Ohne Titel Teil37

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Kapitel 36Teil 1
Christian POV
Samstag, 11. Juni. 2011
Als ich am Samstagmorgen gegen 6 Uhr in meinem Bett wach werde habe ich das Bedürfnis mal wieder Joggen zu gehen, so wie immer, wenn das Wetter in Seattle mitmacht.

<< Also raus aus dem Bett, ab in die Sportklamotten >>

Sport hat mir schon in jeder Lebenslage geholfen, so hoffe ich auch jetzt. Ich will wieder mit mir ins reine kommen. Mit meinem Ipod bewaffnet verlasse ich meine Wohnung und renne mit wummernden Bässen die aus den Kopfhören meines Ipod dröhnen, durch die Straßen von Seattle. Eine Stunde später nach einem Lauf bei dem ich mich vollkommen ausgepowert habe und mich wohler fühle betrete ich das Penthouse. Gail werkelt schon fleißig in der Küche.
„Morgen Gail", begrüße ich meine gute Seele des Hauses.
Sie scheint etwas erschrocken als sie aufblickt. War sie wirklich so vertieft in ihrem tun?
„Guten Morgen Mr. Grey, Frühstück?"
„Nein Gail noch nicht, aber zu einem Kaffee sage ich nicht nein", antworte ich ihr.
Sie geht zum Kaffeeautomaten und schenkt mir eine Tasse ein und stellt diese auf der Theke ab.
„Ist Ms. Steele denn schon wach?", Gail schüttelt mit dem Kopf und lächelt mir aufmunternd zu.
Aha, sie weiß also schon Bescheid, das bedeutet Taylor hat sie schon auf den neusten Stand gebracht. Mich würde echt mal interessieren, was er Gail so alles erzählt hat?
„Wenn Ana wach ist werde ich mit ihr gemeinsam frühstücken. Bis dahin finden sie mich im Arbeitszimmer falls etwas sein sollte."
Vorher werde ich aber erst einmal duschen und mich umziehen, denn in den verschwitzten Klamotten mag ich nicht länger bleiben.
In meinem Arbeitszimmer angekommen fahre ich meinen PC hoch und prüfe als erstes meine Mails. Eine Mail von meiner Schwester Mia, was will sie denn schon wieder?
Sie will mich nur an den heutigen Maskenball auf dem Anwesen meiner Eltern Erinnern.

<< Oh ja, der Maskenball! Ob Ana mich begleiten wird? >>

Das würde heißen, wenn Ana ja sagt braucht sie eine angemessene Garderobe. Ich werde Carolin Acton eine Mail schicken und sie bitten eine Auswahl an Kleidern vorab zu treffen. Ana kann sich dann eines oder mehrere aussuchen, je nachdem was ihr gefällt.
Nachdem ich die Mail abgeschickt habe sehe ich noch eine Mail von Elena.

<< Na super die hat mir gerade noch gefehlt! >>

Sie will wissen – wie soll es anders sein – ob ich heute Abend auf den Maskenball gehen werde. Ebenfalls bittet sich mich sie abzuholen. Des Weiteren will sie wissen, warum ich mich nicht bei ihr gemeldet habe? Ebenso fragt sie nach, warum ich noch nicht einmal auf ihre Anrufe und Mails geantwortet habe?


<< Bei manchen Menschen könnte man denken sie haben kein Hirn und Elena zählt eindeutig
dazu >> kommt es auch schon von meinem Unterbewusstsein, was genauso auf Kriegsfuß mit ihr steht wie ich.

Ich antworte ihr, dass ich sie dort nicht zu sehen wünsche, da ihr Verhalten am vorigen Samstag zu wünschen übrigließ und ich mich bei ihr aus Zeitmangel und ihrem Verhalten wegen nicht gemeldet habe. Von Leila und den Geschehnissen in den letzten Tagen sage ich ihr nichts, denn das geht sie überhaupt nichts an.
Meine Gedanken schweifen wieder zu den letzten Tagen und den Geschehnissen. Wer steckt dahinter? Was will die Person damit bezwecken? Das es etwas mit Leila zu tun hat ist mir schon klar! Ich kann mir gut vorstellen, das sie es auch in Savannah war, aber warum macht sie solch eine Show daraus anstatt sich von mir helfen zulassen?
War sie es auch die Ana betäubt hat? Hat sie sich wirklich das Kleid von Ana genommen? War SIE in Anas Wohnung? Fragen über Fragen die ich so schnell wie möglich geklärt haben will und muss, das kann nicht ewig so weiter gehen! Was soll denn als nächstes passieren?
Ich muss Welch druck machen, das kann doch nicht sein, das ich noch immer keine Antworten habe. Sonst ist er auch schneller. Ich nehme mein Telefon zur Hand und wähle die Nummer von Welch.
„Mr. Grey, was kann ich für sie tun?"
„Welch ich brauche Antworten und das am besten sofort! Was dauert es, denn diesmal so lange? Beschaffen sie mir schnellstmöglich Antworten. Haben wir uns Verstanden?", belle ich.
Es kann einfach nicht sein, dass er noch keinen einzigen Anhaltspunkt hat.
„Verstanden Sir", sagt Welch noch ehe ich auflege.
Das kann doch nicht wahr sein, solche Schnarchnasen.
In meinem Stuhl sitzend drehe ich mich Richtung Fenster und betrachte die Aussicht. Die Silhouette der Skyline von Seattle und lasse das Gespräch mit Ana von gestern Revue passieren.

Flashback Anfang

„Wie gesagt Ana du weißt so vieles nicht über mich. Ich weiß eigentlich auch gar nicht, wo ich beginnen soll? Also die Frau die dich am Verlag angesprochen hat ist eine Ex-Freundin von mir. Es ist schon etwas länger her - ca. drei Jahre –
Vor zwei Jahren hat sie Geheiratet. Wir hielten Kontakt, da wir uns im Guten getrennt hatten. Dann ist sie aus heiterem Himmel am vergangenen Donnerstag hier bei Gail aufgetaucht und hat nach mir gefragt. Gail gab ihr zu verstehen, dass ich nicht hier bin. Sie hat einen fürchterlichen Aufstand gemacht und hat dann versucht sich die Pulsadern aufzuschneiden. Gail konnte Gott sei Dank das schlimmste verhindern und brachte Leila dann ins Krankenhaus. Dort wurde sie verarztet, aber dann ließen sie Leila einen kurzen Augenblick allein, was sie zur Gelegenheit nahm und unbemerkt verschwand. Seitdem sind wir auf der suche nach ihr. Meine Vermutung ist, dass sie in deine Wohnung eingedrungen ist und sich an deinem Wein oder irgendetwas anderem zu schaffen gemacht hat, damit du dann diesen Blackout hattest. Wir sollten dir Blut abnehmen und es untersuchen lassen. Evt. könnte noch eine Restspur von dem Betäubungsmittel vorhanden sein. Ich denke, dass es umso wahrscheinlicher ist, dass du mit deiner Vermutung Recht behältst, dass jemand in deiner Wohnung war. Taylor kann uns dazu bestimmt gleich etwas sagen, sobald er wieder da ist."
„Christian was will sie von mir? Was habe ich ihr getan? Ich verstehe das alles nicht!? Warum wussten Jack und Maisy, sowie Claire, dass es mir nicht gut ging? Das hört sich ganz danach an, als wenn ich im Büro gewesen wäre, es aber nicht war? Sie hätten doch den Unterschied bemerken müssen? Glaubst du, dass noch etwas nachweisbar ist? Kann Taylor Blut abnehmen?"
„Ana ich weiß es bis jetzt auch noch nicht. Lass uns erst mal abwarten bis Taylor wieder da ist und dann sehen wir weiter. Oh Baby, ich wünschte ich könnte die Zeit bis zu deiner Mail zurück drehen in der du mir zusagtest am Abend mit mir Essen zu gehen. Apropos Essen! Magst du jetzt vielleicht etwas Essen?"
„Nein mir ist jetzt gar nicht mehr nach Essen. Außerdem was für eine zusage zum Essen? Ich habe die Mail doch erst gestern Morgen gelesen! Ich habe dir nicht zugesagt und das ging ja auch nicht, wie du weißt war ich ja Lädiert! Wer also hat die Mail beantwortet? Ich war es auf jedenfall nicht!"
„Das ist auch wieder wahr, doch Ana du musst etwas Essen! Bitte komm nur eine Kleinigkeit. Magst du noch ein Glas Wein?"
Als Taylor eine Stunde später, während Ana und ich gesprochen haben wieder zurück zu uns ins Escala gekommen ist hatte er schlechte Nachrichten.
„Ein Gewaltsames eindringen in die Wohnung von Ms. Steele konnte ich zwar nicht erkennen, aber eine Nachbarin von nebenan erzählte mir, dass sich am Dienstagnachmittag die Schwester von Ms. Steele gemeldet hat und die Nachbarin um Einlass in die Wohnung bat."
Verdammter Mist mir schaudert und es läuft mir Eiskalt den Rücken runter, als mir klar wird das sich eventuell Leila Zugang zu der Wohnung verschafft hat. So würde es sich auch erklären, wie sie an das Kleid gekommen ist.
„Sir, es gibt da noch etwas und zwar ist der Laptop von Ms. Steele verschwunden", er wendet sich an Ana um sie etwas zu fragen.
„Ms. Steele haben sie ihr Handy?"
Nach dieser frage steht Ana auf und geht zu ihrer Tasche um nach zusehen. Sie sucht verzweifelt danach, aber sie findet es einfach nicht.
„Das habe ich mir schon gedacht, denn Orten können wir es auch nicht."
„Danke Taylor, aber da wäre noch was. Könnten Sie Ana Blut abnehmen und es dann untersuchen lassen? Vielleicht hat sie noch etwas in ihrem Blut von diesem Betäubungsmittel?"
„Selbstverständlich Sir! Ich hole nur eben alles, was ich dafür benötige", er geht in sein Büro und kommt keine fünf Minuten wieder zurück. Er nimmt Ana Blut ab und versichert mir, dass er es noch heute in einem Labor analysieren lässt.
Ana wird mit jeden Mal blasser im Gesicht, denn ihr wird wohl die Tragweite der Situation immer bewusster. Sie wurde total Ausgeknockt, damit der oder diejenige genügend Zeit hatte ihren perfiden Plan auszuführen oder zu planen. Wir beschlossen es für den Tag gut sein zulassen.
„Christian könnte ich bitte in einem deiner Gästezimmer schlafen?", fragt Ana mich.
Eine Enttäuschung und Traurigkeit macht sich in mir breit, da sie nicht bei mir im Bett schlafen möchte!
Ich komme ihrer Bitte nach und bringe sie im SubZimmer unter. Zum Glück weiß sie nicht welche Bedeutung oder welchen Zweck dieses Zimmer hat. Ich kann natürlich verstehen, dass sie Abstand braucht, denn ich habe schließlich mit einer anderen Frau geschlafen. Wobei ich immer noch nicht verstehen kann, wie mir so etwas passieren konnte?
Eigentlich hätte ich es doch merken müssen! Nun bin ich mir aber immer sicherer, dass auch in meinem Drink etwas war. Weshalb sonst hätte ich so geschwankt, als hätte ich ein hundert Liter Fass Bourbone getrunken. Ich muss Taylor noch mal darauf ansetzen!
Am Zimmer von Ana angekommen begleite ich sie hinein. Ich wünsche ihr eine Gute Nacht und verabschiede mich mit einem Kuss von ihr. Verlasse das Zimmer und gehe in mein eigenes, wo ich im angrenzenden Bad erst mal eine warme Dusche genieße und anschließend selber ins Bett gehe.
Obwohl es ein langer und anstrengender Tag war, schaffe ich es einfach nicht meine Augen zu schließen und einzuschlafen. Vor allem nicht mit dem wissen, dass Ana nur eine Etage über mir liegt und schläft. Da ich ohne die Gewissheit, dass es Ana gut geht sowieso kein Auge zu tue werde ich noch mal nach ihr schauen. Ich gehe auf das Zimmer zu öffne vorsichtig und leise darauf bedacht, das sie doch schon schlafen könnte die Tür und gehe langsam auf das Bett zu in dem sie eingehüllt unter der Decke mit geschlossenen Augen liegt. Ich sehe ihre ruhige und gleichmäßige Atmung, was mich daraus schließen lässt, dass sie schläft, alles ist sehr still hier drin.
Ich setze mich auf die Bettkante und schaue ihr beim Schlafen zu. Aus irgendeinem Grund oder einer Eingebung heraus fange ich irgendwann an über meine leibliche Mutter zu erzählen.
„Meine leibliche Mutter war eine Crackhure, die das wenige Geld für Drogen anstatt für Nahrung ausgab. Ich hatte immer sehr großen Hunger, aber es gab sehr selten etwas zu essen, da sie entweder auf irgendeinem Trip war oder für irgend so einen Penner die Beine breit machte. Ihr Zuhälter war ein Tier, wenn ihm etwas nicht passte oder die Crackhure kein Geld einbrachte hatte ich darunter zu leiden. Er schlug und trat mich! Nahm meinen Kopf und schlug ihn auf den Boden unseres schäbigen Apartments oder aber es kam der Gürtel zum Einsatz mit dem er mich schlug! Was jedoch am schlimmsten war, wenn er keinen Aschenbecher fand und mich stattdessen benutzte. Er drückte seine glühenden Zigaretten auf meiner Brust und meinem Rücken aus. Sie Starb als ich gerade vier Jahre alt war. Man fand uns drei Tage nach ihrem Tod. Die Polizisten die zu diesem Zeitpunkt im Einsatz waren brachten mich ins Krankenhaus, wo ich wieder aufgepäppelt worden bin. Dort sah ich auch Grace das erste Mal. Ich erinnere mich noch an sie, sie sah aus wie ein Engel in ihrem weißen Krankenhauskittel."
Ich kann nach diesem Geständnis nicht einfach gehe und so bleibe ich noch ein wenig sitzen und beobachte sie beim Schlafen.

Flashback Ende

Nun sitze ich hier in meinem Büro und warte auf Nachrichten von Welch, aber es kommt einfach nichts! Das kann doch nicht so schwer sein irgendetwas zu finden?
Da reißt mich ein Ping meines PC's aus meinen Überlegungen. Leider ist es nur Caroline Acton, die mir mitteilt, dass sie eine vorab Auswahl der Kleider getroffen hat. Im Anhang finde ich die passenden Stücke. Ich öffne sie und schaue mir die Vorauswahl genauer an. Ich finde drei wunderschöne Kleider die wunderbar zu Ana passen würden. Daher schreibe ich Ms. Acton eine Mail mit der Auswahl die ich getroffen habe und bestelle diese samt den dazu gehörigen Schuhen, den Dessous und Taschen. Natürlich mit Lieferung direkt hier her.
Als es an meiner Arbeitszimmertür klopft und ich denjenigen mit einem „Herein" eintreten lasse, ist es Taylor.
„Sir, Welch und ich haben weiteres Sicherheitspersonal eingestellt", teilt Taylor mir mit, was ich mit einem nicken zur Kenntnis nehme, woraufhin Taylor das Büro verlässt.
Ich werfe einen Blick auf meine Uhr und stelle fest, dass es bereits 11 Uhr ist. Noch immer weit und breit keine Ana zu sehen. Ich gehe in die Küche um zu schauen, ob Ana doch schon munter ist und hier sitzt, doch auch hier ist sie nicht. Aus Sorge ihr könnte etwas zugestoßen sein gehe ich hinauf zu dem Zimmer in dem sie schläft. Ich klopfe an doch ertönt kein laut. Da nichts geschieht reiße ich erschrocken die Tür auf! Aber sie liegt noch immer friedlich schlummernd und wohlbehalten in meinem Bett. Denn es ist mein Bett, meine Wohnung, mein Zimmer also auch mein Bett. Auch wenn es nicht das Bett ist in dem ich geschlafen habe. Dabei würde ich sie lieber in meinem Bett in meinem Schlafzimmer sehen und ganz nah bei mir liegend.
Ich gehe auf die Bettseite zu auf der es sich Ana gemütlich gemacht hat und wecke sie ganz sanft. Als sie die Augen aufschlägt und mich anlächelt vergesse ich kurz das Atmen und alles um mich drum herum. Das ist, das schönste lächeln das ich je in meinem Leben bekommen habe! Ich möchte es so gern jeden Tag sehen, doch weiß ich, dass es nie so sein wird. Ich bin nicht der Typ für Herzchen und Blümchen! Ich bezweifle sogar, dass sie jemals eine gute Sub abgeben könnte. Doch will ich sie überhaupt als Sub? Könnte ich ihr das zumuten? Will ich ihr das überhaupt zumuten?
Da meine Gedanken schon wieder abschweifen und eine ganz andere Richtung einschlagen versuche ich mich zu besinnen. Aber so einfach ist das gar nicht, wenn man vor Augen hat, was man mit diesem wunderschönen Geschöpf so alles machen könnte.

<< Reiß dich zusammen Grey! >>

Ich versuche mich zur Ordnung zu rufen! Was nur sehr schwer klappt.
Aber zuerst muss einiges zwischen uns und über die Ereignisse geklärt werden, bevor ich weiter mache mit dem was mir vorschwebt.
Vor allem was sie damit meint, als sie sagte sie wartet schon seit dem Kuss im Garten meiner Eltern darauf mit mir schlafen zu können? Das ist auch so eine Sache die einer Erklärung bedarf.

„In 20 Minuten gibt es Frühstück. Ich werde unten in der Küche auf dich warten", sage ich und gebe ihr einen Kuss bevor ich das Zimmer verlasse. Hätte ich das jetzt nicht getan – sondern wäre bei ihr geblieben – hätte ich für nichts mehr garantieren können. Vermutlich wäre ich über sie hergefallen, aber ich reiße mich noch mal zusammen.
Ich gehe nach unten in die Küche und warte auf Ana. Als sie wenige Minuten später nach unten kommt deute ich ihr an sich zu setzen und wir beginnen zu Frühstücken. Natürlich fragt sie nach, ob es etwas Neues gibt.
„Welch überprüft gerade die Videobänder vom Flughafen und die des Hotels. Zudem versucht er heraus zu bekommen wer die Mail an mich beantwortet hat. Sie überprüfen auch dein Handy zumindest behalten sie es im Auge, ob es noch mal eingeschaltet wird, damit sie es Orten können".
Um sie auf andere Gedanken zu bringen – damit sie nicht ständig an die verfahrene Situation denkt – erzähle ich ihr von der Wohltätigkeitsveranstaltung heute Abend.
„Ana? Möchtest du mich heute Abend auf die Wohltätigkeitsveranstaltung begleiten?"
Ich lasse bewusst weg, dass es sich eigentlich um einen Maskenball handelt. Es soll eine Überraschung werden.
Sie schaut mich erst ein wenig Skeptisch an. Vermutlich denkt sie über meine frage nach. Als sie zustimmend nickt scheint sie ihre Entscheidung getroffen zu haben. Einen Augenblick später verändert isch ihr Gesichtsausdruck und ich kann mir schon denken, woran es liegen mag?
„Keine Angst Ana. In etwa drei Stunden wird eine Auswahl an Kleidern samt dazu gehöriges Zubehör geliefert. Wenn du möchtest könnte ich Franco bitten herzukommen, damit er dir deine Haare für heute Abend macht."
Erst scheint sie darüber nicht Glücklich zu sein. Sie scheint sogar sehr erbost darüber. Aber dann gibt sie sich doch geschlagen - da sie weiß - das sie gegen mich nicht ankommt.
„Ich würde dich sehr gerne begleiten Christian", antwortet sie.
Ich lächle sie an und nicke.
„Ana! Es tut mir leid, aber leider habe ich noch ein wenig Arbeit auf meinem Schreibtisch liegen und auf den Anruf von Welch warte ich auch noch. Ich muss noch mal in mein Arbeitszimmer und ein wenig Arbeiten. Aber du kannst dich hier frei in der Wohnung bewegen und tun und lassen was du möchtest. Solltest du rausgehen wollen, dann aber bitte nicht allein. Sag Taylor oder mir bescheid, sodass dich jemand begleiten kann. Es ist wirklich nur zu deinem Schutz und nicht um dich zu kontrollieren".
Wieder nickt sie nur. Was ist los? Hat es ihr die Sprache verschlagen oder spricht sie nicht mehr mit mir?
„Ich werde ein wenig in die Bibliothek gehen und ein Buch lesen, wenn es dir recht ist?"
„Natürlich ist es mir recht Baby", sage ich und Küsse sie ehe ich in mein Arbeitszimmer gehe.
Ich überprüfe meinen Mail Account, aber es sind keine neuen eingegangen. Bevor ich mich den Papieren auf meinem Schreibtisch zuwende rufe ich Franco an. Ich bitte ihn um 15 Uhr ins Escala zu kommen.

Als um 14.30 Uhr mein Blackberry zu Klingeln beginnt sehe ich auf das Display. Es ist Welch, na endlich.
„Grey", blaffe ich ins Telefon, als ich das Gespräch entgegen nehme.
„Mr. Grey, Welch hier, wir haben die Videobänder gesichtet. Es sind keine eindeutigen Bilder beziehungsweise keine klaren Bilder zusehen, da die Kameras und Videotechnik schon sehr veraltet ist. Somit konnten wir kein klares Bild von der Frau bekommen die sich als Ms. Steele ausgibt. Was die Mail angeht sieht es eindeutig so aus, das sie von Ms. Steele's IP-Adresse versendet worden ist, denn alles spricht dafür Sir".
„Wie kann das möglich sein? Ich habe ihr die Mail an ihre Büro Email Adresse gesendet?"
„Es hat den Anschein, als wenn Ms. Steele von ihrer Wohnung aus auf die Mail Adresse von SIP zugreifen kann".
„Das erklärt dann natürlich so einiges. Suchen sie weiter und halten sie mich auf dem laufendem".
„Wird gemacht Sir".
Damit ist auch dieses Gespräch beendet und ich lege auf, um mich wieder in die Unterlagen zu vertiefen die noch immer vor mir liegen.
Als ich das nächste Mal aufschaue und mein Blick zur Uhr schweifen lasse haben wir es bereits 17.30 Uhr und mir knurrt der Magen. Da mir gar nicht aufgefallen ist, wie schnell die Zeit vergangen ist sollte ich mal nach Ana sehen. Ob Ana wenigstens etwas gegessen hat? Ich hoffe es so sehr. Da ich sie in der Küche nicht erblicken kann gehe ich in die Bibliothek, wo ich sie schlafend vor finde. Sie scheint beim lesen des Buches eingeschlafen zu sein. Ich kann mir ein schmunzeln einfach nicht verkneifen, wenn ich nur daran denke Ana und ihre Bücher.

<< Mein kleiner süßer erotischer Bücherwurm >> denke ich da nur.

Zum zweiten Mal am heutigen Tage habe ich das Glück sie wecken zu dürfen. Ich gehe noch etwas näher an sie heran und wecke sie wieder sanft und vorsichtig, was sie zum lächeln bringt noch ehe sie die Augen öffnet.
Ich gebe ihr kurz die Gelegenheit richtig munter zu werden, bevor ich sie hoch und in meine Arme ziehe um sie zu küssen, dies hat mir die lenzten Stunden gefehlt. Gemeinsam gehen wir wenig später in den Wohnraum, wo wir uns an die offene Küchentheke setzen um ein paar Sandwichs zu essen und Orangensaft dazu trinken.
Während des Essens kommt Taylor zu uns an die Küchentheke getreten um uns mitzuteilen, dass die Kleider für Ana geliefert und in ihrem Zimmer zu finden sind. Kurze Zeit später sind wir mit dem Essen fertig und beschließen uns für den Abend fertig zu machen, somit geht jeder in sein Schlafzimmer.


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