Aiden stürmt aus dem Thronsaal, seine Schritte hallen wütend durch die Gänge. Seine Hände sind zu Fäusten geballt, und seine Kiefermuskeln zucken vor unterdrücktem Zorn. „Er kann das nicht einfach so bestimmen!", faucht er. „Ich entscheide, mit wem ich mich vermähle!"
Kian, der ihm gefolgt ist, bleibt ruhig und verschränkt die Arme vor der Brust. „Bruder, beruhige dich. Unser Vater ist der König. Solange du keine Braut hast, wird er seine Entscheidungen für dich treffen."
Aiden wirbelt herum und funkelt seinen Bruder an. „Stellst du dich auf seine Seite?"
Kian seufzt leise und tritt näher. „Wir leben in einer Monarchie, Aiden. Unser Vater ist das Gesetz, so war es immer. Es liegt nicht in deiner Macht, das zu ändern."
Aiden atmet tief ein, seine Schultern heben und senken sich ruckartig. Dann hebt er entschlossen den Kopf. „Dann verzichte ich eben auf den Thron."
Kian lacht trocken auf. „Das würde ich dir nicht raten. Nur weil ich diesen Weg gewählt habe, bedeutet das nicht, dass du es auch tun solltest."
„Warum nicht?" Aiden ballt erneut die Fäuste. „Du hast deine Entscheidung aus einer Laune heraus getroffen!"
Kians Blick wird ernst. „Du weißt genau, warum ich mich gegen den Thron entschieden habe. Ich bin nicht dafür gemacht. Aber du? Du bist seit deiner Kindheit darauf vorbereitet worden. Du bist es, den dieses Reich braucht." Er macht eine Pause und sieht seinem Bruder direkt in die Augen. „Du und deine zukünftige Frau – ihr werdet dieses Land verändern. Es ist an der Zeit, dass du deine Verantwortung annimmst."
Aiden schweigt. Sein Blick wandert von Kian zu mir. Dann tritt er vor, seine Augen brennen vor Entschlossenheit. „Dann heirate mich."
Mir stockt der Atem. „Was?"
„Heirate mich, Thalia." Seine Stimme ist fester, seine Hände greifen nach meinen. „Werde meine Frau. Wenn du mich liebst, dann bleib bei mir. Du wirst meine Königin sein."
Ich starre ihn ungläubig an, spüre die Wärme seiner Finger auf meiner Haut. Mein Herz schlägt schneller, und für einen kurzen Moment stelle ich mir vor, wie es wäre – an seiner Seite zu regieren, Teil dieser Welt zu werden.
Doch dann schüttle ich den Kopf. „Aiden, du sagst das nur, weil du verzweifelt bist. Du suchst eine Lösung, die dir die Angst nimmt." Behutsam entziehe ich meine Hände seinem Griff. „Ich kann dich nicht heiraten. So sehr ich es mir wünschen würde – es geht nicht."
Seine Augen weiten sich. „Aber du liebst mich doch." Seine Stimme bricht beinahe.
Ein Schmerz zieht sich durch meine Brust, und ich kämpfe gegen die Tränen an. „Ja, ich liebe dich." Meine Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern.
„Dann sag mir, warum du mich nicht heiratest."
Eine Träne löst sich aus meinen Augenwinkeln. „Weil ich nicht hierhergehöre, Aiden. Es gibt für uns keine Zukunft. Zumindest keine, die Bestand hat."
Seine Miene verhärtet sich. „Das ist nicht fair. Warum dürfen wir kein Happy End haben?"
„Weil das Leben nicht fair ist. Es ist ein Kampf ums Überleben."
„Und was soll ich ohne dich tun?"
Ich schlucke schwer. „Leben. Weiterleben. Wir haben uns versprochen, die Zeit, die uns bleibt, zu genießen. Mehr können wir nicht tun."
Aiden schüttelt frustriert den Kopf. „Mein Vater wird alles in seiner Macht stehende tun, um uns auseinanderzubringen. Er hat sicherlich bereits Adelige eingeladen, um mir eine dieser Frauen vor die Nase zu setzen."
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Enchanted by you
FantasyFictional Boyfriends can be real ... Ein Bücherwurm in Harvard entdeckt eine Welt voller Magie, als der Protagonist eines Fantasy-Romans plötzlich vor ihr steht und sie gemeinsam zwischen der modernen Welt und einem faszinierenden Königreich Gefahre...
