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MAGNUS
Würde ich auf Alec hören? Mh... nein! Ich lief ihm hinterher und hob ihn erneut hoch. Sofort begann er damit zu protestieren. „Bist du taub?! Lass mich runter." rief er, doch das interessierte mich herzlich wenig. Na das kann ja noch was werden. schnaubte Shadow, mein innerer Wolf. Ich konnte ihn schon irgendwie verstehen. Alec war eigenwillig und hatte definitiv keine Angst davor mir zu sagen, was er von mir hielt. Das hatte er schon mehrfach bewiesen! Aber genau das mochte ich an ihm, er sagte mir ganz klar, dass ich falsch lag. Seine rebellische Art gefiel mir! Ich beförderte den noch immer leicht protestierenden Alec in die Krankenstation und setzte ihn auf einem der Betten ab. „Alec!" kam es freudig von Max, der zusammen mit meinen Eltern ein Bett weiter saß. Mein Bruder schien meinen Mate wirklich zu mögen. „Hey, Max. Lange nicht gesehen." witzelte Alec, während sich der Arzt um sein Bein kümmerte. „Ich glaube dein Bruder ist jetzt auch Taub, oder hört der immer so schlecht?" fügte er noch hinzu und Max begann wieder zu lachen, selbst meine Eltern lachten. „Oh man..." brummte ich genervt. „ Er ist nur manchmal schwer von Begriff." sagte mein Vater dann und lief auf Alec und mich zu.

„Was ist passiert?" fragte er dann und sah besorgt auf Alec's Bein. „Ich war in der Schule weil Alec's Lehrer mir gelinkt hat. Er meinte er wäre total weggetreten. Als ich dann ankam war er das auch, bis er „aufgewacht" ist und gefragt hat wo Max ist. Ich habe es ihm gesagt und dann ist er los gerannt. Max wurde von einem Wolf angegriffen, er hat sich dazwischen geworfen. Underistmeinmate." erklärte ich, während ich gegen Ende hin immer leiser wurde. „ Und was?" fragte mein Vater und sah mich fragend an. „Er ist mein Mate." wiederholte ich es lauter. Sofort begannen die Augen meiner Mutter zu leuchten. „Ohhhhh! Ich freue mich so für euch! Du hast so lange nach ihm gesucht!" quietschte sie aufgeregt und zog Alec in ihre Arme. Er sah mich dabei hilflos an. Danach kam sie zu mir und umarmte mich. Ich hatte tatsächlich lange darauf gewartet meinen Mate zu finden, 6 lange Jahre. Ich hatte zwar nicht gedacht, dass es Alec wäre aber trotzdem war ich mehr als zufrieden.

Der Arzt schiente Alec's Bein und stellte sich dann zu uns. „Die Schiene muss noch ein paar Tage dran bleiben, aber dann ist wieder alles gut. Es sah übel aus." erklärte er besorgt und ging dann auf Max's Verletzung ein. „Das Handgelenk ist nur verstaucht, weiter nichts." versicherte er uns und verschwand dann. Erschöpft ließ sich Alec nach hinten fallen. Er sah echt fertig aus, man konnte ihm deutlich ansehen, dass er in den letzten Nächten wohl nicht viel Schlaf bekommen hatte. „Ist da etwa jemand müde?" witzelte ich. „Klappe!" brummte Alec nur. „Na komm! Wir bringen dich mal in mein Zimmer." sagte ich dann grinsend und hob ihn wieder hoch. Dieses Mal beschwerte er sich nicht. Er ließ es einfach zu. Gemeinsam mit meinem Vater brachte ich Alec zu meinem Zimmer und legte ihn mit seiner Hilfe vorsichtig auf dem Bett ab. Ich zog ihm seinen einen Schuh aus und stellte sie neben mein großes Bett. Vorsichtig deckte ich ihn mit einer meiner Wolldecken zu und setzte mich hinter ihn. „Was genau ist er eigentlich?" fragte ich meinen Vater, während ich dem schlafenden Alec mit meinen Fingern durch die Haare fuhr. „Er ist ein Omega." sagte er leise. Was?! Das konnte gar nicht sein! Ein Omega wäre nicht so stark wie Alec. Verwirrt sah ich meinen Vater an. „Alles weitere muss Alec dir sagen. Ich habe nicht das Recht dazu ihm diese Entscheidung abzunehmen." fügte er noch hinzu und ging dann. Was war das denn bitte? Jetzt war ich ja vollkommen verwirrt. Genervt zog auch ich meine Schuhe aus und legte mich zu Alec unter die Decke. Sofort kuschelte er sich instinktiv an mich und ich konnte seinen atemberaubenden Duft einatmen. Er roch einfach unglaublich. Nach Regen. Einfach traumhaft! Schon bald war auch ich eingeschlafen.

ALEC
Ich wachte auf, weil jemand mir mit seinem Griff fast die Luft abschnürte. Als ich meine Augen öffnete sah ich Magnus, der mich mit dem Bauch auf die Matratze drückte und friedlich auf mir schlief. Ich versuchte jämmerlich mich aus seinem Griff zu befreien, doch es klappte nicht. Ich konnte mein Bein kaum bewegen. Toll, ich werde ersticken! Entspann dich... er wacht schon früh genug auf. witzelte Snow. Ha! Ha! Wirklich lustig! Ich versuchte weiterhin mich aus dieser misslichen Lage zu befreien, bis Magnus sich herumdrehte und mich mit sich zog. Ich bekam zwar besser Luft, doch jetzt lag ich mit meinem Bauch auf seinem. „Verdammt ich bin doch kein Kuscheltier!" brummte ich genervt und versuchte erneut mich aus seinem Griff zu befreien. Dieser verdammte..! fluchte ich innerlich. Plötzlich spürte ich etwas an meinem Bein. Das war jetzt nicht sein ernst! Frustriert schnaufte ich und versuchte erneut mich zu befreien, bis Magnus ein erregtes Stöhnen entkam. Sofort hielt ich inne. „Nicht sein Ernst!" murmelte ich und hielt ihm die Nase zu.

Wenig später richtete er sich ruckartig auf, sodass ich jetzt mitten auf seinem meiner Meinung nach ziemlich großen Problem saß. Es dauerte eine Weile bis er begriffen hatte, was hier gerade los war... es dauerte sogar erschreckend lange. Die Röte in meinem Gesicht wurde immer schlimmer. Es war mir dezent unangenehm! „Du verdammter Flohteppich! Wie kann man so tief schlafen!" motzte ich ihn an. Er erwiderte nur ein dreckiges Grinsen. Schnaubend versuchte ich von ihm herunter zu kommen, doch er hielt mich fest. Er zog mich an der Hüfte noch näher an sich. „Oh, nein! Du kannst dich selbst darum kümmern!" brummte ich und deutete nach unten, doch das schien ihn nicht weiter zu interessieren. Er drehte uns herum, sodass ich wieder unter ihm lag.

MAGNUS
Erst als Alec motzend auf mir saß bemerkte ich mein Problem. Ihm schien es etwas peinlich zu sein in dieser Situation auf mir zu sitzen. Er sah niedlich aus, wenn er rot war. Ich drehte uns herum und drückte Alec in die Matratze. „Du verdammter...mhhppff..." begann Alec, doch ich unterbrach ihn, indem ich meine Lippen auf seine drückte. „Schon gut, ich kümmere mich da schon selbst drum." murmelte ich gegen seine Lippen, als ich mich wieder von ihm löste. „Außerdem bist du wohl eher der Flohteppich, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keine habe." entgegnete ich, als ich mich am Fußende vom Bett gleiten ließ. „Du Arsch! Du warst die ganze Zeit wach!" sagte Alec empört und warf ein Kissen nach mir. Ich platzte vor lachen und fing das Kissen.

Lone WolfWo Geschichten leben. Entdecke jetzt