A place full of memories

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Ich starrte wie besessen in die Ferne, und ließ den Rauch in meine Lunge gleiten.
"Willst du nicht drüber reden?"
Ich starrte auf den Boden unter mir. Auf das verkommene Geländer, die Trümmer die unter mir lagen. Ein Abbild meines Lebens. Nichts passt zusammen, nichts ist an seinem Platz. Nur durcheinander und wirr warr.
"Ich weiß nicht was ich sagen soll, wenn ich ehrlich bin."
"Du musst nicht."
"Nein, ich meine es ernst. Ich weiß nicht wieso ich so reagiert habe. Ich kann gar nicht erklären was los mit mir ist. Ich hab... ich ..."
Ich sah zur Seite und versuchte seinen Blick zu deuten. Verständnis.
"Einerseits fühlt es sich an, als wäre da jemand der es kaum erwarten kann, dass er mich kennenlernt. Andererseits... wo war er mein ganzes Leben? Weißt du was mir hätte erspart bleiben können, wenn er ehrlich gewesen wäre? Ich hätte all das nicht durchmachen müssen, und heute, müsstest du nicht unter meinen Ängsten leiden. Ich bin so hin und her gerissen. Ich weiß nicht was ich tun soll Kujtim. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll. Wie lang wird das noch so weiter gehen? Jedes Mal wenn ich ein bisschen Boden unter meinen Füßen habe, wird er mir weggezogen. Erst mein Vater, den ich los werde, dann meine Mutter die auftaucht. Du, Liridon und jetzt er. Ich will doch einfach nur normal sein...." in meinem Hals bildete sich ein Kloß. Ich schluckte schwer, um mir die Tränen zu unterdrücken. Es gelang mir nicht.
"Hey, ist ja schon gut." Er zog mich zu sich heran und küsste mich auf den Kopf. Wieder mal, heulte ich. Gott, was war ich für eine Memme.
Nach einer ganzen Weile löste ich mich von seiner Umarmung.
Ich wischte mir die Tränen weg und zog die Nase hoch.
"Was soll ich tun Kujtim?" fragte ich.
Er sah mich lange an, von einem Auge zum anderen.
"Du musst überhaupt nichts machen, wenn du nicht willst Liridona. Am besten solltest du dir Zeit lassen, das erst einmal zu verdauen. Und dann können wir immernoch weiter sehen." Ich schlug die Hände vors Gesicht und seufzte lautstark. Ich atmete tief durch. Ein paar mal. Wieso hatte ich eigentlich das Bedürfnis, sofort auf Dinge zu reagieren. Kujtim hat recht, ich musste mir zeit lassen. Meine Gedanken ordnen und sehen, was ich eigentlich will.
"Du bist oft hier gewesen hmm?" fragte er und sah auf das Geländer hinab.
"Ja.." sagte ich. "Ich war sehr oft hier. Mein Zufluchtsort."
"Wieso bist du heute hergekommen?"
"Ich weiß nicht. Ich musste nachdenken. Das kann ich hier am besten."
"Weil dich niemand stören kann?"
"Ja. Hier stört mich niemand."
"Es ist etwas ansgteinflößend."
Ich lächelte.
"Findest du?"
"Naja... schon. Ich meine.. es ist verdammt hoch, das Geländer ist verlassen und sehr sicher ist es hier auch nicht."
"Das ist es ja."
"Was?"
"Ich wollte genau so einen Ort. Ich saß hier oft. Ließ meine Beine hinunter baumeln und sah mir das Geländer an. Ich hab oft überlegt, wie es wäre zu springen."
"Sag sowas nicht, bitte."
"Entschuldige."
Er griff nach meiner Hand und verschreckte seine Finger mit meinen.
Er küsste meinen Handrücken und sah mich an.
"Ich liebe dich Liridona."
"Ich dich auch."
Die sanften Sonnenstrahlen kitzelten unser Gesicht. Der Himmel sah wunderschön aus. Wie gemalt. Ein leichter Sommerwind streifte mein Gesicht. Ich schloss die Augen und genoss den Windstoß. Es wird bestimmt alles gut. Ich bin mir ganz sicher...

How he saved me...Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt