Nachdem Essen saßen wir gemeinsam mit unserem Wein auf dem Sofa. Während Samu das Essen auf den Tellern auf dem Küchentresen angerichtet hatte, hatte ich ihn immer wieder von hinten umarmt, war mit meiner Nase daran entlang gefahren und hatte kleine Küsse am Rand seines Shirts verteilt. Er hatte nach meinen Hände gegriffen, die Augen geschlossen und gegrinst. Auch jetzt saßen wir in trauter Zweisamkeit zusammen. Samu hatte den Arm um mich gelegt und lehnte an der Rückenlehne des Sofa, während ich die Beine angezogen hatte, meine Knie an seinem Oberschenkel ruhten und wir uns immer wieder küssten. Aus den Boxen ertönte irgendein finnischer Radiosender, für den ich gar kein Ohr mehr hatte. Die Schmetterlinge flogen irgendwo zwischen Pasta, Rotwein und Oliven in der Gegend herum und ich war auf Samus Lippen konzentriert, die immer noch eher zurückhaltend unterwegs waren. Ich hatte es mir auf die Fahne geschrieben meine Selbstbeherrschung zu behalten, jedoch fiel mir das wahnsinnig schwer. Ich wusste nicht, ob er Zeit brauchte, weil er noch immer unsicher war, was sein Vertrauen anging oder einfach nur Gefallen daran gefunden hatte es bis auf die Spitze zu treiben. Vielleicht hatte er auch keine Hintergedanken dabei und genoss es einfach nur alle Zeit der Welt zu haben. Ich wusste es nicht. Ich für meinen Teil war bemüht Haltung zu bewahren und nahm nur was ich bekam. Seine Regeln. Ich war bereit nicht zu versuchen Grenzen zu überschreiten oder zu viel auf einmal zu verlangen. Vertrauen konnte ich nicht erzwingen, war aber sehr bemüht ihm ein gutes Gefühl zu geben und passte mich an. Etwas, was mir immer sehr schwer gefallen war, aber auf einmal funktionierte es irgendwie. Jedenfalls, wenn ich auf meinen Kopf hörte und nicht auf meinen Bauch, in dem der Schwarm Schmetterlinge immer größere bahnen flog, als Samu vorsichtig mit seiner Zunge gegen meine stupste. Ich schob eine Hand in seine Haare, während ich in der anderen noch das Weinglas hielt. Ich kraulte durch die Haare an seinem Hinterkopf und fuhr mit meiner Nase immer wieder an seiner entlang. Langsam löste er sich von mir, sah mich an und strich meine Haare über die Schulter. Er nah einen Schluck Wein, stellte sein Glas auf den Couchtisch und sah mich abwartend an.
„Was?" lachte ich leise.
Er hielt mir seine Hand entgegen und als ich ihn fragend ansah, griff er nach meinem Glas und stellte es zu seinem auf den Tisch.
„Ich wollte das vielleicht noch trinken." Grinste ich.
„Nope." Meinte er nur, drehte sich zu meiner Seite, drückte mich an der Teile weiter auf das Sofa, bis ich irgendwo zwischen den gelben Kissen auf dem grauen Sofa lag und stemmte seine Hände neben meinem Kopf ab, damit ich Zeit hatte meine Beine zu sortieren. Langsam kroch er zwischen diese und sein Gewicht drückte mich tiefer in die Polster, als es seine Unterarme neben meinen Kopf lehnte und mir die Haare von der Stirn strich. Sein warmer Atem fuhr über mein Gesicht und ich kämpfte mit seiner Frisur, die mir immer wieder versuchte einen Strich durch die Rechnung zu machen, wenn ich einen Blick in seine Augen erhaschen wollte. Ich kämmte die blonden Haare mit beiden Händen zurück und Samu legte den Kopf ein Stück in den Nacken und schloss die Augen. Eine Hand wanderte in seinen Nacken, während die andere über seine Schläfe, runter über seinen Hals bis zum Ausschnitt seines Shirts strich, den ich vorsichtig mit dem Zeigefinger umfasste und ihn tiefer zog. Samu sah mich wieder an, rückte mit seinem Gesicht näher an meins und sagte kein Wort. Ich stupste mit meiner Nase an seine und reckte den Kopf ein Stück. Wieder fuhr er mit beiden Händen über meine Stirn und sein Blick folgte seinen Fingern, bis seine Augen wieder meine fanden. Meine Selbstbeherrschung, klopfte mir auf die Hand, die immer noch am Ausschnitt seines Shirts festklemmte und als ich es losließ, schob sich seine glitt seine Zunge langsam in meinen Mund. Ich fühlte, dass er schwerer auf mir wurde, als würden sich alle Muskeln entspannen und er atmete tief aus, als er sich kurz von meinen Lippen löste und zum nächsten innigen Kuss ansetzte. Ich ließ mich darauf ein, war aber immer noch darauf vorbereitet, dass er wieder bei Tempo 180 die Handbremse anzog. Den Schmetterlingen war das egal. Sie flogen Loopings und Schrauben und freuten sich ihres Lebens.
Samu strich meine Haare zur Seite und fing an meinen Hals zu küssen. Ich legte den Kopf in den Nacken und genoss jede Berührung, die er mir zukommen ließ, während meine Hände über seinen Rücken fuhren. Er verlagerte sein Gewicht, kam auf die Knie und zog mich mit sich in eine aufrechte Position, ohne die Lippen von meinen zu nehmen. Er unterbrach den Kuss nur, um sich sein Shirt über den Kopf zu ziehen und meins folgen zu lassen. Samu drückte mich zurück in die Polster und begann meinen Bauch zu küssen. Seine Zunge verschwand in meinem Bauchnabel als ich mich ihm entgegenwölbte und leise aufkeuchte. Ich hoffte, dass er wusste, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Meine Hände fuhren unkontrolliert durch seine Haare, als seine Lippen über meinen Körper fuhren und eine Gänsehaut nach der anderen losjagten. Es war kaum mehr vorstellbar, dass ich davon überzeugt gewesen war, dass das hier nie wieder stattfinden würde. Das wir miteinander fertig wären und Samu keinerlei Gefühle mehr für mich hatte. Umso unrealistischer kam mir dieser Moment vor, jedoch war der Mann, der gerade dabei war eine Hand unter meinen Rücken zu schieben und meinen BH zu öffnen, um ihn neben das Sofa fallen zu lassen, sehr bemüht mir klarzumachen, dass dieser Moment hier nicht meiner Fantasie entsprang. Samus Hände legten sich auf meine Hüften, als er sich meinen Brüsten widmete und ich merkte, wie mein Atem flacher wurde und ich sah zu ihm hinab. Er schien konzentriert auf sein Handeln, sah aber zu mir auf, als er bemerkte, dass ich ihn beobachtete. Verlangend schob sich seine Zunge wieder in meinen Mund, seine Hände legten sich um mein Gesicht und wieder drückte mich sein gesamtes Gewicht in die Couch, als er wieder auf mir lag.
„Dir ist klar, dass du jetzt nicht wieder aufhören kannst." Flüsterte ich zwischen zwei Küssen und vergrub meine Hände tief in Samus Frisur.
„I won't." brummte er und stürzte sich in den nächsten leidenschaftlichen Kuss und drängte mir sein Becken leicht entgegen. Ich biss vorsichtig in seine Unterlippe und versuchte uns irgendwie auf die Seite zu drehen, aber auf diesem Sofa war eindeutig zu wenig Platz. Ich lachte leise und versuchte unter seinem Arm rauszukommen, aber Samu ließ mich nicht, grinste nur und senkte seine Lippen wieder auf meinen freiliegenden Hals.
„Where are you going?" Ich fühlte wie er an meiner Haut lächelte und sanft in meine Halsbeuge biss.
„Nirgends." Keuchte ich.
„Good." Brummte es zurück.
Vorsichtig strich ich mit meinen Fingern über seine Seiten und wieder drückte er sein Becken enger an meins, als er sich zurück zu meinem Mund küsste und ich schlang die Beine um seine Hüften. Egal wie gut und wie richtig sich das hier anfühlte, ich war so nervös, als hätte ich noch nie mit diesem Mann geschlafen. Mein Herz hämmerte gegen meine Brust und ich hatte das Gefühl fast keine Luft mehr zu kriegen. Mit fliegenden Fingern strich ich seinen Rücken hoch und eine Gänsehaut auf Samus Haut kam mir auf dem Weg entgegen. Als hätte er meine Gedanken gehört löste er sich von mir und sah mich an.
„Alles ok?", flüsterte er und küsste meine Stirn.
„Ja." Meinte ich. „Ich bin irgendwie... ich weiß nicht. Nervös? Das ist albern."
Ich schüttelte leicht den Kopf und sah in das grinsende Gesicht über mir.
„There's no need to."
"Ich weiß. Das ist blöd. Keine Ahnung."
„Just switch your fucking brain off." meinte er und tippet an meine Schläfe. "Or is it because of what I did in Berlin?", fragte er leise und klang etwas unsicher.
„Nein. Auf keinen Fall."
Er zog eine Augenbraue hoch und ich küsste ihn kurz.
„Da steht nichts zwischen uns. Wirklich nicht. Das hier ist anders. Das hat nichts mit Berlin zu tun. Und jetzt hör auf die Stimmung zu versauen mit solchen Themen." Grinste ich.
Er lachte leise und ich ließ mich auf den nächsten Kuss ein. Wieder fuhren seine Lippen über meinen Hals und meinen Oberkörper, bis runter zu meinem Bauch. Samu öffnete meine Jeans, zog sie aus und ließ sie zu unseren anderen Sachen auf den Boden gleiten. Seine Hände strichen über meine Beine, als er sich am Bündchen meines Höschens entlangküsste und mein Kopf war aus. Wie leergefegt. Ich ließ die Schmetterlinge fliegen und konzentrierte mich auf seine Berührungen. Wieder kam er zu mir hoch und ich fingerte an seinem Gürtel rum, als er an meinem Hals angekommen war. Wie zufällig strich ich dabei über seine Erregung in seinen Jeans, die verzweifelt einen Weg nach draußen suchte. Samu stöhnte leise an meinem Ohr, vergrub sein Gesicht an meiner Schulter und verharrte kurz. Wieder strich ich langsam über die Wölbung und fühlte wie seine Muskeln unter meiner Hand, an seinem nackten Rücken, zuckten und er sich enger an mich presste. Seine Hände umfassten meine und schoben sie zur Seite.
Ich sah ihn fragend an, als er den Kopf hob und mich dunkel ansah. Samu setzte sich wieder auf seine Knie und zog mich mit sich hoch vom Sofa. Er schaltete die Anlage aus und schob mich Richtung Schlafzimmer. Seine Hände lagen an meiner Taille und er küsste meinen Hals als er mich vor sich her dirigierte. Er schaltete das Licht ein, ging an mir vorbei, nahm meine Hand, setzte sich auf die Bettkante und zog mich rittlings auf seinen Schoß. Ich umschlang seinen Nacken und wieder begann die Knutscherei von vorn. Ich drückte ihn vorsichtig zurück auf die Matratze, küsste seinen Hals, sein Ohrläppchen und setze meinen Weg über seine Brust fort, während ich jedes Geräusch genoss, dass er von sich gab und Muster auf meine Schultern malte. Ich küsste mich über seinen Bauch, rutschte von ihm runter, öffnete seine Jeans und zog sie ihm aus. Samu setze sich wieder auf, zog mich an der Hüfte zu sich und zog mir unter Küssen den schwarzen Slips aus. Seine Arme schlangen sich um meinen Rücken, seine Zunge spielte mit meinen Nippeln und ich ließ den Kopf nach hinten fallen. Er sah zu mir hoch, erhob sich vom Bett und stieg aus seinen Shorts. Als er wieder Platz nahm, legte er seine Hände an meinen Po und zog mich wieder auf seinen Schoß. Seine Küsse wurden fordernder und ich fühlte seine Erektion hart an meiner Mitte pochen. Vorsichtig legte ich eine Hand darum und Samu sog scharf die Luft an und lehnte seine Stirn an meine Schulter, als ich langsam seine Längen entlangfuhr. Sein Griff in meine Kehrseite wurde fester und er hob den Kopf und sah mich an. Quälend langsam legten seine Lippen sich wieder auf meine und ich entließ ihn aus meinem Griff und rückte mit meinem Becken näher an ihn. Ich lehnte mein Gewicht auf meine Knie, und ließ mich langsam auf ihm herab. Samu stöhnte kehlig auf und ich biss mir auf die Unterlippe und lehnte meine Stirn an seine. Ich wartete einen Moment, legte meine Hände in seinen Nacken und zwirbelte seine Haare in meinen Fingerspitzen. Er lehnte den Kopf zurück und brummte leise unter mir. Meine Arme schlangen sich um seine Schultern und langsam fing ich an mich zu bewegen. Samus Hände fanden meine Hüften und er sog die Haut an meinem Hals zwischen den Lippen ein. Ich keuchte leise, ließ meine Hüften immer wieder vorsichtig kreisen und er ließ sich zurück auf Bett fallen. Eine Hand blieb an meiner Hüfte, die andere strich unaufhörlich über meinen Körper. Ich lehnte mich zu ihm runter, küsste ihn leidenschaftlich und Samu griff nach meinen Händen und verschränkte unsere Finger neben seinem Kopf. Immer wieder stöhnte er leise, streckte den Kopf in den Nacken und bewegte sich quälend langsam gegen mich. Ich merkte, wie sich die Hitze in meinem Schoß immer weiter ausbreitete und bewegte mich unwillkürlich schneller auf ihm. Samu schob mich hoch, setzte sich wieder auf und rollte mich zur Seite, bis er auf mir lag. Er wartete kurz, strich mir die Haare aus dem Gesicht und fing unter vorsichtigen Küssen wie in Zeitlupe an sich zu bewegen. Immer wieder suchte er Blickkontakt, lächelte mich liebevoll an, suchte mit seiner Zungenspitze seinen Mundwinkel ab und stupste gegen meine Nase. Meine Hände strichen über seinen Hals, hoch durch seine Frisur, die immer wieder versuchte seine Augen zu bedecken, und wieder runter über seinen Rücken, bis sie auf seinem Hintern liegen blieben. Samus Atem wurde immer flacher und als er sich immer tiefer in mir versenkte, krallte ich mich in seinen Rücken und kam keuchend und zitternd zum Höhepunkt. Samu drosselte das Tempo, küsste meinen Hals, schob seine Hände unter meinen Rücken und zog mich mit dem Becken noch enger an sich, als er seine Stirn an meine lehnte, die Zähne aufeinander biss und schließlich auf mir zusammensackte. Sein Gesicht rutschte neben meines ins Kissen, während er sich noch langsam in mir bewegte und die Daunen zu beatmen schien.
„Jesus." Brummte er ins Bettzeug, zog seine Arme unter meinem Körper hervor, lehnte sich neben meinen Kopf und nahm mein Gesicht in beide Hände. Ich seufzte leise und genoss die kleinen Küsse, die er an meinen Wangen und meinem Hals verteilte.
„Ich like this sound."
Ich fühlte sein Lächeln an meiner Haut und musste grinsen. Sanft malte ich mit meinen Fingern seine Wirbelsäule nach und merkte, wie er noch immer leicht zitterte. Nochmal lehnte er sich in einen tiefen Kuss und rollte sich langsam von mir runter und zog mich an seine Brust. Ich platzierte einen Kuss an seinem Schlüsselbein und schlang einen Arm um seinen Bauch. Samus Finger strichen über meine Schulter und er küsste meine Stirn.
„Ich hab das vermisst." Meinte ich leise, zog die Decke über uns und malte Linien um seinen Bauchnabel.
„Ich auch." Brummte er. „I thought maybe we should have wait a little longer. I was afraid, dass du bist vielleicht nicht so sure, wegen die Ding in Berlin. But I wanted this so much the whole day."
Er machte eine Pause, legte seine Lippen an meine Stirn und sprach weiter:
„Last time es war different. I was just testing how it feels for me being so close to you again. But the day was so nice and maybe ich war eine wenig more directed by meine feelings."
"Vergiss die Sache in Berlin bitte. Ich hab es längst getan. Da waren wir beide nicht Herr unserer Sinne und ich denke in solchen Situationen macht man Fehler. Man fühlt sich schlecht, vergisst, was richtig und falsch ist und da tut man die falschen Dinge, um sich besser zu fühlen."
„Yes. I thought I might feel better, when I could hurt you emotionally. That was wrong. I think ich hätte nicht gemacht, wenn du nicht gesagt hättest, that you missed me and I was such an asshole to exploit that. The secret is: I was kind of happy, that you said that, but it confused me. Es war die wrong moment for me. I was a little drunk and angry."
Sofort beschlich mich ein schlechtes Gewissen, weil er eins hatte. So musste Alex sich auf dem Boot gefühlt haben.
„Schluss jetzt mit den Beichten. Wir sind erwachsen. Ich bin nicht sauer."
Ich drehte den Kopf zu ihm hoch und wartete, bis er mich ansah. Er nickte stumm. Nochmal fanden sich unsere Lippen ich strich mit meiner Nase an seiner entlang. Samu hatte die Augen geschlossen und brummte leise.
„Bist du müde?"
„Yes." Meinte er tief.
„Lass uns schlafen."
Samu stellte den Wecker seines Handys, schaltete das Licht aus und schmiegte sich an meinen Rücken.
„Night babe." Brummte es an meinem Ohr, als er kleine Küsse in meinen Nacken hauchte.
„Hast du mich gerade „Babe" genannt?" fragte ich grinsend.
„I call you however I wanna call you."
"Spinner." Lachte ich und boxte mit dem Ellenbogen leicht gegen seine Brust.
Er lachte leise, verteilte weiter Küsse an meiner Schulter und war kurz darauf eingeschlafen.
Egal wie schön der Abend gewesen war und wie sehr ich seine Nähe genoss. Das schlechte Gewissen drückte sich diesmal mehr in den Vordergrund. Nachdem er nun so ehrlich zu mir gewesen war und wir miteinander geschlafen hatten, fühlte ich mich nicht gut. Ich hatte ihm die Entscheidung abgenommen mir wieder so nahe sein zu wollen, ohne zu wissen, was mir auf der Seele brannte und ich wusste, dass er mir das übel nehmen würde.
DU LIEST GERADE
Heimkehr
Fiksyen PeminatSamu & Sophia Teil 3. Fortsetzung von "Von der Muse geküsst" und "Klimawandel". Inklusive der beiden OS in meinem Account zu finden. Nach Sophias Rückkehr nach Los Angeles scheint die Trennung von Samu endgültig. Wäre da nicht noch etwas, was sie in...
