Ich rief Dad an, auf Adrians Wunsch hin. Es war zwar schon spät, aber er wollte das geklärt haben. Ich fragte mich was er wohl denkt, wenn ich hier bleiben will. Entweder lobt er mich, da ich meinen Job ernst nehme, auf seine Art, was auch nicht ganz stimmen würde. Oder er findet was zu meckern weil er meint die Familie auf den Sack zu gehen oder so.
Als es klingelte war ich nervös. Was Dad wohl so macht? Ob er sich vielleicht doch anders verhalten wird als ich vermute?
"Ja, Avens."
"Hier auch Dad. Ich ... ich wollte nur bescheid sagen, dass ich auch Wochenends hier bleibe. Ich wurde ... eingeladen." Dabei schaute ich zu Adrian, der das gespräch mithörte. Er nickte.
"Hast du tatsächlich zugesagt?" Ich war verwundert, dass nur dir Fragen kam und sonst nichts.
"Ja. Schlimm?" Ein tiefes Atmen ging durch den Hörer.
"Nein. Wenn sie dich einluden, musdt du ja gute Arbeit leisten. Deine Freundin hat sich gemeldet. Sie wollen dich in nächsten Monat besuchen. Fragten mich nach einem Hotel, ich bot an, sie könnten im Gästezimmer bleiben." Das feute mich. Dad schien entspannter. Was mich verwunderte. Ich ließ mir nichts anmerken.
"Also sehen wir uns, wenn sie mich wieder gehen lassen." Wollte ich scherzen. Adrian Schmunzelte. Dad stimmte zu.
"Gut. Na dann. Äh, Zoey ... gut gemacht." Ich verstand nicht was er meinte, aber war froh mal gelobt zu werden. Auch wenn ihm das nicht leicht über die Lippen kam. Ich legte dann auf. Adrian stupste mich mit einem spitzbübischen Grinsen an.
"Du wirst nie wieder frei gelassen. Gehörst jetzt wie wir alle zum Inventar." Ich drückte ihn mit Hochgezogener Augenbraue weg.
"Ach, hör auf zu spinnen!" Ich stieg vom Stuhl auf und lief durch das Büro. Auf und ab.
"Und was machen wir jetzt?" Er grinste wieder so dämlich.
"Ich hätte ..."
"Stop! Adrian? Keine versauten Sprüche. Dein Grinsen sagt gerade einiges aus." Gespielt empört schaute er mich an und setzte sich auf den Schreibtisch.
"Ich? Nein. So Gedanken würde ich doch niemals zulassen."
"Komm schon! Verarsch mich nicht immer." Dann ging ich zu ihm und zupfte an seinem Hemd.
"Ist er böse auf uns? Auf mich?"
Er legte die Arme um meine Taille und lächelte. Dabei zog er mich zu sich. Ich fand es merkwürdig, dass er mich jetzt öfter von sich aus umarmte und näher kam. Aber irgendwie schön.
"Nein. Mach dir keine Sorgen. Er braucht nur Zeit. Die lassen wir ihn einfach." Ich nickte leicht. Dann drehte ich mich, um mich gegen ihn zu lehnen. Ich spielte mit meinen Haaren und schnaufte kurz.
"Sollen wir langsam ins Bett?" Ich streckte meinen Kopf hoch so das ich ihn sehen konnte.
"Nee. Bin viel zu aufgekratzt."
"Aber ich muss morgen Arbeiten."
Wieder schnaufte ich, aber dieses Mal ziemlich genervt.
"Mach doch mal ein Tag frei. Das schadet dem Hotel bestimmt nicht." Dann drehte ich mich wieder und versuchte ihn mit einem süßen unschuldigen Blick zu überzeugen.
"Bitte?" Fügte Ich noch hinzu.
Aber er musste echt lange überlegen. In der Zeit fiel mir was ein.
"Woher kennst du den Platz eigentlich? Du wusstest auch wo er war. Hat er dir das geschrieben?"
"Nein. Geheimre Brüdersache." Zwinkerte er. Ich schaute etwas enttäuscht. Dachte er würde mehr sagen.
"Unser Wohlfühlort. Wenn es zu Hause oder in der Schule mal schwierig wurde. Ich habe ihn diesen gezeigt als er circa vierzehn war. Der Ort verbindet uns. Und er hat ihn dir gezeigt. Dem einzigen Menschen überhaupt. Ich bin stolz auf ihn." Er lächelte. Ich verstand nicht warum? Aber ich konnte nicht mehr viel nachfragen, da er gleich darauf Thema wechselte.
"Gut. Ich frag Vater nach Urlaub. Drei Tage, mehr nicht!" Ich grinste frech und lehnte mich gegen ihn. Stützte meine Hände auf seine Brust und schaute rotzfrech ihm entgegen.
"Boha! Himmel ... ob du das packst? Du schaffst ja nicht mal ein Vormittag ohne Arbeit. Ich glaube ich sollte einen Arzt konsultieren, bevor du noch umkippst vor Arbeitsmangel." Er schob mich zurück und stand auf und mit schwung, schmiss mich dann über dir Schulter und gab mir ein paar Klapse auf den Po.
"Na warte! Du freches Stück! Sag gefälligst danke, anstatt so frech zu sein." Ich strampelte und ihn schaffte ich es etwas in wanken zu bringen. Wo ich bei Chase null Chancen hatte.
Ich wollte ihn necken und erwähnte dies auch auf eine gemeine Art.
"Anstatt im Anzug Damen hinterher zu steigen solltest du mal trainieren. Chase stand wie ein Stein und wackelte nicht wie ein Pudding."
Und da bekam ich noch eine drauf.
"Er ist größer. Liegt bestimmt daran." Gott! Was für eine schlechte Ausrede. Selbst er merkte das und versuchte abzulenken. Er ließ mich dann runter und grinste.
"Muskeln ersetzten aber kein Hirn." Ich boxte ihn für die Bemerkung.
Er musste nur lachen.
"Das war Spaß, kleine! Er ist leider auch im vielen schlauer als ich. Manchmal kann man echt neidisch sein." Er schien es tatsächlich ernst zu meinen. Das hätte ich nie erwartet.
"Jeder hat seine Vorzüge. Du bist auch Clever. Kannst ein Hotel leiten. Mit Menschen umgehen. Und mit Zahlen. Lit Juristischen Kram und vielen mehr. Er ist dafür in anderen Themen bewandert. Ihr habt beide echt was drauf. Ich sollte eher neidisch sein. Nichts erreicht. Keinen Abschluss. Beziehungsweise eher schlecht als recht. Keine Lehre und stand vor kurzem mit einem Fuß auf der Straße." Ich schämte mich das alles zuzugeben. Ich war ein nichts gegen die beiden.
"Du bist ziemlich klug. Wortgegwandt, ehrlich und direkt. Fleißig und bildschön. Du hast viele Vorteile und sicherlich noch viel mehr zu bieten. Du musst es nur wollen. Und ich ... wir, helfen dir dabei. Versprochen." Es war schön, dass er mir so viel mut machen wollte, aber richtig an mich glauben konnte ich nicht. Wer weiß wohin mein Leben mich noch führt.
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One of You!
RomanceLeseempfehlung ab 16! Zoeys Leben ist ein Desaster. Sie verliert ihren Job, ihre Wohnung und ihr Freund geht ihr auch noch Fremd. Sie will da nur weg und sucht ihren Vater auf, aber er ist nicht so begeistert. Nimmt sie trotzdem auf. Er will ihr ein...
