Gegen halb 1 klopfte es an meiner Zimmertür.
„Warum hast du eigentlich ein besseres Zimmer als ich?" grinste Alex, lehnte seine Gitarre ans Bett und sah auf das dunkle, beleuchtete Berlin hinunter.
„Ich hab Connections. Ich kenn so einen Kerl, der hat mich hier oben in der Sicherheitszone untergebracht."
„Geiler Typ. Der wusste was er tat."
Ich schüttelte lachend den Kopf und nahm 2 Bier aus der Minibar, öffnete die Flaschen und reichte ihm eins.
„Hat es dir heute gefallen?", fragte er und ließ sich in einen der Sessel vor dem Fenster fallen.
„Ja. Es war toll. Aber in erster Linie bin ich froh, dass wir uns gesehen haben und auch morgen noch Zeit haben. Was machen wir? Essen? Shoppen? An die Spree? Das Wetter soll toll werden. Wir könnten uns Fahrräder leihen."
Alex zog eine Braue hoch und sah mich skeptisch an.
„Ja, ich freue mich eine Nacht durchzuschlafen und morgen fahre ich dann Rad."
„Habt ihr schon alles abgebaut?"
„So gut wie. Ich war soweit fertig. Die Band zieht noch ein wenig um die Häuser."
„Halte ich dich jetzt von irgendwas ab?"
„Nein. Ich hab mich auf nen ruhigen Abend gefreut. Ich glaube die werden auch nicht alt heute. Wir sind alle ein wenig müde und freuen und morgen auszuschlafen und erst übermorgen weiterzufahren."
„Wohin?"
„Nürnberg."
Ich setzte mich ihm gegenüber in den anderen Sessel und trank einen Schluck Bier.
„Fast beneide ich dich ein wenig. Du kommst ja richtig rum."
„Die Zeit geht vor allem schnell rum. Aber es ist entspannt. Ich bin froh, dass ich das gemacht hab. Ist lange her. Du musst mich nicht beneiden. Komm mit."
Ich tippte mir an die Stirn.
„Ich bleibe schön hier, mache mir ein paar schöne Tage mit Sarah und fahre zurück nach Hamburg. Ich habe überlegt schon früher nach Helsinki zu fliegen und ein wenig zu gucken, wie es sich so anfühlt."
Alex nickt.
„Guter Plan. Wir fliegen am 25. zurück. Joonas holt mich am Flughafen hab und dann werde ich 100 Jahre schlafen. Danach könnten wir mal überlegen, wie es weitergeht. Ich brauche Urlaub und ich möchte nach LA. Ich vermisse mein Bett, obwohl ich mich in Helsinki sehr wohl fühle. Trotzdem muss ich langsam mal wieder nach Hause."
„Das verstehe ich. Aber das Gespräch verschieben wir noch, oder?"
„Ja. Sag ich doch. Erstmal kommt die Tour. So, zeig. Was hast du so gemacht?"
Ich stand auf, wühlte in meinen Unterlagen in der Reisetasche und griff nach meiner Gitarre.
„2 Geschosse weiter oben ist ne Lounge. Die haben Fenster bis zum Boden. Abends ist da nicht viel los, meinte Riku. Der war da gestern Nacht, weil er nicht schlafen konnte. Da gehen wir morgen auch mal hoch und nehmen die Gitarren mit. Der Barkeeper hat sich wohl gefreut, dass er ein wenig musikalische Untermalung hatte."
„Gern." Meinte ich und suchte weiter nach den richtigen Zetteln und probierte einige Akkorde aus.
Alex schielte auf meine Unterlagen und hörte gespannt zu, als ich anfing zu spielen. Es dauerte nicht lange und sein Grinsen wurde breiter. Er stand auf, holte seine Gitarre, die noch am Bett lehnte und stieg mit ein.
Die Zeit verging wie im Flug. Immer wieder änderten wir Noten und den Text. Es lief großartig. Das hatten wir ewig nicht gemacht. Nicht nur, weil wir keine Zeit gehabt hatten, sondern auch, weil die Chemie zwischen uns einfach nicht mehr dieselbe gewesen war. Jetzt fühlte es sich wieder an, als hätte es dieses ganze Chaos nie gegeben und das alles wäre nicht passiert. Ich war froh, dass wir wieder bei uns angekommen waren und die Sorgen um unsere Freundschaft abgeschüttelt hatten. Alex war, seit ich ihn kannte, nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken und niemand stand mir näher. Ich hatte große Angst gehabt ihn zu verlieren. Die Angst war nicht unbedingt kleiner geworden, als ich Helsinki verlassen hatte, aber anscheinend hatte der Abstand gut getan und ich hatte endlich Zeit gehabt mich wirklich nur noch auf mich und die Arbeit zu konzentrieren und keine Dramen mit Samu blockierten mich irgendwie. Kaum hatte ich mich in LA so einigermaßen sortiert, funktionierte ich wieder. Ich wachte nachts auf, hatte Melodien im Kopf und konnte nicht einschlafen, ohne es wenigstens mit meinem Handy aufgenommen zu haben. „What's bad for your heart, is good for your art." Ein Schriftzug, der irgendwo in in Alex' Gesamtkunstwerk in die Innenseite seines Oberarms gestochen worden war.
Einige Dinge hatte ich bereits als Demo im Studio aufgenommen und konnte sie ihm heute vorspielen. Sein Gesicht dabei zu sehen war mir heilig und es live zu sehen, war mir hundert Mal lieber, als vor dem Laptop auf meinen Bildschirm zu starren.
Irgendwann gähnte er. Vor uns auf dem Tisch standen 4 leere Bierflaschen und Alex ließ die Gitarre sinken.
„Kleine, das ist geiler Scheiß. Ich liebe dich."
„Ich weiß." Grinste ich überzeugt.
„Machen wir morgen weiter?"
Ich nickte und klappte den Laptop zu.
„Ich will morgen keinen Wecker hören. Kann ich mich melden, wenn ich wach bin?"
„Klar. Mach dir keinen Stress. Ich werde auch ausschlafen."
Er umarmte mich, küsste meine Wange und schloss die Tür hinter sich. Ich ließ mich zurück in den Sessel fallen und klimperte noch ein wenig auf der Gitarre herum. Plötzlich kam mir eine Idee. Alex hatte mich neugierig gemacht, als er von der Lounge erzählte hatte und ich wollte wenigstens mal gucken gehen. Kurz sah ich an mir herunter, war mir aber sicher, dass ich mit meiner grauen Jogginghose, den weißen Turnschuhen und dem schwarzen Langarmshirt den Barkeeper sicher nicht belästigen würde. Ich nahm meine Gitarre und meine Schlüsselkarte und schlich den Flur hinunter zum Fahrstuhl, um 2 Etagen höher zu fahren. Als sich die silbernen Türen des Lifts öffneten und ich heraustrat, sah ich suchend den Flur in beide Richtungen ab. Es war still und kein Mensch war zu sehen. Am Ende des rechten Ganges war ein „Bar and Lounge" -Schild angebracht, das schwach leuchtete und ich ging den Flur runter. Ich hörte leise Gitarrenmusik und dachte schon, ich würde auf Riku treffen, doch Alex hatte ja erzählt, dass die Band dabei war die Bars in Berlin unsicher zu machen. Die Türen zu dem großen Raum waren geöffnet und es brannten nur kleine Lampen auf den Tischen. Hinter der Bar stand niemand mehr. In der Ecke vor dem Fenster leuchtete eine große Stehlampe und darunter auf einer Chaiselongue saß Samu mit dem Rücken zu mir. Die blonden Haare guckten über die Rückenlehne und er hatte eine Gitarre auf dem Schoß. Er spielte immer wieder die gleiche Reihenfolge von Akkorden ab und summte vor sich hin. Vor ihm lag die angekündigte bodentiefe Glasfront, die Blick über die Lichter Berlins freigab. Zu schade, dass hier anscheinend schon besetzt war. Das hier war wirklich ein schöner Ort. Samus Gesicht spiegelte sich in der Scheibe und seine in Falten gezogene Stirn verriet, dass er hochkonzentriert war. Das Summen wurde lauter und ich vernahm ein paar Wortfetzen. Wieder brach er ab und spielte die gleiche Reihenfolge der Melodie auf der Gitarre. Und nochmal und nochmal. Und ein anderer Akkord. Nein, der war es auch nicht. Und noch einer. Nein. Passte auch nicht. Ich hielt noch immer den Hals meiner Gitarre umklammert und kam mir fast dämlich dabei vor, wie ich im Türrahmen lehnte und hier jemandem zuhörte, der das gar nicht wollte. Ich wollte es eigentlich auch nicht, aber der Akkord war wieder falsch und mein Mund war wie immer schneller als mein Kopf:
„Es ist E." sagte ich deutlich.
Erschrocken legte er seine Hand auf die Seiten und sah auf. Er drehte sich nicht um, sondern starrte nur auf die Scheibe vor sich, in der ich mich auch sehen konnte und mich im Glas spiegelte. Nur wenige Meter hinter ihm.
„What?", brummte er.
„Es ist E. Nicht G, auch nicht D und nicht F. Es ist E."
Er sah mich noch immer durch die Scheibe an und rührte sich nicht. Ich merkte wie mein Griff um den Gitarrenhals fester wurde und mir die Situation unangenehm war. Aber das hier war der Moment gewesen, in dem ich zeigen konnte, dass ich mich nicht vor ihm versteckte. Ich hatte keinen Grund dazu. Eigentlich war es mir unangenehm gewesen, dass Alex ihm gesagt hatte, dass ich zu den Konzerten kommen würde und im selben Hotel schlief und er auf Tauchstation gehen sollte. Als hätte ich Angst vor ihm oder wäre noch irgendwie wütend oder verabscheute ihn. Das tat ich nicht. Das hier war auch seine Tour. Ich war hier Gast und ich wollte nicht, dass man mir eine Extrawurst gab und mir den roten Teppich ausrollte. So war ich nicht und ich wollte auch nicht, dass andere das von mir dachten.
„Samu, deine Exfreundin kommt vorbei. Bleib bloß weg. Die will dich nicht sehen und es ist vielleicht besser, wenn ihr euch nicht über den Weg lauft."
Nein, ich hatte ihn nicht unbedingt sehen wollen, aber ich war das Risiko eingegangen und letzten Endes hatten wir uns ja doch auf der Bühne gegenübergestanden. Sogar seine Freundin war dabei gewesen. Eigentlich hatte ich schon alles gesehen, was ich nicht sehen wollte. Wieder sah ich ihn vor mir stehen. An das Geländer gelehnt, die Hände in den Hosentaschen seiner Jogginghose und diesem Blick, als hätte er erwartet, dass ich ausflippen oder schreiend davonlaufen würde. Als würde nun irgendetwas kommen. Als würde er irgendetwas erwarten. Er konnte ruhig wissen, dass diese Idee nicht auf meinem Mist gewachsen war und ich mich nicht vor ihm verstecken wollte oder müsste. Und nun spielte er die falschen Akkorde und sah mich an, als wäre ich ein Geist, der ihm musikalische Ratschläge erteilte.
Noch immer macht er keine Anstalten etwas zu sagen oder sich zu rühren und bevor ich mich doch zum Affen machte, nahm ich meine Gitarre und ging zurück zum Fahrstuhl. Bevor ich einstieg, hörte ich wieder dieselben Akkorde, nur diesmal war der Letzte auch richtig.
Ich hatte ja gesagt es war ein E.
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Als ich mit meiner Gitarre wieder auf meine Etage runterfuhr, hatte ich ein komisches Gefühl im Bauch. Die Show war super gelaufen und auch der Rest des Abends war toll gewesen. Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass es sich die letzten Tage der Tour nicht anders angefühlt hatten und das lag sicher an Sophia. Die Stimmung war eigentlich gut, aber trotzdem war ich irgendwie gehemmt. Eigentlich war das nicht meine Art, aber übermorgen waren wir wieder aus der Stadt verschwunden und der Spuk war vorbei. Vorerst. Was mich in Helsinki erwarten würde, wusste ich nicht. Mir war warm von den Drinks und ich war wirklich müde und froh morgen nicht im Tourbus sitzen zu müssen. Ich liebte Berlin und die Stadt hatte sich für einen freien Tag einfach angeboten. Eigentlich wollte ich noch Freunde treffen, aber ich hatte bereits heute Abend diverse von ihnen beim Konzert gesehen und würde sicher nochmal einen anderen Tag finden, um herzukommen und mehr Zeit zu haben. Irgendwie nahm ich mir das viel zu oft vor und scheiterte dann wieder an meinem eigenen Terminplan. Der Abend hier in Berlin war nun anders verlaufen, als ich es geplant hatte und ich schob diese Gedanken einfach beiseite. Als ich die Tür zu meinem Zimmer leise aufschob, sah ich, dass noch Licht brannte. Mina war noch wach.
„Hey! Da bist du ja. Ich dachte schon die Großstadt hat dich verschluckt."
„Nope." Grinste ich und stellte meine Gibson an die Zimmerwand.
Mina saß im Schneidersitz in einem weißen Trägershirt und einem schwarzen Slip auf dem Bett, klappte ihren Laptop zu und legte ihn auf den Nachtschrank.
„Hattest du einen schönen Abend?"
„Mmmh." Machte ich, kickte meine Sneakers weg, kroch zu meiner Freundin ins Bett, legte mich auf die Seite und lehnte meinen Kopf auf meine Hand. Ihre Haut war immer noch ein wenig braun. Der Rest Sonne, der von Australien übrig war.
„Das Konzert war toll heute. Ich habe ein paar schöne Bilder gemacht. Die Lichter sehen so schön aus auf den Aufnahmen."
Ich lächelte nur und strich über ihren nackten Arm. Mina rutschte ein Stück tiefer, lehnte sich zurück in die Kissen und kuschelte sich an mich.
„Alles okay?"
„Mmh." Machte ich wieder, schloss die Augen und grinste, als ich sie näher zog.
„Willst du schon schlafen? Ich mein, wir müssen morgen nicht früh aufstehen und nicht in so einer blöden, kleinen Kabine im Bus liegen." Flüsterte sie und verteilte kleine Küsse und meinem Ohr. „Und wir müssen auch nicht leise sein oder Angst haben, dass sich jemand den Kopf stößt." Lachte sie leise, schob eine Hand unter mein Shirt und malte Linien auf meinem Bauch. „Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich noch gar nicht müde."
„Nein?", brummte ich und mein Grinsen wurde breiter.
„Mmh mmh." Machte sie, legte ein Bein um meine Hüfte, ihre Hände in meinen Nacken und zog mich auf sich.
Ihre Beine schlangen sich nun ganz um mich und ich stütze meine Unterarme neben ihrem Kopf ins Kissen und vergrub meine Hände in ihren Haaren, als ich sie verlangend küsste. Mina presste ihren Körper dichter an mich und keuchte leise, als ich anfing ihren Hals zu küssen. Nein, so müde war ich dann doch nicht. Die letzten Tage waren wir beide etwas zu kurz gekommen und ich hatte sie ja auch dabeihaben wollen, weil sie diejenige war, bei der ich in dem ganzen Trubel noch zur Ruhe kam. Und die zwei mehr versucht, als gekonnten Nummern in der Schlafkabine im Bus, hatte ich schon fast aus meinem Gedächtnis gestrichen. Es gefiel mir, dass sie die Initiative ergriff, anscheinend genau dieselben Gedanken hatte wie ich und sich nicht zu fein dafür war, das auch auszusprechen.
Ich löste meine Hände aus ihren Haaren, verlagerte mein Gewicht und schob langsam ihr weißes Shirt, dass mir schon beim reinkommen verraten hatte, dass sie keinen BH trug, ein Stück höher, während ich ihr Schlüsselbein küsste. Mina fuhr durch meine Haare und legte den Kopf in den Nacken, als ich tiefer rutschte, mich über sie lehnte und das Shirt dahin beförderte wo ich es lieber sah: Auf dem Boden. Sie biss sich auf die Lippen, als ich mich ihren Brüsten widmete und presste ihr Becken dichter an meinen Schoß. Da hatte es jemand eilig. Ich musste grinsen, löste die Umklammerung ihrer Beine, küsste mich über ihren Bauch und drückte sie an der Hüfte tiefer in die Matratze, während sie mein Shirt zu fassen bekam und es sich zu ihrem auf den Teppich gesellte. Sie zog mich wieder zu sich hoch, schob fast flehend ihre Zunge in meinen Mund, schlang ein Bein um meine Hüfte und drückte mich zur Seite, bis ich unter ihr lang. Meine Hände fuhren über ihren Rücken, als sie sich über mich beugte, um sich dann auf meine Oberschenkel zu setzen, ungeduldig an meinem Gürtel zu zerren und die Knöpfe meiner Jeans zu öffnen. Ich beobachtete sie dabei, wie sie an ihrer Unterlippe nagte, mich lustverhangen ansah, während ich mit meinen Fingern die Tätowierung der Kirschblüten auf ihrem Bein nachmalte. Wenn sie Röcke oder Jeansshorts trug, guckte die Spitze des Astes immer unter dem Saum hervor und jedes Mal viel es mir schwer woanders hinzugucken oder daran zu denken, wie sich das Geäst um ihr Bein wickelte und sich weiter hoch zu ihrer Hüfte zog.
Mina kletterte von mir herunter, griff nach dem Bündchen meiner Jeans und ich hob mein Becken an, um ihr bei ihrer Arbeit etwas entgegenzukommen. Meine Shorts verabschiedeten sich direkt mit den Jeans. Und ja, jetzt hatte ich es auch eilig. Verdammt eilig.
„Hey! Hey! Hey!" lachte ich und sah zur ihr runter. Aber sie verzog keine Miene, kletterte zurück aufs Bett, auf meinen Schoß und ich setzte mich auf, um die Arme um sie zu schließen und heiße Küsse an ihrem Hals zu verteilen, als sie sich langsam auf mir niederließ. Ich lehnte die Stirn an ihre Schulter und hörte uns beide laut aufstöhnen. Wer war eigentlich im Zimmer neben uns? Ich könnte auf dumme Sprüche am morgigen Tag verzichten. Aber eigentlich war es mir auch egal. Jetzt sowieso. Jetzt konnte die Welt da draußen von mir aus untergehen. Mein Kopf schaltete sich vollkommen aus und konzentrierte sich nur auf Minas Bewegungen auf mir. Ich schloss die Arme dichter um sie und küsste, Ihre Brüste, die sich verführerisch vor meinem Gesicht bewegten. Ihre Arme schlangen sich um meinen Nacken und ihre Bewegungen wurden kürzer und ihr Becken kreiste gegen meins. Ich hörte ihr Stöhnen an meinem Ohr und schon ergab sich ihr Körper und ich drückte sich fester an meinen Schoß, als sie anfing in meinen Armen zu zittern. Mein Herz schlug immer schneller und ich fühlte wie ihre Muskeln sich immer enger um mich herum zusammenzogen. Ich lehnte mich zurück, zog sie mit mir und beförderte sie wieder unter mich. Ihre Wangen waren rot und ihre Augen geschlossen, als ihre Hände ziellos über meinen Rücken wanderten, während ich mich jedes Mal tiefer in ihr vergrub. Sie nahm mein Gesicht in beide Hände und schien das Bild zu genießen, als ich kam und auf ihr zusammensackte.
Vollkommen außer Atem und kraftlos hob ich den Kopf und küsste sie ausgiebig. Ich merkte, dass ich noch immer zitterte, als ihr Fuß über die Hinterseite meines Beines strich und in meiner Kniekehle liegen blieb. Fuck! Das hier war der beste Sex meines Lebens und ich war bei weitem kein unbeschriebenes Blatt. Mina strich durch meine Haare und forderte noch mehr Küsse ein, die ich nur zu gern verteilte. Die Sache mit Sophia war aus meinen Gedanken verschwunden und ich fühlte mich herrlich entspannt. Die Tour, der ganze Trubel, das Reisen, die Hektik. Alles war weg. Keine Ahnung wie sie das machte, aber so etwas hatte noch niemand geschafft.
Vorsichtig löste ich mich von ihr und rollte mich auf den Rücken.
„Alles klar bei dir?" lachte sie und sah mich von der Seite an.
„Oh yes." Grinste ich und tastete nach meinem Handy. Es war schon nach 3 und wieder freute ich mich, dass mich morgen niemand wecken würde, außer vielleicht die Frau neben mir. Ich drehte mich nochmal zu ihr rüber, holte mir einen Kuss ab und stieg aus dem Bett, um das Fenster zu öffnen, um mir eine Zigarette anzumachen.
„Du rauchst zu viel." Grinste sie vom Bett aus und kroch unter die Decke.
Den Kommentar konnte sie sich nie verkneifen und ich streckte ihr nur die Zunge raus und sah in die dunkle Nacht hinaus.
Als ich mich zu ihr unter die Decke gesellte und sie sich an mich schmiegte, sah sie mich an.
„Ist wirklich alles okay? Du bist so ruhig heute."
„Alles okay." Lächelte ich und zog sie dichter.
Mina malte die Linien meiner Tätowierung am Unterarm nach und sah dann nachdenklich zu mir hoch.
„Vielleicht solltest du mit Sophia reden, bevor wir abreisen. Ich denke sie sollte endlich die Wahrheit erfahren. Bevor du das noch länger mit dir rumschleppst."
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Heimkehr
FanfictionSamu & Sophia Teil 3. Fortsetzung von "Von der Muse geküsst" und "Klimawandel". Inklusive der beiden OS in meinem Account zu finden. Nach Sophias Rückkehr nach Los Angeles scheint die Trennung von Samu endgültig. Wäre da nicht noch etwas, was sie in...
