DANA
Ich mochte Alec vom ersten Augenblick an, er war nicht so wie ich! Ich war zwar auch ein Omega, aber Alec strahlte einfach so eine Stärke aus...das hatte ich noch nie bei jemandem gesehen. Robert hatte mir zwar schon einiges über Alec erzählt, aber er sah nicht so aus, wie ich ihn mir vorgestellt hatte! Normalerweise erwartete man einen gebrochenen Menschen...dem man helfen musste sich wieder zusammen zu setzen, doch so war es nicht. Alec war kalt und hielt wenig von der dickköpfigen Art meines Sohnes, er nahm kein Blatt vor den Mund und sagte Magnus mehr als nur deutlich was er von ihm hielt. Respekt! Als Robert mir gelinkt hatte wie Alec meinen Sohn während der Fahrt in seine Schranken gewiesen hatte, war ich endgültig hin und weg.
Mir gegenüber war Alec zurückhaltend und nett, aber als er mir während des Kochens von seiner Mutter erzählt hatte war er etwas aufgetaut. Ich hatte mich riesig gefreut, als er zugestimmt hatte ab jetzt immer mit mir zu kochen. Dann konnte ich ihm vielleicht helfen sich hier besser ein zu gewöhnen und vielleicht konnte ich ja auch bei Problemen zwischen ihm und meinem Sohn helfen. Als wir fertig mit dem kochen waren, füllten wir die Nudeln in eine Schüssel und dir Soße in eine andere, danach deckten wir den Tisch und stellten das fertige Essen auf den Tisch. „Ist es in Ordnung, wenn du Magnus zum Essen holst? Wenn du nicht möchtest, dann kann ich das natürlich machen." sagte ich, als wir unentschlossen im Flur standen. Alec schien kurz zu überlegen, doch er schüttelte schlussendlich mit dem Kopf. Schade, ich hatte irgendwie gehofft, dass er den ersten Schritt machen würde. „Dann sag Robert Bescheid, er ist da drüben in seinem Arbeitszimmer." entgegnete ich verständnisvoll und deutete auf eine Türe neben der Haustüre. Alec nickte leicht, ehe er in diese Richtung verschwand. Ich selbst machte mich auf den Weg nach oben zum Zimmer meines Sohnes. Leise klopfte ich an die Türe und trat wenig später ein.
Magnus saß auf seinem Bett und starrte einfach nur ins Nichts. „Was ist los?" fragte ich seufzend und setzte mich zu ihm. „Warum kann er nicht einfach mal darauf vertrauen, dass ich weiß, was gut für ihn ist?" schnaubte er frustriert und ließ sich nach hinten fallen. „Er vertraut dir, aber du darfst nicht vergessen, dass er eine eigenständige Person ist. Alec ist zwar ein Omega, aber er hat hart dafür gekämpft frei zu sein. Außerdem denke ich, dass dir etwas Gegenwind mal gut tut, du kannst nicht immer mit dem Kopf durch die Wand mein Schatz." sagte ich und stand wieder auf. „Es gibt Essen. Alec und ich haben gekocht." sagte ich noch, ehe ich wieder nach unten ging, dicht gefolgt von meinem Sohn. Unten im Esszimmer erwarteten uns Robert, Max und Alec, die bereits am Tisch saßen. Sie saßen sich gegenüber und unterhielten sich leise, bis wir uns dazu setzten. „Ist das alles was du kochen kannst?!" brummte mein Sohn amüsiert und dafür hätte ich ihm am liebsten eine verpasst. Alec ging erst gar nicht darauf ein, sondern nahm sich seinen Teller und das Besteck. „Ich habe keinen Hunger." murmelte er nur in meine Richtung und brachte seine Sachen in die Küche, danach verschwand er nach oben in sein Zimmer. „Du bist so ein Arsch, weißt du das!" keifte ich meinen Sohn wütend an und hielt Max dabei die Ohren zu, er sollte solche Ausdrücke nich hören. „Was habe ich denn jetzt schon wieder gemacht?!" wollte er beleidigt wissen und ich ließ Max's Ohren los. „Das ist Alec's Lieblingsessen, er hat das immer mit seiner Mutter gekocht. Nachdem sein Vater seine Mutter getötet hat gab es niemanden mehr, der ihm das Kochen beibringen konnte!" sagte ich mit fester Stimme und wurde darauf hin von meinem Mann und meinen Söhnen überrascht abgesehen. „Das hat er selbst mir nicht erzählt...ich wusste nur, dass sein Vater durchgedreht ist." murmelte Robert verwirrt und stocherte nachdenklich in seinem Essen herum. Magnus saß einfach nur da und sah Betreten auf seine Hände. „ Warum bist du immer so gemein?" wollte Max dann wütend wissen und sah seinen Bruder traurig an.
ALEC
Ich war so unglaublich wütend und traurig, am liebsten hätte ich Magnus dummes Gesicht ins Essen gedrückt! Während ich die Treppe hinauf zu meinem Zimmer lief kullerten bereits einige Tränen meine Wangen hinunter, nicht aus Trauer...sondern aus Wut. Ich heulte vor Wut! Dieser Trottel! Wie kann sowas nur Alpha sein?! knurrte Snow mehr als nur wütend. Ich lief direkt in mein Zimmer und schloss mich dort ein. Reden wollte ich den den nächsten Stunden erstmal mit niemandem! Das Zimmer war relativ groß, an der Wand gegenüber der Türe stand ein großes Bett, rechts und links davon zwei bis zu Boden reichende Fenster. An der linken Wand befand sich eine Türe zum angrenzenden Bad und ein kleines Schlafsofa. An der rechten Wand befanden sich ein großer Spiegelschrank. An der Zimmerseite Richtung Flur befand sich ein Fernseher. Ich ließ mich an der rechten Wand meines Zimmers, an der Außenwand meines Kleiderschranks hinunter rutschen. Ich zog meine Beine an und sah gedankenverloren auf den großen Garten hinaus. Irgendwann driftete ich vollkommen ab.
Alles um mich herum verschwamm und als es wieder klarer wurde konnte ich erst erkennen wo ich war. Ich stand mitten auf einer großen Lichtung, um mich herum war nur Wald zu sehen. Plötzlich schlang jemand von hinten seine Arme um mich und fuhr mit seinen Händen zu meinem Bauch. Ich folgte diesen mit meinem Blick und erschrak fürchterlich! Es war ein kleiner, aber unübersehbarer Bauch! Was?! Wie?! Sofort beschleunigte sich meine Atmung und ich brach in Panik aus, kurz darauf verschwamm wieder alles und ich saß wieder in meinem Zimmer. Erschrocken fuhr ich mit meiner Hand zu meinem Bauch, erleichtert stellte ich fest, dass es nicht real war!
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Lone Wolf
Hombres LoboEin Omega mit einer dunklen Vergangenheit und einer rebellischen Art ,und ein dickköpfiger, sehr erwachsener Alpha... Kann das gut gehen?
