Zuckersüße Diskussion

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Daesung war mit dem Handy in der Hand an seinem Schreibtisch eingeschlafen. Neben ihm lagen zwei liebevoll eingepackte Geschenke und ein großer Strauß Blumen, was mir einen unglaublich traurig Anblick bescherte.

Ist das wegen unserem Halbjährigen?

,,Schatz?", flüsterte ich vorsichtig und legte meine Hand sanft auf seinen Rücken, wonach ich anfing ihn zu streicheln. ,,Ich bin wieder zu Haus.", fügte ich leise hinzu, womit er langsam seine Augen aufmachte und mir sofort entgegenlächelte. ,,Seungriiiii!", er streckte sich und war dabei unfassbar laut. Anscheinend ist er nicht wütend.

,,Wo warst du denn und... sag mal, hast du getrunken?", er runzelte die Nase, was unglaublich niedlich ausgesehen hatte und auch genauso süß gewesen wäre, würde mein Geruch nicht der Grund dafür sein. ,,Nur ein Bier, mehr nicht.", skeptisch musterte er mich, wonach er aufstand und mich in eine Umarmung zog. ,,Ne, mal ehrlich, wo warst du?", scheinbar hatte er mich nicht umarmt, um meine mich zu spüren, sondern einfach nur um an meiner Kleidung zu riechen, was ich doch ein bisschen scheiße fand. Toll, wie sehr er mir vertraut.

,,Bei Sungmin.", mit meinen Worten war ich sparsam, weil ich etwas verletzt, aber auch wütend war. Schweigend nickte er dazu, wonach er sich wieder hinsetzte, mit einem Blick, der Bände sprach. ,,Achja, na dann. Ich glaub', ich schlaf' heut drüben. Achso und, hier, ist by the way für dich.", angepisst stand er auf und zeigte noch einmal auf die Sachen, wonach er gerade den Raum verlassen wollte. Das bisschen Wut was ich mir in trug schlug sofort in eine ganz andere Emotion um, in dem Moment, wo er gerade an mir vorbeizugehen versuchte. Panisch hielt ich ihn an seinem Handgelenk fest, woraufhin er mich mit einem desinteressierten Gesichtsausdruck strafte, was mir einen Stich versetzte.

,,Ich hab reingeschissen... I-Ich... eigentlich wollte ich nicht so lange da bleiben. Irgendwie habe ich einfach total die Zeit vergessen.", versuchte ich mich zu erklären, was nicht ganz so klappte. ,,Also im Klartext hast du uns vergessen.", jetzt ließ er doch langsam verlauten, dass er eigentlich doch echt wütend, oder zumindest verletzt zu sein schien.

,,Nein, ich... du hast nicht gesagt wo du hinwillst und wann du wiederkommst. Ich wusste auch gar nicht, dass du heute überhaupt weg wolltest, bis du das vorhin halt gesagt hast. Das hat irgendwie meinen Plan total durcheinander gebracht.", ums Verrecken versuchte ich mich weiter zu erklären, was zumindest ein kleines Bisschen an ihn heranzukommen schien. ,,Plan?", er zog spöttisch seine Stimme am Ende hoch und zog zusätzlich eine Augenbraue hoch, wozu ich nickte. Anschließend erklärte ich, dass ich mir extra Geld von Jiyong geliehen habe, um einen gemeinsamen Abend zu planen. Weil ich schlecht die Sachen hier verstecken konnte, da er immerhin auch noch hier wohnt, hatte ich das so abpassen wollen, dass wir das gemeinsam abholen.

Dafür hatte ich seine Lieblingsblumen in so eine Art durchsichtigen Ballon füllen lassen, wozu ich seine Lieblingsschokolade in zwei verschiedenen Varianten extra für ihn herstellen lassen habe und im Kühlschrank befand sich Essen, dass ich gestern Abend Mithilfe von unserm Koch Heechul für uns zubereitet hatte. Ich wollte mit ihm dort Kimbap essen, wo er mich vor einem halben Jahr aufgegabelt und wo unsere Beziehung ihren Anfang gefunden hatte.

Tja, das alles hatte nun aber keine Bedeutung mehr, da ich es maßlos vermasselt hatte. Ich tauge wirklich zu gar nichts.

Entmutigt ließ ich deswegen seine Hand los und starrte den Boden an, weil ich mich unglaublich schämte. Wie kann man auch nur so dämlich sein. ,,Ich weiß, es war nichts Großes, aber... Ach Daesungi es tut mir so leid. Ich bin zu gar nix zu gebrauchen.", in dem Moment hätte ich einfach heulen können. Er lässt mich hier kostenlos wohnen, gibt mir bedingungslos alles was er hat und ich? Ich kriege nicht mal sowas hin. Super.

,,Das... ehrlich?", ich erwiderte erst nichts, da mir jedes weitere Wort nicht gut genug vorkam. Erst als er mich noch ein weiteres Mal fragte nickte ich leicht. ,,Ach Seungri.", er kam auf mich zu und hob mein Gesicht an meinem Kinn an, damit er mich anschauen konnte. ,,Das ist unglaublich süß. Ich wusste gar nicht, dass du so eine softe Seite hast.", er lächelte mir sanft entgegen und hauchte einen Kuss gegen meine Lippen.

,,Ich wollte es wirklich nicht so vermasseln.", wiederholte ich eine Entschuldigung, während sich bei mir ein Schwall Tränen anbahnte. ,,Ach nein, bitte nicht weinen. Mir tut es doch auch leid. Du hast schon recht, dass ich irgendwas sagen hätte sollen... Wir sind halt beide Dummerchen.", wieder spielte er sich runter, damit es mir besser geht, was diesmal gar keine Wirkung hatte. Ich will nicht, dass er immer Schuld bei sich sucht, die er gar nicht trägt, was ich ihm auch genau so mitteilte.

Natürlich hielt er wie immer strikt dagegen, weswegen eine Diskussion entstand, die sich ganz schön in die Länge zog. Irgendwann hatte er mich aber breit getreten und ich somit aufgegeben. ,,Und jetzt mach dir nicht solche Gedanken. Dann verschieben wir unseren besonderen Tag eben auf morgen! Wen juckt schon einen Tag, wenn wir noch lange Jahre vor uns haben, hm?", Daesung ist so zuckersüß.

,,Aber das Kimbap würde ich trotzdem gerne essen, ich hab ja die ganze Zeit auf dich gewartet und darum auch nichts gegessen.", sofort änderte sich dadurch meine Stimmung, was er nicht zuließ. ,,Jetzt nicht schon wieder Trübsal blasen, so schmeckts auch nicht besser! Komm!", freudig sprang er auf, gab mir einen Kuss auf meinen Haarschopf und stapfte aufgeregt in Richtung Küche, wohin ich ihm folgte.

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt