Nachdem ich die letzte Stunde damit verbracht hatte zu heulen, mir dann das Gesicht gewaschen und mir noch eine Zigarette angemacht hatte, wusste ich nicht, wie ich diese Nacht überstehen sollte. Ich war todtraurig. Das Samu selbst auf meinen, nicht geplanten, Gefühlsausbruch sarkastisch reagiert hatte und mich einfach stehen ließ, hatte mich sehr enttäuscht. So schlimm hatte ich mir das Wiedersehen nicht vorgestellt. Wäre er einfach weitergegangen hätte ich das nicht nicht so schlimm gefunden wie die Tatsache, dass er sich um meine Situation noch lustig machte. Lag das am Alkohol oder war das wirklich sein Ernst? Ich konnte es nicht einschätzen. Der Draht, den wir mal zueinander gehabt hatten, war anscheinend durchschnitten. Er hatte ihn durchschnitten. Einfach so. Mit seinen Worten. Wie mit einem Messer durch weiche Butter. Ohne Mühe.
Ich drückte meine Zigarette aus, nahm mir eine kleine Flasche Rotwein vom Tisch und füllte sie in ein Glas. Wenn ich morgen schon ohne Erfolg zurück nach Finnland flog, dann konnte ich auch Kopfschmerzen haben. Wahrscheinlich merkte ich das nicht mal, weil es mir so schlecht ging. Das war meine Chance gewesen und ich hatte sie vertan. Nein, eigentlich hatte ich sie nicht vertan. Ich hatte gar keine Chance gehabt. Samu hatte mir keine gegeben und war dann gegangen. Ich wollte ihm nicht direkt eröffnen, dass ich wegen ihm hier war und hatte es auf die Arbeit geschoben, aber es mir anders überlegt und die Wahrheit gesagt. Ich dachte das würde ihn berühren, aber er legte es als Lüge aus und das war das Ende der Geschichte. Ich wollte ihn nicht unter Druck setzen oder ihm das Gefühl geben, dass ich eine Gegenleistung erwartete. Er sollte mir nicht verzeihen, weil ich wegen ihm hergekommen war. Ich wollte nur, dass er wusste, was er mir bedeutete.
Ich nahm noch einen Schluck Wein und sah auf die Uhr. Sarah schlief sicher schon und Alex wollte ich jetzt nicht anrufen. Erst morgen, wenn ich zurück war. Jetzt war ich zu emotional und es kam mir blöd vor ihm jetzt die Ohren vollzuheulen.
Ich stellte das Glas auf den Tisch und sah auf die Uhr schon halb 3. Ich wollte zwar erst um 12 auschecken, aber es schien trotzdem eine kurze Nacht zu werden. An Schlaf war nicht zu denken.
Es klopfte an der Tür. Wahrscheinlich war es Sami, der mir jetzt erzählen wollte, dass Samu ihm den Kopf gewaschen hatte und jetzt mit der Malibu-Barbie aufs Zimmer gegangen war. Ich zupfte mein Kleid zurecht und schlich barfuß zur Tür. In dem Moment, als ich erkannte wer vor der Tür stand, hielt ich die Luft an.
Samu stand ihm Türrahmen, die Händen in die Hüften gestemmt und er musterte mich. War das jetzt Runde 2? Waren ihm noch ein paar Gemeinheiten eingefallen, die er loswerden wollte. Er sah nicht danach aus, als wenn er sich entschuldigen wollte. In seinen Augen glitzerte immer noch Wut und seine Haltung zeigte keinerlei Unsicherheit. Er stand wie angewurzelt im Türrahmen und sah mich immer noch an.
Ich zog fragend die Augenbrauen hoch.
„Willst du reinkommen?" fragte ich unsicher und öffnete die Tür ein Stück weiter. Stumm trat er ein und ging ins Zimmer durch.
Ich schloss die Tür und blieb unsicher stehen. Samu stand vor dem Tisch und sah sich im Raum um.
„Willst du was trinken?"
Er nickte.
Ich nahm die Rotweinflasche. Goss etwas in ein zweites Glas und reichte es ihm.
„Danke."
Er nahm einen Schluck, steckte seine freie Hand in die Hosentasche und blickte wieder durchs Zimmer.
„If these walls could talk." meinte er ruhig.
Ich lächelte.
"There are a lot of memories in here."
Auch für mich war dieser Raum voller Erinnerungen. In erster Linie die an unsere gemeinsame Zeit. Hier hatten wir das erste Mal wieder gemeinsam in einem Bett geschlafen, Filme gesehen, gegessen, uns ausgesprochen. Hier hatte ich ihm gesagt, dass ich mit ihm zusammensein wollte und hier hatte ich ihn verkatert unter einem Haufen Glitzerkonfetti nach der After-Show-Party gefunden. Diesen Raum hatten wir am Ende gemeinsam verlassen, bevor wir nach LA geflogen waren.
"Ja, das stimmt." Sagte ich leise und zwirbelte wieder nervös an meinen Haaren.
Ob es ihm auch so ging. Ob er dieselben Gedanken hatte? Ob diese auch positiv waren? Er schien nicht hergekommen zu sein, um zu streiten, aber er machte auch nicht den Eindruck, dass er sich wirklich entspannte. Noch immer stand er wie angewurzelt da und hielt sein Glas fest. Sein Blick verriet nichts.
„Ich hab gesehen, dass 3 neue, alte Platten in der Sammlung sind." Ich ging zum Regal rüber und wollte eine rausziehen, als sich zwei Hände von hinten auf meine Hüften legten. Ich zuckte kurz erschrocken zusammen und stoppte meine Bewegung.
„Ich habe nicht gesprochen von die records." Hörte ich ihn dunkel an meinem Ohr, als er mit einer Hand meine Haare zur Seite schob. Sein Atmen strich über meinen Nacken, bevor seine Lippen sich auf meine Haut senkten.
„Ich habe gesprochen von die memories we made here. In this room."
Was zum Teufel war hier los? Sofort fuhren sämtliche Gedanken in meinem Kopf Achterbahn. Hatte Flower-Power-Barbie keine Lust mehr auf ihn? Hatte er es sich anders überlegt? War das hier ein Versöhnungsakt? Hatte Sami ihm ins Gewissen geredet? Ich verstand die Welt nicht mehr. Warum tat er das? Warum war er hier? Er küsste meinen Nacken, strich mit seiner Zunge über die hervorstehenden Wirbel und zog vorsichtig den Reisverschluss meines Kleides ein Stück runter.
Mein Kopf überlegte noch, ob das hier gerade wirklich passierte und weigerte sich die Arbeit einzustellen. Der Rest meines Körpers wusste nicht, was er tun sollte. Meine Haut produzierte gegen meinen Willen eine Gänsehaut und in meinem Magen tobte ein Sturm, der nicht vom Wein herrührte.
Langsam drehte ich mich zu ihm um und sah ihn an. Seinen Blick konnte ich nicht deuten. Ich bildete mir ein immer noch einen Funken Wut zu sehen. Vielleicht ein wenig Leidenschaft. Ich wusste es nicht.
Er lehnte seine Stirn an meine, legte eine Hand zurück an meine Hüfte und zog mit der anderen den Reißverschluss bis zu meinem Steiß hinunter.
Ich fühlte seinen Atem auf meinem Gesicht und der vertraute Duft umgab mich. Ich hatte gedacht das nie wieder riechen zu können. Nie wieder seine Hände auf meiner Haut zu fühlen.
„Samu, wir sollten...." Meinte ich leise und wurde sofort von ihm unterbrochen.
„Shhhhh. I'm tired of talking."
Er zog mich an der Hüfte Richtung Bett und trat wieder hinter mich, als er mir das Kleid über die Schulter schob und meinen Hals küsste.
Mein Kopf schien den Dienst langsam zu quittieren. Ich konnte seine Aktion hier nicht einordnen, aber das was er tat fühlte sich so gut an und so vertraut, dass ich einfach nicht mehr nachdenken wollte. Vielleicht brachte reden nichts und mein Kopf hatte sie letzten Tage so viel gearbeitet und gegrübelt. Er protestierte zwar noch, aber hatte keine Chance gegen Samus Präsens. Das hatte er noch nie gehabt. Mein Kleid fiel mit einem leisen Rascheln um meine Knöchel und Samu ließ meinen BH folgen, während er meine Schultern küsste und mit einem Finger meine Wirbelsäule runterfuhr. Ich keuchte leise und schloss die Augen. Es war eh schon alles zu spät und ich konnte seinen Berührungen nicht widerstehen. Er hatte mir so sehr gefehlt und das hier fühlte sich an, als wäre nichts passiert. Als wäre er erst gestern durch seine Haustür verschwunden und alles andere dazwischen hätte nicht stattgefunden. Samus Hände schlossen sich um meine Brüste und ich lehnte den Kopf zurück an seine Schulter, während er gierig meinen Hals küsste. Eine Hand strich meinen Bauch hinunter und er presste sich enger an mich, als seine Finger in meinen Slip wanderten. Ich griff nach hinten in seine Haare und stöhnte leise auf, als er langsam anfing mich zu massieren.
Samu wusste, was er tun musste, um mich um den Verstand zu bringen, egal wie unvernünftig und dumm das hier war. Ich wollte ihn so sehr wie noch nie zuvor. Aber konnte uns das wirklich helfen? War das unser Rettungsboot? Sex? Sicher löste es unsere Probleme nicht, aber ich liebte diesen Mann so wahnsinnig, dass ich bereit war nach jedem Strohhalm zu greifen, der sich bot, um ihm irgendwie nahe zu sein. Er zog mich magisch an und selbst, wenn ich gewollt hätte, ich konnte nicht widerstehen und es brachte uns sicher nicht weiter auseinander, als wir es eh schon waren.
Vorsichtig biss er in meine Halsbeuge und mein Kopf fiel ein Stück mehr zur Seite. Er schob mich ein Stück von sich. Ich merkte, wie er sich das Shirt auszog und es neben uns auf den Boden fallen ließ. Ich drehte mich zu ihm um, fuhr mit meinen Händen über seine Brust und sah ihn an. Sein Blick war noch immer derselbe. Dunkel, lustverhangen und noch immer eine Spur wütend. Es wirkte ein wenig, als würde er durch mich hindurchsehen. Aber überzeugt, dass er das hier wollte. Auf einer anderen Ebene schienen wir gerade nicht zu funktionieren. Langsam legte ich meine Hände in seinen Nacken, stellte mich auf die Zehenspitzen und wollte ihn küssten. Samu griff in meine Haare, zog meinen Kopf zur Seite und widmete sich wieder meinem Hals, während er mich den letzten Meter Richtung Bett schob. Ich fuhr über seinen Rücken und küsste seine Schulter. Er griff unter meinen Po hob mich ein Stück hoch, kniete sich auf die Matratze und ließ sich mit mir in die Baumwolle fallen. Er schob mich ein Stück weiter nach oben, küsste sich über mein Schlüsselbein runter zu meinen Brüsten und biss vorsichtig in meine Nippel. Ich stöhnte laut auf, vergrub meine Hände in seine Haare und legte den Kopf in den Nacken. Ich fühlte, wie er seinen Gürtel öffnete und hörte das klirrende Geräusch der Schnalle, das wie Musik in meinen Ohren klang. Als er meinen Bauchnabel küsste und seine Finger sich in mein Höschen hakten, um es über meine Beine zogen, sah ich zu ihm runter. Samu war konzentriert auf sein Handeln und sah mich nicht an. Er stand kurz auf, ließ meinen Slip zur Seite fallen und kletterte aus seinen Jeans und Short, kickte sie Sneakers weg und zog seine Socken aus. Ich lehnte mich auf meine Unterarme und beobachtete ihn lächelnd. Hunderte Male hatte ich ihn nackt gesehen, aber niemals hatte er dabei so präsent auf mich gewirkt wie heute. Ich krabbelte an die Bettkante, kniete mich auf die Matratze und legte meine Hände auf seine Schultern. Langsam kam ich seinem Gesicht näher, fühlte seinen flachen Atem auf meine Haut und stupste seine Nase mit meiner an. Samu nahm mein Gesicht und beide Hände und sah mich an. Er schob meinen Kopf ein Stück zur Seite und küsste meine Schulter, legte eine Hand auf meine, die noch immer auf seiner Schulter lag, schob sich langsam, aber bestimmt über seinen Oberkörper weiter hinunter zu seiner Erektion. Er keuchte leise an meinem Ohr, als ich ihn fest umfasste und meine Hand anfing zu bewegen. Er hob den Kopf und ließ ihn in den Nacken fallen. Ich küsste seinen Hals, saugte an seinen Nippeln und verstärkte den Druck auf seine Erektion, die in meiner Hand immer größer und härter wurde. Er griff mit einer Hand an meinen Hinterkopf und drückte meinen Kopf vorsichtig ein Stück tiefer. Samu war noch nie darum verlegen gewesen mir zu zeigen worauf er Lust hatte und was ihm gefiel und sein lautes Stöhnen, hallte durch den Raum, als ich mit der Zunge über seine Spitze leckte und ihn dann langsam in meinen Mund gleiten ließ. Er legte die Hände an meinen Kopf, gab sachte das Tempo vor und sein Becken kam mir in sanft-rhythmischen Stößen entgegen. Ich versuchte den Blickkontakt aufrecht zu erhalten, aber er sah nur kurz zu mir runter und ließ den Kopf wieder in den Nacken fallen und schien es in vollen Zügen zu genießen. Seine Finger strichen meine Haare zurück und der Griff um meinen Kopf wurde fester, während ich ihn weiter verwöhnte. Langsam leckte ich seinen Schaft entlang und nahm ihn erneut tief in mich auf. Seine Bewegungen wurden ungestümer, sein Stöhnen lauter, seine Atmung heftiger, der Rhythmus schneller, mein Saugen intensiver, meine Berührungen stärker und seine Hände krallten sich in meine Haare. Plötzlich stoppte er packte mich an den Schultern und schubste mich zurück in die Laken. Kaum hatte ich begriffen, wo ich war, griff er nach meinem Fußgelenk, drehte mich auf den Bauch und kniete sich auf die Matratze. Samu griff nach meinen Hüften, zog mich auf die Knie und mich dichter an sein Becken. Langsam beugte er sich vor, stützte sich mit den Händen neben mir ab und küsste meinen Rücken hoch von meinem Steiß bis zu meinem Nacken. Eine Gänsehaut nach der anderen überrollte mich und ich ließ keuchend den Kopf nach unten fallen und stütze mich mit den Unterarmen auf der Matratze ab. Ein Arm schlang sich um meinen Bauch und er rückte noch dichter, küsste meine Schulter und positionierte seine pochende Erektion an meinem Eingang. Er beugte sich noch weiter über mich, seine raue Zunge leckte über meinen Hals und ich machte ein Hohlkreuz, in der Hoffnung er würde endlich in mich rutschen. Sein Griff um meinen Bauch wurde fester und er biss grob in meine Schulter, als er sich fast schmerzhaft mit einem tiefen Stoß in mir vergrub. Ich hörte ihn laut an meinem Ohr stöhnen, als er sein Becken noch dichter an mich drückte und sein Kinn an meine Schulter legte. Sein Gewicht drückte meinen Oberkörper in die Matratze und ich legte meine Wange auf das Laken. Wieder stieß er heftig zu und pausierte. Er erhob sich ein Stück und sein Schraubzangenarm um meinen Bauch löste den Griff und fuhr höher um meine Brust zu umfassen. Ich hob den Kopf wieder vom Bett und Samu küsste meine Schulter als er anfing sich regelmäßiger zu bewegen. Er legte seine Stirn auf mein Schulterblatt und seine Hand wanderte wieder über meinen Bauch. Wieder wickelte sich sein Arm um meine Hüfte und zog mich mit sich hoch auf die Knie. Ich lehnte meinen Kopf zurück an seine Schulter. Seine andere Hand strich über meinen Körper hoch und ich sah im Augenwinkel, wie er sich über die Finger leckte und zielsicher an meiner Mitte platzierte. Ich stöhnte auf und zuckte leicht zusammen. Ich drehte den Kopf ein wenig zur Seite, griff mit einer Hand in seinen Nacken und wollte sein Gesicht zu mir drehen, aber er reagierte nicht. Er hatte den Kopf zurückgelehnt, die Augen geschlossen und biss sich auf die Unterlippe. Ich drehte den Kopf weiter ein, küsste seinen Hals, schmeckte den Schweiß auf seiner Haut und schloss die Augen wieder. Sein Rhythmus wurde schneller und die Berührungen seiner Finger übten immer mehr Druck aus. Er schien zu merken, dass ich soweit war, zog mich mit dem Arm um meinen Körper noch dichter an sich und presste mich an seine Brust, als ich mein Körper sich zuckend gegen ihn drückte, mein Kopf in den Nacken fiel und ich heftig kam. Er wartete nicht ab, schubste mich an den Schulter grob auf die Matratze nach vorn, beugte sich wieder weit über mich, dass er mit seinem gesamten Gewicht auf mich lag, griff schmerzhaft in meine Haare und zog meinen Kopf zurück. Erschrocken öffnete ich die Augen und drückte meinen Kopf ein Stück vorn, um ihm zu signalisieren, dass er zu grob war. Was ihn nur dazu veranlasste meinen Kopf noch weiter nach hinten zu ziehen und ein unerbittliches Tempo aufzunehmen, als sei er nicht mehr Herr seiner Sinne. Er drückte seine Stirn an meine Schläfe, wimmerte bei jedem Stoß in mein Ohr und presste mich immer mehr in die Laken, als er mit einem langgezogenen lauten Stöhnen auf mir zusammensackte. Er ließ meine Haare endlich los und mein Kopf fiel nach vorn auf die Decke, während seine Stirn auf meine Schulter sank. Ich fühlte wie sein Schweiß über meinen Rücken lief und von meinem Hals tropfte. Laut keuchend lagen mir in den Laken. Sein gesamter Körper bedeckte mich und ich konnte nur schwer atmen.
Mein Hirn lief auf Hochtouren. Nie hatte er mich so hart angefasst. Noch immer brannten meine Haarwurzeln. Sobald ich ihm signalisierte, dass er zu grob war, gab er immer nach. Das hier hatte er noch nie getan. Ich zog meine Arme etwas an um meinen Oberkörper ein Stück von der Matratze zu heben, um besser Luft zu bekommen. Samu bemerkte das und rollte sich ächzend von mir, blieb auf dem Rücken liegen und streckte alle Viere von sich. Ich drehte mich zu ihm um und vergrub meine Nase an seinem Hals, in der Hoffnung er würde mir ein Zeichen geben, dass das hier nicht das war, für das ich es hielt. Ich strich über seine Brust, auf der der Schweiß kleine Perlen bildete, die runter in die ägyptische Baumwolle lief. Ich sah auf, lehnte meinen Kopf an meine Hand und strich ihm durch die verschwitzen Haare.
Samu starrte weiter an die Decke.
„Look at me!" meinte ich leise. Er drehte den Kopf zu mir und sah mich aus leeren Augen an. Ich fixierte ihn mit meinem Blick, aber er sah mich einfach nur stumm an und wich mir nicht aus. In seinem Blick konnte ich absolut nichts finden. Keine Scham. Seine Aktion tat ihm nicht leid. Seine Augen waren leer. So hatte er mich noch nie angesehen. Ich sah verunsichert runter auf das Bett. Kein Kuss, er zog mich nicht an sich. Diese Nähe, die ich gefühlt hatte, als er mich an sich gezogen hatte gab es nicht. Das hier war keine emotionale Ebene. Da war rein gar nichts.
Samu erhob sich, setzte sich auf die Bettkante, drehte mir somit den Rücken zu und stütze seine Arme auf seine Knie. Er schnaufte und saß sonst stumm da. Ich rappelte mich auf und sprang erneut über meinen Schatten. Ich lehnte mich an seinen Rücken, schlang die Arme um seinen Hals und lehnte mein Kinn auf seine Schulter. Er rührte sich nicht, schloss die Augen und ließ den Kopf hängen.
„Bitte rede mit mir." Meinte ich leise.
Er legte seine Hand auf meinen Arm und seufzte kurz. Dann griff er um mein Handgelenk, löste meinen Griff und stand vom Bett auf. Samu sammelte seine Klamotten ein, stieg in seine Shorts und strich sich die Haare zurück. Ich saß stumm auf dem Bett und beobachtete die Szenerie. Das er sein Shirt auf links anzog bemerkte er schnell, strich es aber nur schnaufend glatt und zog sich seine Jeans an. Er stopfte die Socken in seine Schuhe, nahm sie in die Hand und sah mich an, als würde er nichts erwarten und auch nicht hören wollen. Als würde er dieses Bild abspeichern. Sein Blick war noch immer leer und er sagte kein Wort, sondern drehte sich um und schlich barfuß zur Tür. Das hier war kein Versöhnungsakt gewesen. Das war blanke Wut. Rache. Das hier hatte keinerlei Bedeutung für ihn. Nicht ein Kuss. Kein Kuscheln. Keine emotionale Nähe. Das hier war ein Abschiedsgruß der gemeinsten Art und Weise.
Ich wusste, dass es nichts brachte zu versuchen ihn aufzuhalten und ich hatte genug gebettelt und ich wollte es auch nicht. Er ging einfach und schloss die Tür.
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Heimkehr
FanfictionSamu & Sophia Teil 3. Fortsetzung von "Von der Muse geküsst" und "Klimawandel". Inklusive der beiden OS in meinem Account zu finden. Nach Sophias Rückkehr nach Los Angeles scheint die Trennung von Samu endgültig. Wäre da nicht noch etwas, was sie in...