Feitan, Phinks, der sich sein ägyptisches Gewand übergezogen hatte, und Shizuku rannten über die gepflasterten Straßen, als gäbe es kein Morgen mehr.
Shalnark. Shalnark. Shalnark.
Wenn er noch am Leben war, mussten sie ihn unbedingt finden. Egal, was es kosten sollte.
Das Trio rannte gerade die südlichen Ränder Yorkshins entlang.
Irgendwas musste da doch sein.
Irgendwo.
Hisoka, Illumi oder Kurapika - irgendeinen von denen mussten sie doch finden. Shalnark durfte einfach nicht tot sein.
Wobei die drei auf alles gefasst waren.
„Sag mal, Shizu", fing Phinks ganz plötzlich an, „in deinem Schicksal stand ja, dass du auch sterben sollst. Wobei viel mehr gestorben sind, als die Schicksalsverse gesagt haben. Aber sag trotzdem mal, wie wurde dein Tod beschrieben? Wie wirst du sterben?"
„Verdammt...", murmelte Shizuku bloß, zum ersten Mal seit Ewigkeiten flammte eine kleine Emotion in ihren Augen auf, ein Hauch von... Wut?
„Shizu, alles in Ordnung?", erkundigte sich Phinks, sich fragend, was denn auf einmal mit ihr los war.
„Ja. Es ist nur... Ich weiß es nicht mehr. Ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern, wie ich sterben soll. Wirklich. Sorry", antwortete sie mit ganz ehrlichen Augen.
Womöglich war sie sauer auf sich selbst. Ja, das war sie. Sie war sauer auf sich selbst, da sie es einfach nie schaffte, sich etwas über einen längeren Zeitraum zu merken. Eigentlich war ihr das egal - Aber in Situationen wie diesen könnte sie damit die ganze Truppe ins Verderben reißen. Und das wollte sie auf keinen Fall.
„Ist doch alles gut. Vielleicht erinnerst du dich ja später dara-", fing Phinks an, zu sagen, doch erstarrte auf einmal, als er etwas sah.
Feitan ging es genauso, Shizuku auch.
Die drei blieben stehen.
Auf einer großen, trockenen Freifläche mit braunem Boden.
„Ihr seht das auch, oder hab ich schon den Verstand verloren?", fragte Phinks, leicht verwirrt.
„Nein eindeutig", meinte Shizuku und rückte ihre Brille zurecht, um noch einmal genauer hinzusehen.
„Ich glaube, wir haben das Mafia-Hauptquartier gefunden", fügte Feitan hinzu.
Die drei standen direkt außerhalb des südlichsten Randes der Stadt. Aber in dieser Richtung, noch weiter südlich, wo eigentlich eine noch mehr weite Einöde mit trockenem Boden liegen sollte, lag etwas, das aussah, als wäre es noch ein ganzer Stadtteil.
Da waren Gerüste, große Gerüste, als würden sie hier gerade anfangen, eine Hauptbasis zu bauen, aber was sie sonst noch hatten, waren nur Dinge für den Krieg, der gerade ausgebrochen war.
Der Krieg zwischen der Phantomtruppe und der Mafia.
In diesem Hauptquartier waren unzählige Menschen, Soldaten, die kleineren Fische. Aber es waren viel zu viele.
Und noch dazu hatten sie Panzerfahrzeuge, allerlei Maschinengewehre, Schrotflinten und sogar Raketenwerfer, so weit das Auge reichte.
Diese Wahnsinnigen waren mit dem gesamten Zeug hier nach Yorkshin gerückt, alles nur, um die Phantomtruppe auszulöschen.
Und mit dieser Menge an Waffen und Panzern standen die Chancen gegen die verbliebenen Spinnen gar nicht mal so schlecht.
„Verdammte Scheiße.. Sogar die Soldaten machen ernst!", fluchte Phinks.
„Lasst uns näher rangehen", meinte Feitan.
Und so taten sie das, im Dunkel dieser noch immer anhaltenden Nacht schlichen sie sich immer näher an das Mafia-HQ heran.
Solange, bis sie sich hinter einem Busch versteckten, mit Zetsu bis an die Grenzen, man wusste ja nie, wer dort im HQ war.
„Was machen wir jetzt? Sollen wir den Danchou kontaktieren?", fragte Phinks die anderen beiden flüsternd, damit es auch niemand sonst mitbekam.
Feitan lugte hinter dem Busch hervor.
Er sah die unzähligen Soldaten, Waffen und Panzer jetzt aus nächster Nähe.
„Das sieht echt beschissen aus", knurrte er.
„Wir müssen sie doch irgendwie aus dem Weg räumen können", murmelte Shizuku nachdenklich.
„Gut, aber wie? Naja, wenn wir das geschafft haben, fragst du einen, was mit Shal ist. Auf deine Weise, du weißt schon, Fei!", grinste Phinks. Er malte sich schon allerlei Pläne aus, wie sie das schaffen sollten, wobei die meisten davon wahrscheinlich ein Schlag in den Sand gewesen wären.
Doch Feitan schwieg. Er blickte nur in die Gegend. Böse.
„Feitan, was-?", fragte Phinks verwundert.
Und auf einmal erlosch Feitans gesamtes Zetsu.
Er ließ seiner Aura freien Lauf.
Diese Aura war so wütend, so böse, so böse wie die von Chrollo, aber auf eine andere Weise.
Sie war, als würde Feitans böse Seele direkt aus ihr herausschreien.
„Seht i-ihr das-s-s?", fragte er Phinks und Shizuku. Seine Stimme zitterte vor all der Wut, die in ihm kochte.
Er deutete auf eines der Gerüste. Eins, das relativ am Anfang des HQs lag.
Phinks und Shizuku konzentrierten ihre Blicke darauf.
Und dann sahen sie es.
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A Story about Thieves
FanfictionSie sind die Bösen. Verbrecher. Diebe. Mörder. Nennt sie wie ihr wollt. Aber warum sind sie die Bösen, warum tun sie, was sie tun? Vergesst niemals, auch die Bösen gehen auf Abenteuer. Auch die Bösen wissen, was Kameraden wert sind. Und sie sind unb...
