Pyjamaparty... Oder?

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Verloren stand ich vor dem Kleiderschrank, indem ein paar meiner Klamotten lagen. Viel zu lange überlegte ich hin und her, ehe ich mir ein einfarbiges Shirt und eine relativ dünne Jogginghose herausnahm.

Beides zog ich an, bevor ich in das Bad ging, wo ich noch meine Zähne putzen wollte. Dort stand Daesung, der gerade seinen Mund ausspülte.

Einmal scannte er mich von oben bis unten, was in mir ein unwohles Gefühl hervorrief. ,,Ich geh' schonmal vor. ", meinte er dann noch, bevor er mich alleine ließ. Stark seufzte ich einmal aus, bevor ich tat, was ich vorhatte und zu ihm ins Zimmer ging. Erst bemerkte er mich gar nicht, da er noch dabei war den Fernseher umzudrehen, während ich unbeholfen am Türrahmen stand.

Als er mich sah lächelte er und meinte, ich könne mich doch schon hinhauen. Gesagt, getan. Erst jetzt fiel mir aber auf, dass ich vielleicht meine Decke hätte mitnehmen sollen. So habe ihn und mich versehentlich dazu gezwungen, dass wir uns seine teilen müssen, oder er gibt mir diese eine Flauschige von eben. Scheinbar war er aber für teilen.

Dumm starrte ich schon wieder aus der Wäsche, als er sich bereit machte sich hinzulegen. Ohne zu zögern, zog er sich einfach vor mir um, oder naja viel mehr zog er sich einfach nur aus. Nur mit einer kurzen lockeren Hose legte er sich zu mir und schien es überhaupt nicht schlimm zu finden, dass er kaum bekleidet ist.

Anders als ich.

Natürlich fand ich es auch irgendwo toll, aber es löste auch extremen Druck in mir aus. Obwohl ich eigentlich auch, wenn überhaupt, nur mit einer Hose schlafe, empfand ich ein Shirt in heutiger Situation als angebracht. Da habe ich mich aber wohl verschätzt.

Und so lagen wir nun da. Meine Müdigkeit war komplett gegen Aufregung ausgetauscht worden.
Daesung hingegen schien aber unglaublich ruhig, was mich noch mehr verunsicherte. Einerseits lädt er mich zu sich ins Bett ein, hält mit mir Händchen und solche Aktionen, reagiert aber im nächsten Moment so, als wäre genau das absurd, oder total normal.

Dieser Typ ist einfach ein Rätsel an sich.

Ein Rätsel, das mich mehr zum Grübeln brachte als mir lieb war. Deshalb verpasst ich die Hälfte, die vorne in der flimmernden Kiste abging und trieb mich selbst in einen Strudel aus deprimierenden Gedanken. Glücklicherweise holte mich der Grund dafür jedoch aus diesem Strudel, als er vorschlug, die Serie erstmal auszumachen. 

Nickend und gähnend stimmte ich ihm zu, wonach er sich zu seinem Laptop rüber lehnte, wobei ich ihn genaustens beobachtete. Da das Deckenlicht bereits vorhin schon ausgeschalten wurde, war es extrem düster in seinem Zimmer. Nur der Mond ließ etwas Licht hinein, wodurch man sich noch gegenseitig sehen konnte. 

Augenblicklich wünschte ich dem wäre nicht so und hätte mich wegen seiner nächsten Aktion steinigen können, weil ich zugesagt habe hier zu schlafen. Er schob seine Seite der Decke etwas weiter hinunter und überschlug beide Arme hinter seinem Kopf. Zusätzlich zu der etwas erhöhten Position in der wir lagen, sah das einfach nur umwerfend aus. Darum fiel es mir auch so unglaublich schwer, nicht hinzuschauen und ihn anzustarren.

Macht er das mit Absicht?

Vielleicht sollte ich einfach versuchen ihn zu ignorieren und schnell einzuschlafen. Genau. Aus dem Auge, aus dem Sinn und nach dieser Nacht weiß ich, was ich künftig nicht mehr tun werde.

Aber scheiße was, mit ignorieren war das wohl nix. Denn anstatt ruhig liegenzubleiben wechselte er ständig seine Pose, oder streckte sich. Inzwischen lag er schon so, dass ein Bein angewinkelt auf der Decke lag, während ich in einer Starre gefangen war. Scheinbar wusste der Herr nicht so recht wie er liegen soll, oder ihm ist in der Situation doch etwas unwohl.

Ein Gedanke, der mich sofort traurig werden ließ, welcher mich jedoch aus der Starre befreite. Bedrückten Gemütes drehte ich mich zur Seite, mit dem Gesicht weg von ihm und somit zur Wand. Eigentlich hasse ich es so zu schlafen, da ich immer von der Wand weggedreht liege, was ich heute aber bewusst umging. 

Mir war irgendwie zu heulen zu mute, weil die Gedanken mich schier auffraßen. Würde er mir sagen, dass ihm das hier unangenehm ist?

Schätzungsweise würde ich auf ja tippen, was mir meine Dämonen im Kopf aber nicht erlaubten zu glauben. Das war aber auch gar nicht mehr wichtig, als ich einige Zeit später, gerade als ich so gut wie eingeschlafen war, durch die Erschütterung merkte, wie sich Daesung nochmal umlegte, wonach ein warmer Hauch meinen Nacken traf.

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt