zu Christian zu gehen und zu fragen, ob wir etwas essen wollen. Ich trete an seine angelehnte Bürotür und klopfe an. Er schaut auf und als er mich sieht werden seine Gesichtszüge wieder sanfter.
Ich frage ihn, ob wir etwas essen könnten? Da ich ein wenig Hunger habe. Christian schaut auf seine Uhr und ist ganz erstaunt darüber, dass doch schon so viel Zeit vergangen ist. Er bietet an, dass er etwas bestellen könne. Da Gail, seine Haushälterin, an den Wochenenden frei hat und freitags immer zeitig außer Haus sei, wäre nichts vorgekocht. Ich mache ihm den Vorschlag, dass ich etwas zu essen machen könnte. Er fragt mich, ob ich sicher wäre und ich nicke zustimmend.
„Warum fragst Du? Schmeckt es Ihnen nicht Mr. Grey, wenn ich für sie koche?", lächle ich ihn honigsüß an.
Er kommt auf mich zu, zieht mich an sich heran und küsst mich und beantwortet meine Frage damit,
„Ganz im Gegenteil Ms. Steele! Alles was von Ihnen kommt schmeckt mir!", gibt er mit zweideutig mit einem Grinsen im Gesicht von sich!
In der Küche zeigt er mir wo ich alles finde und geht mit einem letzten Blick auf mich wieder in sein Arbeitszimmer.
Als das Essen fertig ist rufe ich ihn. Er kommt und setzt sich an den Tresen und ich stelle ihm einen Teller vor die Nase und schenke Wein ein. Ich setze mich zu ihm und Christian kaut genüsslich und stöhnt wohlig auf. Na, demnach schmeckt es ihm!

<< Besser wäre es, wenn er in anderer Hinsicht stöhnen würde und nicht beim Essen >> knurrt meine innere Göttin, mit verlangen nach Christian in der stimme. Ich kann ihr nur zustimmen, doch weiß ich nicht mal, ob er mich überhaupt möchte vor allem in der Hinsicht?

„Es schmeckt wunderbar! Ana du bist eine fantastische Köchin", lobt er mich und unter seinem Lob erröte ich Mal wieder!
„Danke", mehr bekomme ich nicht raus, stattdessen essen wir weiter. Als unsere Teller leer sind räume ich ab und Christian schlägt vor, dass wir uns so langsam fertig machen sollten.
„Du kannst gern eines der Gästezimmer mit angrenzendem Bad benutzen, um dich fertig zu machen".
„Danke", sage ich und gebe ihm einen Kuss bevor ich in eines der Gästezimmer verschwinde. Dort stelle ich die Tüten auf das Bett und gehe in das Badezimmer um zu Duschen. Natürlich darauf bedacht meine Haare und mein Make-Up nicht zu ruinieren. Als ich fertig bin trockne ich mich ab und gehe zurück in das Zimmer um mich an zuziehen. Ich fühle mich verdammt Sexy in diesem Kleid! So habe ich mich noch nie angezogen. Im Spiegel schaue ich mich nochmals genauer an und befinde es für gut, somit bin ich 20 Minuten später fertig und stehe wieder im Wohnbereich wo ich auf Christian treffe. Er sieht in seinem Anzug einfach zum anbeißen aus.
„Du bist Atemberaubend schön Ana", lobt er mich und küsst mich zur Bestätigung, dieses Kompliment von ihm zu bekommen freut mich total.
„Wollen wir los?" Werde ich gefragt, doch könnte ich mir gerade was ganz andere vorstellen, ob das auch in seinem Sinne wäre?
„Ja bereit, wenn du es bist", kommentiere ich seine Frage und muss schmunzeln. Er nimmt meine Hand und wenig später stehen wir schon im Aufzug nach unten. In der Tiefgarage wartet Taylor und hält uns die Tür des Wagen auf um uns einsteigen zulassen. Ich steige als erstes ein, Christian folgt mir etwas später, da er noch etwas mit Taylor bespricht. Als er sich dann neben mich setzt hat er eine Art Schatulle in der Hand. Was ist das denn Schon wieder? Bitte nicht noch mehr teures Zeug. Kaum fahren wir einige Meter gibt er mir die Schachtel, die ich nur zögerlich öffne. Ich schaue auf den Inhalt dieser Schachtel und weiß erstmals gar nicht was ich denken oder sagen soll, dort liegt eine Halskette mit Schmucksteinen und die passenden Ohrringe dazu, die Farbe ist dieselbe wie die meines Kleides.
„Das wär-wäre nich-nicht nöti-nö-nötig gewesen Christian", stottere ich nur so die Wörter raus.
„Doch Ana es passt zu dir, deshalb ist es mir eine Freude es dir schenken zu dürfen." Christian nimmt mir die Schachtel aus der Hand um mir kurz darauf den Schmuck anzulegen. 20 Minuten später halten wir vor einer Halle, wo wohl diese Gala stattfinden soll. Als ich aus dem Fenster des Autos schaue sehe ich einige Reporter.

<< Bitte nicht auch das noch? Wie soll ich mich denn jetzt verhalten? >>

Taylor öffnet uns die Tür des Wagens, als Christian neben ihm auftaucht und meine Hand ergreift, bin ich erst einmal erleichtert. Ich steige aus und werde von Christian über den Roten Teppich zum Eingang geführt. Vor lauter Blitzlicht sehe ich überall Sterne funkeln, was mir erst einmal meine Sicht verschleiert, doch höre ich das Christian mit fragen Bombardiert wird.
„Mr. Grey wer ist die unbekannte Schönheit neben ihnen?" „Ist das ihre Freundin?" „Mr. Grey darf ich sie und die unbekannte Schönheit ablichten?" All solche Fragen kommen und immer dieses Blitzlichtgewitter. Ich bin echt froh, wenn wir drin sind und nicht mehr Abgelichtet werden. Es klicken noch ein paar Mal die Kameras, doch beantwortet Christian keine einzige Frage.

<< Siehst du, das ist alles ein Spiel, du bist nur irgendeine von vielen >> höhnt mein Unterbewusstsein sarkastisch.
<< Was weißt du schon? >> schreit meine innere Göttin.

Da ich mir von meinen beiden Grazien, den Abend nicht verderben lassen möchte, höre ich einfach nicht zu. Lasse mich stattdessen von Christian an unseren Tisch führen. Auf dem Weg zum Tisch kommen uns einige Leute entgegen, von denen mir einige vorgestellt werden und andere wiederum nicht. Es ist unmöglich sich die ganzen Namen zu merken, daher versuche ich es erst gar nicht.
Am Tisch angekommen zieht Christian mir einen Stuhl vor, damit ich mich setzen kann. Auch er setzt sich neben mich und stellt mich den Leuten die neben uns sitzen vor. Mr. und Mrs. Edwards ein älteres dennoch Nettes und Freundliches Ehepaar. Mr. Edwards ist CEO einer großen Automobilindustrie und Mrs. Edwards ist Assistentin in einer Verwertungsindustrie, da Mr. Edwards Christian in ein Gespräch verwickelt hat, nahm auch Mrs. Edwards dies zum Anlass mich in ein Gespräch zu verwickeln. Sie fragt was ich beruflich mache, worauf ich erzähle, das ich vor kurzem mein Studium in Englisch er Literatur abgeschlossen habe und am Montag mein erster Arbeitstag in einem Verlag als Lektoratsassistentin beginnt.
Die Gespräche am Tisch gehen hin und her, bis der Conférencier verkündet, dass jetzt das Essen gereicht wird. Kaum hat er die Worte ausgesprochen stellen die Kellner wie aufs Stichwort jedem einen Teller auf den Tisch. Das Essen vergeht mit weiteren Gesprächen und irgendwelchen Reden, doch dann kommt das was ich hätte ahnen müssen, der Redner bittet alle Anwesenden um eine Spende für einen Gemeinnützigen Zweck. Da ich kein Geld bei mir trage fühle ich mich wieder mal total unbehaglich, was Christian auch aufzufallen scheint, denn er steckt mir heimlich ein paar Dollar Scheine zu, sodass nur ich es sehen kann.
„Du bekommst es zurück", sage ich so leise wie möglich, doch um zu wissen was ich Christian schuldig bin, versuche ich das Geld nach zuzählen, verdammte Scheiße 5000 Dollar? Da zahle ich ja trotz Job Ewigkeiten ab.
„Ich möchte es nicht zurück. Bitte nimm es einfach an und lass gut sein", flüstert er mir ebenfalls leise zu, auch wenn es mir nicht gefällt nicke ich ihm mit einem Lächeln auf den Lippen zu.
Nach dem Essen werden ein paar Preise verlost, doch ist da nichts Spektakuläres dabei, was mich ansprechen würde. Der Conférencier gibt die Tanzfläche frei, was Christian dazu verleitet, meine Hand zu nehmen und mich auf die Tanzfläche zu führen. Die Musik setzt ein, ich schmiege mich an ihn und genieße seine wärme, seinen Geruch und seine Anwesenheit. Während wir im Takt der Musik zu Tanzen beginnen. Ich könnte ewig so weiter machen und doch ist da noch immer der Gedanke, dass ich gar keine Ahnung habe, was das mit uns ist oder wo es uns hinführen wird?
Weit nach Mitternacht verlassen wir die Gala und steigen wieder in den Audi SUV. Taylor fährt los und fädelt sich in den Verkehr ein.
„Darf ich bei dir bleiben", fragt Christian recht vorsichtig, doch habe ich nur darauf gewartet, dass er mir diese Frage stellt.
„Ich bitte darum", spreche ich es aus und sehe, dass er sich sichtlich darüber freut, dass er bei mir bleiben darf. Er gibt Taylor die Anweisung, das er zu meiner Wohnung fahren soll, was Taylor mit einem „Jawohl Sir", kommentiert. Kurz darauf kommen wir an meinem Wohnhaus an. Taylor parkt den Wagen und öffnet uns die Tür. Christian ergreift meine Hand um mir beim Aussteigen zu helfen. Hand in Hand gehen wir in meine Wohnung, trinken dort noch ein Glas Wein und gehen gemeinsam zu Bett.





Christian POV
Sonntag, 05.Juni.2011
Am nächsten Morgen wache ich auf und stelle fest, dass Ana noch seelenruhig neben mir schläft. Ich beobachte sie, denn sie ist wirklich eine Augenweide. Es macht Spaß mit ihr zusammen zu sein und ich bin es auch gern, was vor ihr noch keine geschafft hat. Ich war nie mit irgendwelchen Subs in der Öffentlichkeit oder habe sie zu einer Gala mitgenommen, geschweige denn bin ich einer Frau hinterher geflogen, auch wenn es zum Teil um die Arbeit ging. Eine Stunde später schlägt Ana ihre wunderschönen blauen Augen auf. Zwar wirkt sie noch etwas verschlafen, doch ist sie auch in diesem Zustand wunderschön.
" Guten Morgen Baby", grinse ich sie an, was sie mit einem Lächeln quittiert.
"Morgen Christian, hast du gut geschlafen?"
"Ja Erstaunlicherweise! Neben dir schlafe ich sogar sehr gut", gebe ich ihr wahrheitsgetreu wieder. Sie schmunzelt und kaut sich auf den Lippen herum.
<<Verdammt hör auf mit dieser Lippen kauerrei >> ich kann den Blick einfach nicht abwenden, was zur Folge hat, das es mal wieder mächtig eng in meiner Boxershorts wird.
"Lass das", knurre ich gefährlich leise und Küsse Ana leidenschaftlich, wenn ich nicht bald damit aufhöre, kann ich für nichts mehr garantieren.
"Wollen wir zum Frühstück raus gehen? In der nähe ist ein gemütliches Café", fragt Ana. Ich bejahe es, da wir so der Situation entkommen können, dass ich im Eifer des Gefechts über sie herfallen könnte. Wir ziehen uns an und gehen zum besagten Café. Ich halte ihr die Tür auf und ziehe sie zu einem freien Platz, wo wir uns setzen. "Was hättest du gern zum Frühstück?"
"Einen English Breakfast Tee und Pancakes mit Ahornsirup, Bitte. Du wirst doch wohl nicht schon wieder die Rechnung übernehmen?" Ich gebe unsere Bestellung auf und ignoriere ihre frage wegen der Rechnung, sicher werde ich bezahlen, was glaubt sie denn? 15 Minuten später kommt unser Frühstück was wir schweigend zu uns nehmen, doch ist es kein erdrückendes Schweigen. Ich genieße einfach Anas Anwesenheit und überlege was ich dieses Wochenende mit ihr zusammen machen könnte. Heute würde ich einfach etwas Gemütliches tun, einfach ihre Nähe spüren.
"Was hast du heute noch so vor?" Frage ich und Ana scheint selber keine Ahnung zu haben.
"Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung und du?"
"Hättest du Lust nachher mit mir am Sound spazieren zu gehen?" Wie komme ich denn jetzt schon wieder darauf, verdammte Axt noch mal?
"Das ist eine gute Idee, ich würde dich liebend gern begleiten". Ich schicke Taylor eine SMS das er uns abholen soll und genieße weiterhin mein Frühstück. Als wir fertig sind verlange ich die Rechnung, und sehe Ana dabei an, sie hat ein schelmisches grinsen aufgelegt, doch weiß ich nicht was das zu bedeuten hat. Die Kellnerin kommt in dem Moment als mein Handy klingelt, wodurch ich kurze Zeit abgelenkt bin. Dies nimmt Ana zum Anlass und schnappt sich die Rechnung begleicht diese und tut so als wäre sie sich keiner Schuld bewusst. Verdammtes Biest!
"Darauf hast du nur gewartet gib es zu?" Sage ich nicht gerade erfreut über die Tatsache, dass sie bezahlt hat.
"Hab dich nicht so Christian, die 25 Dollar machen mich nicht gleich Arm", gibt sie mir unschuldig wieder, doch sehe ich die Freude darüber, das sie es doch geschafft hat mich zu überrumpeln. "Danke", brumme ich, was sie zum kichern bringt. Schlagartig bin ich wieder bester Laune. Ich ziehe sie vom Stuhl direkt in meine Arme und küsse sie wieder hart. Ich schmecke Ahornsirup und Tee und Ana. Wir gehen nach draußen wo Taylor bereits mit offen stehender wagentür wartet. Wir steigen ein, ich sage Taylor wohin er fahren soll und schon fährt er los. Am Sound angekommen steigen wir aus und gehen Arm in Arm am Ufer des Sounds spazieren. Ich genieße die Zeit mit Ana und unsere
Innigkeit auch ganz ohne Sex, dafür wird das erste Mal Phänomenal, das sie den nie wieder vergessen wird. Ich achte gar nicht mehr auf die Zeit, denn mit Ana vergesse ich alles um mich drum herum. Als es dunkel wird gehen wir zurück zum Wagen und lassen uns von Taylor zurück zu Ana bringen, da ich heute Abend noch einiges an Arbeit zu erledigen habe, kann ich nicht bei ihr bleiben. Wir finden es zwar beide schade doch werden wir uns mit Nachrichten den restlichen Abend versüßen. Morgen ist Montag und somit ihr erster Arbeitstag für den sie fit sein sollte. Bei ihr Zuhause angekommen, helfe ich ihr wieder aus dem Wagen und bringe sie zur Haustür, wo wir uns mit einem innigen Kuss von einander verabschieden. Völlig außer Atem lösen wir uns von einander. Sie zieht ihren Schlüssel aus der Tasche und öffnet die Tür um ins Haus eintreten zu können.
"Ciao Ciao Baby", sage ich zur Verabschiedung was sie mit einem Lächeln entgegen nimmt.
" Bye Christian Danke für den schönen Tag", gibt sie noch von sich und ist im Haus verschwunden. Mein weg führt zurück zum Wagen ich steige ein und lasse mich von Taylor ins Escala fahren.

Sie die Sub,Er der DomGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt