Kleine Lüge

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Daesung pov.

Obwohl mich Seungri so grimmig anschaute musste ich lächeln. Das die Aufgaben von einander abhängig sind war eine kleine Lüge, da die Wahrheit hier bestimmt nicht den Platz findet, den sie verdient hätte.

Gestern zerrissen mich die Gedanken um Seungri so stark, dass ich sowas wie Sehnsucht verspürte. Ich ärgerte mich über mich selbst, weil ich diese dumme Regelung mit dem getrennten Arbeiten ins Leben gerufen hatte. Darum musste ich mir im Rückkehrschluss wieder etwas dagegen überlegen und das Beste was mir einfiel war eben nun mal das. Klar besteht das Risiko, dass er das am Ende mitbekommt, was ich mir bis dahin einfach irgendwie zurechtdrehen würde.

Außerdem ist nicht auszuschließen, dass es ihn am Ende gar nicht mehr juckt, oder das er es zumindest gar nicht mehr schlimm findet. Auch wenn ich selbst nur kaum dran glauben kann.

Solange genieße ich die Ausnahme mal in Gesellschaft zu sein, auch wenn es nur mein "Feind" ist, so wie er sich bezeichnet.

,,Hast du schon an den Aufgaben gearbeitet oder wie ist dir das aufgefallen?", fiel auf einmal die nächste Frage von dem heute erstaunlich redseligen Seungri. ,,Jap, heut morgen halt.", gab ich kurz und knapp zurück. Darauf entgegnete er mir mit einem Blick der mich regelrecht mit dem Wort "Streber" anschrie.

Tja, dabei hab ich einfach nur gelogen.

,,Und du? Hast du schon mit deinen alten Hausaufgaben angefangen?", fragte ich nach einer längeren Pause und schaute dann erst wieder zu Seungri, der im Gegensatz zu mir schon vor einem leeren Teller saß. ,,Oh, du bist ja schon fertig. Willst du noch was?", schob ich dann noch nach, was er beides verneinte.

,,Wie gesagt, du kannst auch gerne ein paar Sachen abschreiben, falls du keine Lust hast die alle selbst zu machen.", noch einmal wies ich ihn auf mein Angebot hin, wozu er nur die Arme verschränkte und sich nach hinten legte. Wahrscheinlich wegen meiner Bedingung, bei der er noch im Ungewissen ist, was das sein würde.

,,Naja, überlegs dir.", sagte ich dann einfach niedlich, aß den letzten Happen und stand noch kauend vom Tisch auf.

,,So.", sagte ich zufrieden und ging nochmal zum Kühlschrank wo ich für uns beide ein Getränk herausnahm und die in seine Richtung hochhielt. ,,Oder doch lieber noch ein warmes Getränk? Kaffee zum Beispiel?", fragte ich dazu, damit er verstand wieso ich ihm diese zeigte. Er zögerte, sah aber so aus, als wenn er was dazu sagen wollte. Um ihm etwas Unsicherheit zu nehmen meinte ich einfach mir vielleicht auch noch einen zu machen und das er ruhig Beides haben kann, da ich oben ja auch einen Kühlschrank habe und darum die Getränke kühl bleiben, oder er sich eben später eins nehmen kann.

Dazu nickte er, wonach ich mich umdrehte und wieder leicht lächeln musste.

Kurz klärte ich noch die Kaffee-schwarz-oder-mit-Milch-und-Zuckerfrage, wobei er seinen ebenfalls wie ich mit einem Schluck Milch und nur einem Löffel Zucker trank. Ihm seinen Kaffee in die Hand gedrückt gings auch schon nach oben. Diesmal ging ich aber in eines meiner anderen Zimmer, da ich dachte, dass es vielleicht angenehmer ist, wegen der Situation auf meinem Hauptschreibtisch.

,,Wieso gehen wir in ein anderes Zimmer?", fragte er sofort skeptisch, wozu ich meinte, dass mein Zimmer zu unaufgeräumt sei. Genauso skeptisch wie er eben die Frage gestellt hatte zog er eine Augenbraue nach meiner Antwort hoch, folgte mir aber brav.

Wieder verwies ich ihn auf den Stuhl, wobei hier ein anderer etwas gemütlicherer Bürostuhl stand.

Schnell meinte ich noch meine Sachen zu holen und ließ ihn somit alleine. Eigentlich wollte ich danach sofort wieder zu ihm, alleine schon weil es mir doch ein bisschen unangenehm ist, wenn er alleine irgendwo hier rumeiert, was sich aber mit dem Klingeln meines Mobiltelefons erledigt hatte.

Direkt wunderte ich mich auch, da auf dem Display meine Mutter stand.

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt