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Das essen hab ich gut überstanden. Aber irgendwann wurde ich noch unruhiger. Wollte da weg. Die ständigen Blicke von dem Alexander nervten. Das schmierige Grinsen.
Ich entschuldigte mich kurz nach dem essen und wollte auf Klo. Einfach mal abschalten. So weit es auf Klo möglich war. Ich saß bestimmt zehn Minuten dort. Einfach mal durchatmen. Wollte dann aber endlich wieder zurück, bevor sie sich noch Sorgen machen würden. Ich stellte mich noch mal kurz vor den Spigel und betrachtete mich. Viele Gedanken schossen mir durch den Kopf als ich mich selbst betrachtete. Und irgendwie musste ich an Chase denken. Ein Lächeln rutschte über meine Lippen. Aber der Gedanke an ihn, war mit bitteren Beigeschmack. Da ich immer noch Angst hatte auf den falschen reinzufallen.

"Ist alles ok?" Kelly stand plötzlich neben mir und riss mich aus den Gedanken. Ich nickte. War aber kurz irritiert.

"Ja. Ja, klar. Alles gut." Ich versuchte ein Lächeln aufzusetzen und wollte aus dem WC verschwinden, lief dabei aber draußen in dem kleinen Vorraum, der zu den Männern und Frauen WCs führte, in Alexanders Arme.

"Du bist ja eine ganz stürmische. Vorsicht, sonst tut sich noch jemand weh." Er stellte sich provokant vor mich und blockierte die Tür. Er ging mir gewaltig auf den Sack.

"Geh mir aus dem Weg! Ich habe keine Zeit für deine Spielchen."
Aber er grinste wieder so schmierig.

"Lass dich nicht erwischen. Ihr Kerl sieht nicht aus, als könnte man mit ihm scherzen." Kam Kellys Stimme von hinten. Anstatt zu helfen, lief sie einfach vorbei, als wäre nichts. Unglaublich dass sie das zulässt. Anscheinend auch noch witzig findet.

"Ihr beide seit echt das letzte! Lass mich durch, sonst hast du ein Ei weniger!" Er ließ sich kaum beeindrucken. Ich wollte mich wehren und wollte zutreten. Zielte in seine Mitte. Aber er wat wohl drauf vorbereitet und fing meinen Tritt lässig ab.

"Na na. Wer wird denn da gleich so aggressiv. Ein bisschen Spaß bringt dich sicher runter kleines." Dann wollte er mir ins Gesicht fassen. Aber bevor er mich überhaupt berühren konnte, stand Chase da und schlug Alexanders Hand weg. Wo kommt der jetzt her?

"Hast du um Erlaubnis gefragt?"
Alexander drehte sich frontal zu ihm und schien sich gegen ihn auflehnen zu wollen.

"Wer bist du denn? Misch dich nicht ein. Das geht nur der kleinen und mich was an." Dann schubste er Chase  der darauf hin kurz mit dem Mundwinkel zuckte.

"Glaub ich kaum." Erwiderte Chase knapp mit einem echt heißen grinsen.
Plötzlich wollte Alexander nach Chase greifen, aber dieser wehrte ihn mit einem echt coolen Move ab und drückte ihn mit dem Polizeigriff an die Wand.

"Lass gefälligst mein Mädchen in Ruhe." Brummte er ihn ziemlich genervt an. Er ließ dann los. Alexander richtete dann sein Anzug und ging mit erzürnten Blick aus dem Vorraum. Ich stand völlig sprachlos da. Was zur Höhle?! Dachte ich mir. Er war so mega Cool. Und dann nannte er mich tatsächlich sein Mädchen?!

"Gehts?" Ich nickte wie in Zeitlupe. Bis mir wieder die Frage aufkam.

"Was machst du eigentlich hier?"

"Adrian. Er schrieb mir. Du würdest dich unwohl fühlen. Ich wartete in der Nähe. Als du nicht mehr vom Klo kamst, wollte er das ich gehe. Wegen aufsehen erregen und so ..." da musste ich beiden echt dankbar sein. Auch wenn ich nicht verstand, warum Adrian nicht selbst Eingriff.
Ja klar. Er muss den Namen seiner Familie wahren, aber trotzdem war ich merkwürdigerweise irgendwie etwas enttäuscht. Aber zugleich auch dankbar. Es war ein merkwürdiges Gefühl.
Dann sah ich Chase fragenden Blick. Er hatte diese Denkfalten auf der Stirn, die ihn so süß aussehen ließen. Ich dachte in dem Augenblick nicht nach und fiel ihm förmlich um den Hals.

"Danke." Flüsterte ich. Ich hatte auf keinerlei Reaktion gehofft, da er im  Moment eher kühl rüber kam. Aber wieder war ich falsch mit meiner Einschätzung. Er legte seine Arme um mich. Für mich völlig unerwartet.

"Ich werde dein Schatten sein." Seine Stimme klang so liebevoll in dem Moment und gleichzeitig sexy. Ich drückte ihn noch mehr an mich.

"Nicht so fest Zwerg. Hast ja mehr Kraft als gedacht." Ärgerte er mich. Ich musste dann kichern. So ein Spinner.

"Willst du wieder zu Adrian?" Ich schüttelte den Kopf. Wollte bei ihm bleiben.

"Nein." Kam es knapp über meine Lippen. Er schnappte mich dann und lief in das Restaurant.

"Du gehst dich verabschieden. Einfach Adrian zu liebe. Ich denk das packst du. Ich warte draußen." Ich tat was er sagte und ging an unseren Tisch im Séparée.

"Adrian, ist es ok wenn ich geh. Ich muss noch was erledigen." Ich versuchte es so auszudrücken, dass er verstand was ich meinte. Und das tat er zum Glück auch.

"Ach, hast du die ... Nachricht erhalten? Ich vergaß es leider dir mitzuteilen und habs auch vergessen. Du solltest dann wirklich gehen. Ich bin hier auch fast fertig." Er schien angespannt. Seine, beziehungsweise unsere Ausrede hat aber gut funktioniert.

"Die Arbeit. Sie ruft einen ständig. Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder Madam. Es war mir eine freude." Ich nickte und lächelte höflich. Machte einen kleinen Knicks und wandte mich kurz noch mal Adrian zu.

"Danke." Ich musste aufpassen, dass es nicht nach Dankbarkeit klingt, in dem Sinne wie ich es auch meinte. Ich versuchte es eher kraft und Gefühllos zu sagen, schaffte es aber kaum. Adrian verstand abermals genau ubd warf mir einen liebevollen Blick zu bevor ich die vier verließ. Die Geschwister ignorierte ich mit Absicht. Die waren unten durch. Sowas von!

Draußen wartete Chase auf mich. Wieder auf seinem Motorrad. Ich lief freudig auf ihn zu. Er hielt mir wieder sein Helm hin.

"Wir kaufen dir ein eigenen." Erwiderte er auf meinen Blick. Da ich das nicht so gut fand, dass er mir diesen immer gab. Aber süß wie er immer an mich dachte.

One of You!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt