Mir gingen die Worte vom Arzt durch den Kopf, welche Worte sollte ich nehmen? Wie würde er bloß reagieren? "Er ist bösartig...muss wahrscheinlich amputiert werden", sagte ich kurz und knapp. Verdammt! Wieso habe ich das so schnell gesagt? Ich wollte es ihm doch ganz anders erklären.
Er sagte kein Wort, das einzige was zu hören war wie jemand im Hintergrund zum schluchzen und Phil wie er laut seufzte.
War er nun enttäuscht oder sauer?
PF (...Phil Funke) : Wir werden das schaffen okay? Egal was passiert, ich werde bei dir sein okay?
LI (...Liana Fabiano) : Aber was ist wenn -
PF: Nein! Dank gar nicht mal daran. Es wird alles gut werden, ganz egal ob du dann ne Protese brauchst oder nicht!
LI: Bin ich überhaupt dann noch gut genug für dich...?
PF: Was sollen denn diese Fragen?! Du bist immer gut genug für mich, es macht für mich keinerlei Unterschied ob du jetzt ein Bein oder zwei hast. Hauptsache du wirst wieder gesund!
Es tat einfach so gut seine Stimme zu hören - die Wörter zu hören. Soll ich es nun wirklich machen? Soll ich wirklich die Operation machen oder meine Zeit noch genießen die mir bleibt?
Franco Fabiano pov:
Als wir draußen auf dem Flur warteten, merkte wie Liana immer nervöser wurde. Ich würde lügen wenn ich sagen würde das ich nicht auch angespannt war, immerhin hat meine Tochter Krebs und gleich würden wir erfahren wie schlimm es ist!
Schließlich kam eine Schwester zu uns und meinte das der Azt Liana in wenigen Minuten sehen würde. Sofort standen wir auf und waren bereit zu gehen bis ich aufgehalten wurde. Was sollte das?!
Man erklärte mir das ich nicht hinein dürfte - so ein Unsinn! Bevor ich jedoch richtig antworten konnte, meinte Liana das es okay sei. Sie nickte und lächelte leicht und auch wenn es mir nicht gefiel, ließ ich sie alleine gehen.
"Schon ein komisches Gefühl oder?", wurde ich gefragt und sah plötzlich Brigitte neben mir sitzen. Was machte sie hier? Hatte sie nicht frei? "Hast du nicht frei?", fragte ich darauf und blickte zu ihr hinüber. Sie grinste nur und nickte, deutete mit dem Kopf auf das Schild der Chirurgie. "Frederik hat mich gebeten zu kommen da er beschädigt ist. Er sorgt sich, genauso wie Lukas und alle anderen. Die kleine Maus ist uns schon ans Herz gewachsen!", erklärte sie. Dankend sah ich sie an. Sie hatte extra ihren freien Tag für uns geopfert.
"Ich weiß nur das...das der Tumor bösartig ist...", sagte ich nach einer Weile. Woher ich das weiß? Da ich hier ebenfalls Arzt bin, weiß ich wo der Pausenraum ist und auch das dort immer über meistens alles geredet wird - auch über Liana und ihren Tumor.
Obwohl ich es mir eigentlich schon gedacht hatte, war es trotzdem ein Schock. Krebs zu haben in diesem Alter ist sehr riskant und ich weiß auch wie die Sterberate aussieht oder die Chancen wieder Krebs zu bekommen. "Wird sie es schaffen...?", fragte sie doch ich hatte keine Antwort.
Ich hatte beim besten Willen keinerlei Ahnung und selbst wenn sie schaffen würde, würde sie sich operieren lassen. Nun war sie 18 und sie konnte alleine entscheiden - es lag also erneut an ihr ob sie leben will. Selbst wenn sie sich dagegen entscheiden würde, würde ich nichts machen können - mir waren die Hände gebunden.
"Ich habe Angst das sie die Operation nicht machen wird....wenn nicht - wird sie sterben!", sagte ich mit Tränen in den Augen.
Vor mir sah ich sie. Ihr Name unter ihrer Mutter eingraviert. Viele Blumen, viele Tränen, viele leere Gesichter.
Das dürfte sie uns nicht antun! Sie darf nicht von uns gehen - nicht nach all dem was sie schon überlebt hatte!
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Der Fund der Namenlosen ||ASDS Fanfiction||
FanficEin Mädchen wird in einer Wohnung gefunden. Bedeckt mit Blut, die Angst sitzt ihr tief in den Knochen. Doch wer war sie und hatte sie überhaupt einen Namen? Was hat es bloß auf sich mit dem Mädchen? Wurde sie Opfer eines grausamen Verbrechens? Und...