Kaum saßen wir im Auto und waren losgefahren quatschte Daesung auch schon direkt los. ,,Ich bin richtig stolz auf dich. Ehrlich, das hast du wirklich gut durchgezogen. Sogar ich hatte echt Muffensausen, obwohl mich das ja nicht mal betrifft.", etwas breiter grinste er dabei und haute mir sogar einmal leicht gegen die Schulter, was mich auch zum Lächeln brachte.
Das Lächeln war aber nur von kurzer Dauer, da ich zwar irgendwo froh war, aber auch unendlich Angst vor den Konsequenzen und allgemein meiner Zukunft habe. Was ist, wenn mein Vater sich dazu entschließt nicht mein Studium weiter zu bezahlen? Was wird denn dann aus mir?
,,Wie wärs mit Sushi?", wechselte er das Thema, als er meine Abwesenheit bemerkte, wozu ich nickte. Wahrscheinlich um mich abzulenken laberte mich Daesung noch mit allen möglichen Dingen voll. Damit wie es heute in der Uni war, das er den Chefkoch im Sushirestaurant kennt und mit einigen anderen Dingen.
Tatsächlich klappte die Ablenkung erstaunlich gut. Es tat gut ihm bei belanglosen Dingen zuzuhören und nicht in der Verpflichtung zu stehen zu antworten oder die Konversation am Leben zu halten. Auch im Sushirestaurant hielt er diese angenehme Stimmung aufrecht. Erst zum Ende des Essens wurde es wieder unangenehm, als es darum ging, wer bezahlt.
Er wollte auf jeden Fall bezahlen, was ich aber nicht wollte. Nach einer kleinen Diskussion zahlten wir also getrennt, oder naja, wollten es zumindest. Beim Bezahlvorgang kam aber heraus, dass meine Kreditkarte nicht mehr ging. Scheinbar hat mein Vater den Geldhahn jetzt schon zugedreht, was in mir die absolute Eskalation hervorrief, was auch nicht so einfach zu verstecken war.
Sofort übernahm Daesung die peinliche Situation und zahlte einfach für mich. Mir war es des Todes unangenehm, was ich ihm hinterher bestimmt tausend Mal gesagt hatte. Klar hat er einen Arsch voll Geld, aber um die Summe geht es ja gar nicht. Ich wollte ihm einfach nicht mehr zur Last fallen als eh schon und meinen eigenen Scheiß schon selbst zahlen und regeln. Das konnte ich aber ab jetzt wohl komplett vergessen.
Direkt gingen mir auch tausend Dinge durch den Kopf. Ich habe ja nicht einmal Klamotten bei Daesung, wie soll ich tanken, wie mache ich das mit den Essen und überhaupt, wie soll ich das Alles jetzt machen? Für mich brach schon jetzt eine Welt zusammen. Eine Welt ohne Geld kannte ich nicht.
,,Jetzt mach dir doch nicht so eine Platte und heul nich so rum. Ich bin doch auch noch da. Du treibst mich schon nicht in den Ruin.", damit beruhigte er mich kein Bisschen, wenn ich ehrlich bin. ,,Wenn es dir so unangenehm ist können wir auch nochmal zu dir und versuchen dort vielleicht wenigstens Kleidung für dich mitzunehmen. Schulsachen hast du ja auch keine.", fuhr Daesung dann fort, was mich nur noch mehr stresste.
Und obwohl ich so viel Angst davor hatte meinem Vater unter die Augen zu treten wagte ich es und willigte ein zu mir zu fahren, was meinen Gegenüber jedoch sehr überraschte. Ohne aber was dagegen zu sagen machten wir uns erst auf den Weg zu ihm, um eine Reisetasche zu holen und dann auf zu meinem alten zu Hause. Eigentlich wollte ich dort alleine hoch, was Daesung nicht zuließ.
Also ging ich mit ihm zusammen zu der Wohnung meiner Eltern, wo ich direkt die erste Überraschung erlebte. An der Tür standen zwei Leute, die sich an unserem Schloss zu schaffen machten. Nicht aber etwa um einzubrechen, sondern um es auszutauschen. Ohne die beiden Herren groß zu beachten drängelten wir uns an ihnen vorbei in die Wohnung, wobei wir auch meine Mutter ignorierten, die am Türrahmen stand.
Verzweifelt hatte sie versucht uns aufzuhalten, was Daesung so gar nicht beeindruckte. Stattdessen wartete er im Flur, falls mein Vater gleich auftaucht und schickte mich in mein Zimmer, meine Sachen holen. Dort gab es dann die nächste Überraschung. Mein Kleiderschrank war fast komplett leer und auch sonst fehlten alle meine persönlichen Sachen.
Wütend trat ich aus meinem Zimmer heraus und wäre am liebsten explodiert, woran mich Daesung hinderte. ,,Wo sind meine Sachen?!", schrie ich meine Mutter an, wonach folglich mein Vater aus seinem Zimmer gekrochen kam. ,,Ich hab versucht sie nicht reinzulassen.", bettelte sie sofort los, was ich in diesem Moment einfach nur armselig fand.
,,Wer seine Familie verletzen und verraten kann, der kommt auch gut ohne ihre Unterstützung zurecht. Jetzt kannst du mal zusehen wo du bleibst. Von mir siehst du keinen Cent mehr! Hier gehörst du auch nicht mehr hin und damit raus!", brüllte mein Vater zurück, weswegen ich fast an die Decke gegangen wäre, was Daesung unterband.
,,Seungri lass es. Er hat Recht. Diesen Dreck brauchst du echt nicht mehr.", gab er giftig zurück und zog mich in Richtung Tür, wo er nochmal die Schlosser ansprach. ,,Das sind übrigens Menschen die ihr Kind misshandeln. Nur damit sie wissen für wen sie gerade eigentlich arbeiten. Schönen Tag noch.", damit zog er mich energischer von der Wohnung weg nach Draußen, wo ich ein letztes Mal zu meinen Eltern hochbrüllte, dass sie für mich gestorben seien.
Dagegen machte er nichts, wahrscheinlich weil er wusste, dass es nötig war.
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Mein Rivale // Daeri - Gtop
FanfictionRivalen mit Aussicht auf Freundschaft? Eigentlich gut vorstellbar, aber ein absolutes No-Go für Daesung und Seungri. Sie kennen es nicht anders und ihnen wird immer wieder gepredigt, dass es auch nicht anders zu sein hat. Aber was ist, wenn einer de...
