„Hallo?" meinte ich leise.
„Hey." Brummte mir die bekannte Stimme entgegen. „Was machst du?"
„Ich bin zu Hause und liege im Bett."
„Oh sorry. Did I wake you up?"
"Nein. Ich habe noch nicht geschlafen. Ich bin erst nach Hause gekommen."
„Me too. Hat dir die concert gefallen? Did you like it?"
"Ja. Die Band war toll."
„Mmh."
Einen Moment wurde es still in der Leitung.
„Geht's dir gut?" murmelte ich.
„Ja. I think so. Die Tour macht Spaß. Wir fliegen nach Dublin the day after tommorow für eine kleine holiday. Sightseeing and stuff like that. Sami and me took a flight back to see the concert tonight. How is the studio doing?"
"Sehr gut. Ich habe viel zu tun. Es macht großen Spaß. Wir haben gerade eine Band aus den USA hier."
„Sounds good. Looks like die guy von die Tag I visited you in die studio, got the job and some more, mmh?"
"Was meinst du?"
Ich hörte ihn schnaufen.
„I mean dancing, parties, concerts, ice hockey. By the way, how did you like it? The match at jäähalli?"
Ich nahm den Schwung Sarkasmus in seiner Stimme sehr deutlich war, ebenso, dass er nicht mehr wirklich nüchtern war.
„Samu hast du mich angerufen, weil du wissen willst, wie ich es beim Eishockey fand?" Ich lehnte mich an das Kopfteil des Bettes und lauschte.
„I was surprised, dass wir haben uns gesehen bei die match. I thought, dass du nicht magst icehockey. I mean, I asked you over and over again to join me und du willst nicht kommen mit mir und dann ich sehe dich at die stadium. Espoo Blues, mmh? What the fuck. Diese guy muss machen eine pretty good job to get you there."
"Joonas hat mich überrascht. Ich musste nicht, dass wir zum Eishockey fahren. Hätte ich es gewusst, hätte ich nein gesagt."
„Why?"
„Weil ich Eishockey nicht mag. Das weißt du."
„Maybe it's your thing mit die richtige company."
"Samu, glaub mir, ich freue mich, dass du mich anrufst und ich freue mich deine Stimme zu hören. Aber rufst du mich mitten in der Nacht an, damit ich bei dir Zeugnis ablege, wie ich meine Freizeit gestalte? Es tut mir leid, dass du vielleicht denkst, dass es an dir lag, dass ich nicht mit dir zu einem Spiel gegangen bin. So ist es nicht und ich denke das weißt du auch. Joonas ist nur ein Freund. "
„Sami hat gesagt, dass er ist nicht deine boyfriend. Auch wenn es hat so ausgesehen eine little bit. But maybe he's working on becoming a new boyfriend."
„Selbst wenn es so wäre..."
„Wenn es wäre so, what?"
„Samu, wir sind noch nicht lange getrennt. Ich glaube darüber müssen wir nicht reden. Es klingt fast so als wärst du eifersüchtig."
„I'm not. It's just really strange meeting you bei eine match. That was a punch in my face. Ich weiß nicht. Maybe it feels kinda wrong to me, dass du bist here in Helsinki and we meet at different parties and so on and just... don't talk. It shouldn't be like that."
Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte und wartete, dass er weitersprach.
„We had a good time."
"Ja. Hatten wir." Gab ich leise zurück.
Stille. Ich seufzte.
„Ich dachte du wolltest es so. Du hast gesagt, dass sich nichts zwischen uns ändern würde. Als wir uns auf dieser Party gesehen haben, bist du einfach an mir vorbeigegangen und hast nichts gesagt. Also habe ich es auch nicht getan. Ich dachte das wäre dein Wunsch."
„I know."
„Das wir uns hier über den Weg laufen werden, war doch klar. Ich weiß nur gar nicht, wie ich dir gegenübertreten soll. "
„Ich weiß nicht auch."
Wieder Stille in der Leitung.
„Vielleicht sollten wir doch nochmal darüber reden?"
„Wir machen gerade."
„Ja, aber vielleicht nicht mitten in der Nacht, wenn einer von uns betrunken ist."
Samu schnaufte und ich hörte, wie er an seiner Zigarette zog.
„Maybe."
„Ich hätte im Studio gern die Möglichkeit gehabt noch etwas zu sagen, aber du warst so schnell weg und hast ja auch ziemlich deutlich gemacht, dass meine Worte nichts ändern würden."
„Ja. Maybe. But the technical dude showed up and there was no time left."
"Ich hab in dem Moment allerdings auch alle Hoffnung aufgegeben. Hätte es denn etwas geändert, wenn ich was gesagt hätte?"
„Depends on was du hättest gesagt. Maybe. Ich weiß nicht, if there was any hope at die moment."
"Und wie denkst du jetzt darüber? Du rufst doch nicht an, weil du wissen willst, wie es beim Eishockey war oder ich einen neuen Freund habe."
„Ich weiß nicht." Meinte er leise und blies hörbar den Rauch aus.
Ich seufzte wieder. Ich freute mich unsagbar, dass er angerufen hatte und ja anscheinend an mich dachte, aber dieses Gespräch trat auf der Stelle und ich fand keinen Weg raus.
„Vielleicht solltest du darüber nachdenken ohne Alkohol im Blut. Bring die Tour zu Ende und wenn du reden willst, weißt du, wo du mich findest."
Ruhe.
"Do you think there is any hope?"
Ich schloss kurz die Augen und atmete durch.
„Ich hatte eigentlich gedacht, dass es die gäbe. Ich hatte welche. Bis du gesagt hast, dass du nicht mehr willst. Da habe ich aufgegeben und ich hatte keine Chance dich aufzuhalten."
Er zog wieder an seiner Zigarette.
„Ich dachte, dass es vielleicht ein Zeichen setzten würde, wenn du siehst, dass ich nicht deinetwegen hier bin und ich sehr wohl dazu in der Lage bin das hier allein aufzubauen. Das du siehst, dass ich hier sein will und erkennst, dass ich diesen Ort nicht hasse, dass ich das nur aus Wut gesagt habe. Ich bin gern hier. Ich dachte, dass könnte auch deine Hoffnung wecken, aber als du meintest, dass es nichts ändern würde, hab ich keinen Weg mehr gesehen."
Ich hörte, dass er etwas trank und seufzte.
„It's still strange driving home alone from this kind of events, wenn du bist da auch. Usually wir sind gefahren zusammen home. And now I see you there, but you're not coming with me. This is something I never expected. I thougth it would be much easier. Du bist in LA und ich in Helsinki. End of the story. But it's not."
"Für mich ist das auch fremd. Genauso fremd wie dich zu sehen und nicht mit dir zu reden oder bei dir zu stehen, sondern irgendwo anders im Raum."
„Ja. Das ist strange."
Ich schluckte die Tränen, schnell runter, die sich ankündigten. Ich war so froh, dass er darüber sprach und dass er mir zuhörte. Das Letzte, was ich wollte war ihm jetzt noch die Ohren vollzuheulen. Endlich bekam ich die Chance ihm zu sagen, wie ich mich fühlte und endlich bekam ich mal einen Blick in seine Gefühlswelt. Ich hätte damit nicht mehr gerechnet gehabt.
„I think I still miss you, but I don't know if there is any hope. I don't know how and I'm honest, I don't know how to handle this. There are still a lot of feelings left but trust is none of them."
"Ich vermisse dich auch. Das weißt du. Das habe ich dir gesagt. Daran hat sich nichts geändert. Aber ich kann nicht mehr tun, als dir sagen, wie es um mich steht und das ich hier bin, wenn du darüber reden oder daran arbeiten willst. Ich weiß nicht, wie ich dein Vertrauen zurückgewinnen kann, wenn wir so distanziert miteinander umgehen, wie die letzten Male."
„Proof it! Proof, dass da ist eine reason fur mich to have hope."
"So einfach ist das nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich am Limit meiner Möglichkeiten angekommen bin."
"Why? Weil es ist so schwer to give something to somebody, who can afford everything? I want something, you we both couldn't buy, because it's priceless. You can't buy it. I don't want this fucking studio in my house. I don't want all the money or fame or travels or cars or anything. I want something I could believe in. Proof, that there are enough feelings and trust for me left. Because wenn ich denke an die last meetings we had here in Helsinki, it's hard for me to believe, that you have enough feelings for me left, to have hope in this. Weere you lying, when you said, that there is hope?"
Ich merkte, dass er sich in Rage redete und lauter wurde.
„Natürlich nicht. Ich hatte Hoffnung, bevor du gesagt hast, dass es kein Zurück gibt. Samu, du hast das beendet. Nicht ich."
„Es ist nicht enough, wenn du sagst nur. Du gehst zu die Icehockey match, holding hands mit diese guy. You're flirting and dancing and finally kissing this guy. I wouldn't have called you, wenn ich nicht hätte gewusst, dass du bist gegangen nach Hause alone. Sami saw you pushing him away and I think he would have punched me in my face, if I didn't do this call tonight. And I'm still not sure, ob das war eine gute idea.You say, you want this back. Us! You say, you miss me, but you don't behave like that. But if you can't proof, dass du hast trust in this, dann ich kann nicht haben auch. So proof it! You know your old adress. When you say, you're not lying, then come over and proof it to me!"
"Du weißt, dass ich das nicht mache. Du bist betrunken und ich hab dich verärgert. Vielleicht ist es besser, wenn wir jetzt nicht reden und das ein anderes Mal machen."
„Why? Don't you wanna know what you're gonna miss?" raunte er.
"Samu bitte!"
"What? Da sind viele girls outside, who might be turned on by these words from my mouth."
"Lass uns bitte ein anderes Mal reden."
"I'm in a, I would call it, giving mood tonight." Sagte er dunkel.
"Samu." Flüsterte ich fast flehend.
"Just listen."
Ich verstummmte.
"First, I would take your clothes off without kissing you. Not yet. You would have to wait for this. And then, when I have you naked, I would lay you down on my bed and watch you. Every inch of you. And then I would start from the bottom and I'll work my way up. Slowly and delivery. To give you the chance to truly understand, who is in front of you. To make you realize what you have given up"
Ich fühlte die Hitze in meinem Körper aufsteigen, mein Kopf musste rot sein wie eine Tomate und ich legte verlegen und fast atemlos meine Hand an mein Schlüsselbein, während er hypnotisch weitersprach.
„And then, when you're begging, because I won't stop before you do, I would kiss you. On your lips. And you could taste yourself. And then...."
Mein Atem war flach geworden und ich schloss die Augen. Wahrscheinlich hätte ich mich fragen sollen, was er hier tat und wann dieses Gespräch so eine Wendung genommen hatte. Aber das tat ich nicht. Seine Stimme kroch wie warmes Öl durch meine Gehörgänge und erreichte jedes meiner Nervenenden.
„Und dann?", fragte ich leise nach, als der Film in meinem Kopf nicht weiterlief und es am anderen Ende der Leitung ruhig geworden war.
„Das hängt ab davon how much hope is left."
Das nächste was ich wahrnahm war das Knacken in der Leitung. Samu hatte aufgelegt.
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Ich setzte mich auf die Terrasse und zündete mir noch eine Zigarette an. Sophia heute Abend schon wieder mit diesem Kerl im Schlepptau über den Weg zu laufen, hatte mich wirklich Nerven gekostet. Wäre ich allein auf dem Konzert gewesen, wäre ich gegangen. Das hätte ich mir nicht nochmal gegeben. Bereits auf der Party im Maxime Oy war er mir negativ aufgefallen. Vermutlich wusste er, dass ich ihr Exfreund war und hatte mich deswegen den ganzen Abend im Auge gehabt. Wie er sich aufgespielt hatte. Immer wieder hatte er den Arm um sie gelegt und mich triumphal angeglotzt. Das ich das auch konnte, hatte ich ihm auf der Toilette vorgeführt. Als hätte er mir irgendetwas weggenommen oder hätte den ersten Preis in einer Meisterschaft gewonnen. Was er nicht wusste war, dass ich gar kein Mitspieler war. Er hatte mich erst zu einem gemacht.
Als ich die beiden beim Eishockey getroffen hatte, hatte ich wirklich meinen Augen nicht getraut. Sophia Hand in Hand mit diesem Kerl. Er in einem Espoo-Trikot und sie mit dieser dämlichen Mütze. Beide liefen lachend durch das Forum. Eishockey. Das sie mit ihm dahinging, nach so kurzer Zeit, nachdem ich eine halbe Ewigkeit auf sie eingeredet, ja fast gebettelt hatte mich mal zu begleiten, hatte mich wirklich verletzt. Der Kerl konnte anscheinend irgendwas, was ich nicht konnte. Anders hätte ich mir das nicht erklären können und es hatte mich wirklich wütend gemacht. Ja, sie war frei. Sie konnte tun und lassen was und mit wem sie wollte. Das wusste ich. Aber dieser Kerl tat so, als hätte er den heiligen Grahl ausgegraben und fuchtelte damit vor meiner Nase herum. Was bildete der sich bloß ein. Das der die falsche Mannschaft anfeuerte, war kein Wunder.
Auf dem Konzert heute Abend gaben die beiden dasselbe Bild ab. Sophia sah zwar immer wieder zu mir rüber, wie sonst auch, aber ich konnte ihren Blick nicht deuten. Sie wirkte unsicher. Der Kerl neben ihr war genau das Gegenteil. Wieder legte er den Arm um sie, küsste ihre Schläfe und sah mich finster an. Als hätte ich ihr was getan und er wäre der Retter in der Not. Der hatte doch keine Ahnung. Wäre es mir egal gewesen, hätte ich wahrscheinlich gedacht „Na Junge, dann viel Spaß, ich hoffe deine Nerven sind gut." Aber so war es nicht. Es wurmte mich und das machte mir am meisten zu schaffen. Sami hatte das mitbekommen. Er hatte bemerkt, dass ich immer wieder rübersah und als er von der Bar zurückkam meinte er nur trocken: „Du kannst aufhören ihn mit Blicken zu töten. Sie sagt er sei nicht ihr Freund."
Ich hatte das einfach unkommentiert gelassen. Als ich später zum Rauchen kurz raus wollte, standen die beiden im Windfang. Er lehnte neben ihrem Kopf und sie küssten sich innig. Ich machte sofort kehrt und verzichtete auf die Zigarette. Sami war unbehelligt weitergegangen, verstand meine Reaktion aber anscheinend. Das wollte ich wirklich nicht sehen. Ich hatte das Gefühl einen Stein im Magen zu haben und mein nächster Weg hatte mich zur Bar geführt, um ihn wegzuspülen.
Als Sami zurückkam und sich zu mir stellte grinste er mich debil an.
„Samu, komm runter. Ich bin ehrlich gesagt etwas erleichtert, eine Gefühlsregung zu erkennen, was dieses Thema angeht. Man fragt sich ja ständig, was du eigentlich willst. Ich denke jetzt wissen wir es beide."
„Halt die Klappe." Nuschelte ich nur und stürzte den nächsten Wodka runter.
„Sie ist weg."
„Schön für sie. Ich hoffe sie hat Spaß."
„Allein."
Ich sah ihn an.
„Und? Das heißt ja nichts."
„Er ist geblieben. Wie es aussah eher unfreiwillig."
Er erzählte, dass er beobachtet hatte, dass sie ihn weggeschoben hatte, konnte aber die Unterhaltung nicht verstehen und wollte nicht erwischt werden. Allerdings hatte er gesehen, dass sie auf ihn einredete, er mit der Situation wohl nicht so glücklich war und auch keine überschwängliche Verabschiedung stattgefunden hatte.
„Nicht mal n Händedruck." Grinste Sami und trank einen Schluck seines Biers.
Ich sah ihn nur abwartend an.
„Was?", fragte ich genervt, als er immer noch grinste.
„Samu, wenn du jetzt nicht die Chance ergreifst, dann überlegt sie es sich wahrscheinlich anders."
„Was für eine Chance?" Noch einen Wodka.
„Die Chance dir das zurückzuholen, was du eigentlich haben willst."
„Das kann ich nicht und das will ich auch nicht."
„Doch, das willst du. Du willst Sophia und nichts anders."
„Ich werde mit Sicherheit nicht wieder hinter ihr herlaufen. Das habe ich oft genug getan. Ich mache mich doch nicht zum Affen."
„Samu, Sophia hat schon mehr als einen Schritt auf dich zugemacht. Aber anstatt es ihr gleichzutun, taumelst du 3 Schritt weiter zurück. Sie ist hier. Sie will hier nicht weg. Es könnte so einfach sein. Hör auf so stur zu sein. Niemand sagt, dass du da irgendwem hinterherlaufen sollst. Aber wenn du willst, dass es dir endlich mal besser geht, dann tu auch was dafür. Ruf sie an. Fahr zu ihr. Schreib ihr ne Nachricht oder ne Email oder von mir aus einen Brief. Aber so geht es nicht mehr weiter. Du wolltest das sauber beenden. Das hast du und jetzt? Jetzt ist die Laune noch immer dieselbe. Hör auf mit der Scheiße und hab mal die Eier, das in die Hand zu nehmen. Wenn es sonst um Frauen ging, hattest du auch keine Angst und bei dieser einen, ist alles anders. Hast du mal überlegt, dass es dafür einen Grund gibt? Hör auf dich wie ein zickiges Mädchen zu verhalten."
In dem Moment kam Joonas wieder in den Club. Er wirkte nicht mehr so gut gelaunt und sprach eine Weile mit dem Lichttechniker, der auch auf der Party gewesen war. Als er an uns vorbeiging, sah er mich wütend an. Das triumphale Grinsen war gewichen. Kurz hatte ich überlegt was zu sagen oder selbst zu lächeln, aber das war albern und ich wollte da kein Feuer schüren, dass ihn noch motivierte diesen kalten Krieg weiterzuführen.
Ich sah einfach wieder zu Sami und meinte:
„Ich denk darüber nach, okay?"
Das Ende vom Lied war, dass ich kurz darauf im Taxi nach Hause saß und mir genug Mut angetrunken hatte Sophia anzurufen. Hätte man mir vor einem Monat gesagt, dass ich in diese Situation kommen würde, hätte ich jedem einen Vogel gezeigt. Dieser Kerl hatte mich wirklich animiert, das Gefühl zu bekommen ein Zeichen zu setzen und über meine Gefühle nachzudenken. Sami hatte irgendwie Recht. Ich sah es auch ein. Jedenfalls mir gegenüber. Sie fehlte mir und die Gefühle waren nicht weg. Es änderte aber nichts an der Tatsache, dass ich Sophia nicht traute und das war ein Problem. Sie hatte zwar betont, dass sie mich vermisste und auch in Berlin bereits nicht mit ihren Gefühlen gehadert und sie mir einfach vor die Füße geworfen, aber trotzdem wirkte es auf mich, als wäre sie, was die Verarbeitung dieser Trennung anging schon um Längen weiter als ich. Flirten, tanzen, küssen, Eishockey, Händchen halten. Das tat man doch nicht, wenn man keinerlei Interesse an jemandem hatte. Zumal sie auch noch mit dem Kerl zusammen arbeitete. Worte reichten hier nicht mehr.
Jetzt hatte ich ihr etwas gegeben, worüber sie nachdenken konnte und hoffte, dass sie sich das zu Herzen nahm. Das was sie vor Wochen zu mir in der Küche gesagt hatte, war nicht einfach mit einem „tut mir leid" vergessen. Sie wollte eine Chance? Die hatte sie nun. Aber nachdem ich mich sooft ins Zeug gelegt hatte, sie von einem Leben mit mir zu überzeugen, war es nun an ihr zu beweisen, dass es das war, was sie wirklich wollte und ich würde mich zurücklegen und die Show genießen. Wie sie es sonst auch getan hatte. Sie konnte ruhig wissen, wie es war am ausgestreckten Arm zu verhungern. Natürlich wünschte ich mir jeden Abend, wenn ich ins Bett ging, dass sie neben mir liegen würde. Denselben Gedanken hatte ich ah jeden Morgen wieder. Aber dazu musste sich grundlegend etwas ändern und ich wusste, dass ich mich schwer damit tat Vertrauen aufzubauen. Sie war da nicht anders. Trotzdem war es mir damals gelungen. Ich wollte es ihr ja nicht schwer machen, aber ich stand mir auch selbst im Weg. Ich wollte sie hier haben, aber ich hatte auch Angst. Ich wollte das alles nicht nochmal durchmachen und wenn sie mich wirklich wollte, dann musste sie mühsam die Einzelteile wieder zusammensetzen, in die sich mich gerissen hatte. Ich hatte es bisher nicht gekonnt.
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Heimkehr
FanfictionSamu & Sophia Teil 3. Fortsetzung von "Von der Muse geküsst" und "Klimawandel". Inklusive der beiden OS in meinem Account zu finden. Nach Sophias Rückkehr nach Los Angeles scheint die Trennung von Samu endgültig. Wäre da nicht noch etwas, was sie in...
