Kapitel 5. Krankenhaus

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Ich hörte ein lautes Piepen und ich konnte auch viele Stimmen wahrnehmen. "Sie kommt wieder langsam zu sich!", hörte ich einer mir fremden Stimme sagen und ich spürte wie jemand meine Hand hielt. So ein Mist aber auch! Ich bin wieder bewusstlos geworden. 

Beim ersten versuch als ich wieder die Augen öffnen wollte, gelang mir dies nicht, genauso wie beim zweiten und dritten Versuch. Erst beim vierten Versuch klappte es. "Hey, da bist du ja wieder. Habe mir schon Sorgen gemacht!", meinte Phil und lächelte. "W...Wo...Wo bin ich?", fragte ich verwirrt und sah um mich herum. 

Als ich zu meiner Hand sah, sah ich das Phil die ganze Zeit meine Hand gehalten hatte. War wer wirklich die ganze Zeit über bei mir gewesen? "Du bist im Krankenhaus. Frederik Seehauser mein Name, ich bin der zuständige Kinderarzt auf der Station!", erklärte mir der Mann freundlich und kam näher. Ich wiederrum versuchte nach hinein auszuweichen. 

Ich brauchte eine Zeitlang bis ich merkte das ich eigentlich in einem Krankenbett lag, in einem großen Zimmer. Wie lange war ich denn überhaupt weg? "Der Arzt tut dir nichts...versprochen. Wir schätzen dich so ein, das du ungefähr 17 Jahre alt bist. Weißt du wirklich nicht wie du heißt?", meinte Phil und setzte sich neben mich. 

Ich jedoch sah nur den anderen Arzt an welcher versuchte näher zu kommen. "Ich glaube sie vertraut nur dir aus irgendeinem Grund. Ich bin dann mal draußen!", meinte er und ging hinaus. Ich atmete erleichtert auf und ließ mich zurück auf den Polster fallen. "...ich weiß nicht wie ich heiße. Er nannte mich immer nur Miststück oder Schlampe...", gab ich von mir und sah traurig aus dem Fenster. "Wie findest du denn den Namen Liana..? Es bedeutet Geschenk des Himmels", schlug mir Phil vor. 

Es war ein wunderschöner Name. "Ein schöner Name!", antwortete ich und dann bekam ich plötzlich ein Lächeln ins Gesicht. "Darf ich oder wir dich dann Liana nennen?", fragte er und sofort stimmt ich dem zu. Endlich hatte ich auch mal einen Namen und noch dazu eine schönen!

Wir beiden lächelten. Mir viel auf das er gar nicht seine Dienstkleidung an hatte. Er hatte seine privaten Sachen an.

LI (...Liana) : Wie lange war ich denn weg...?

PF (...Phil Funke) : Ungefähr zwei Tage. Sie mussten dich notoperierten da die innern Blutungen zu langzeitigen Schäden geführt hätten. 

LI: ...aber du warst doch nicht die ganze Zeit da?

PF: Nein, als du gesagt hast das du Angst hast wollte ich dir eigentlich was sagen, doch dann bist du schon bewusstlos geworden. Ich war jeden Tag hier da ich schauen wollte wie es dir geht. Da du ja anscheinend nur mir vertraust und allen andern nicht, wusste ich das du dich nur von mir untersuchen lassen würdest.

LI: Danke...für die Hilfe. Wenn ihr nicht gekommen wärt hätte er mich umgebracht. 

PF: Die Polizei hat ihn verhaftet, er sitzt in Einzelhaft. Kann ich dich nochmals untersuchen? Nur um sicher zu gehen das alles passt und richtig heilt. 

Ich nickte und ließ ihn näher kommen. Er zog mein Krankenhauskittel hoch begann ein wenig herum zu tasten. "Sag bitte wenn du irgendwo Schmerzen hast!", meinte er und begann wein wenig fester hinein zu drücken. 

"Aua...", sagte ich leise und schluckte schwer. Sofort nahm er den Druck weg und nahm den Verband eine bisschen weg um eine bessere Sicht zu haben. "Was ist da passiert? Es ist ein sauberer Schnitt welcher recht tief ist", meinte er, ging zu einem kleinen Wagen und holte etwas heraus. Ich sah auf die Wunde welche ich schon wieder ganz vergessen hatte. "Da hat er mich mit einem Messer erwischt!", gab ich leise zu und sah das eine Naht aufgegangen war. 

"Der ist verrückt! Liana, ich muss die Wunde wieder zunähen okay? Es tut aus nicht weh, versprochen!", meinte er und setzte sich wieder neben mich. Auch wenn ich wahnsinnige Angst hatte nickte ich einverstanden. Ich traute mich gar nicht hinzusehen. 

PF (...Phil Funke) : Sag mal, gehst du eigentlich in die Schule?

LI (...Liana) : Nein, aber ich mache einmal im Jahr so einen Test vom ganzen Lehrstoff was sie gemacht haben und ich bestehe immer. 

PF: Hast du dir alles beigebracht? 

LI: Ja..! Du musst ja auch nicht in die Schule gehen. 

PF: Ich bin aber auch 2 Jahre älter und somit schon erwachsen! Das ist ein Unterschied. 

LI: Ja Ja, verstehe! 

Er begann zu lachen und war gerade fertig geworden als plötzlich Dr. Seehauser wieder hereinkam. "Darf ich vorstellen, Liana!", meinte Phil mit einem lächeln. Der andere Arzt lächelte, "Schöner Name!", antwortete er und flüsterte Phil etwas ins Ohr, danach ging er wieder. 

Was hatte er ihn ins Ohr geflüstert und hatte es etwas mit mir zu tun? Phil legte die Sachen weg, nahm einen Zettel und einen Stift und begann eine Nummer aufzuschreiben. "Die Besuchszeit ist leider schon vorbei...ruf mich einfach an wenn etwas ist okay? Versuch ein wenig zu schlafen und iss genug!", sagte er und reichte mir den Zettel worauf seine Nummer stand. "Danke, kommst du denn morgen wieder?", antwortete ich und nahm den Zettel entgegen. "Ich komme morgen wieder, versprochen. Ich nehme dir auch noch ein paar Bücher mit wenn du willst, dann ist dir hier nicht so langweilig!", antwortete er, lächelte und verließ den Raum. 

Nun war ich wieder alleine, an einem Ort welcher mir fremd war und wo ich noch nicht die Leute kannte. Das würde eine lange Nacht werden....!

Der Fund der Namenlosen ||ASDS Fanfiction||Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt