Daesung pov.
Nur kurz war ich unten in der Küche verschwunden, nachdem ich bemerkt hatte, dass ich kein Wasser mehr in meinem Kühlschränkchen hatte. Seungri aber schien so fertig zu sein, dass er sich gar nicht wach halten konnte. Selbst auf meine Fragen konnte er ja kaum vernünftig antworten. Warum bitte ist er denn so fertig?
,,Seungri?", sprach ich etwas lauter, was ihn zwar wach werden ließ, aber irgendwie auch nicht so richtig. Also sprach ich ihn ein zweites Mal an, was etwas mehr half. ,,Soll ich dich wirklich nicht nach Hause fahren, oder du schläfst doch hier? Du kommst ja kaum klar.", meinte ich dann wieder, aber diesmal etwas energischer.
Selbst das Wasserglas konnte er kaum halten, was ich ihm hingegeben hatte. Ob ich ihn nicht vielleicht lieber ins Krankenhaus fahren soll?
,,Wenn du mir nicht bald 'ne vernünftige Antwort gibst fahr ich dich ins Krankenhaus.", erpresste ich ihn, da mich die Situation selbst auch etwas überforderte. Es war fast so, als wäre er betrunken.
,,Wenn ich hier schlafe, muss ich mega früh raus.", brachte er das Gespräch endlich etwas voran, wonach ich meinte, dass das gar kein Problem sei, da ich ihn morgen früh einfach wecken, oder wecken lassen würde, je nachdem was ihm lieber ist. ,,Sag mir einfach wann mega früh ist, dann kriegen wir das schon hin.", wollte ich dann nur noch wissen, wonach er eine wirklich frühe Uhrzeit nannte.
Wieso will er denn schon um sechs Uhr zu Hause sein?
Etwas das ich gerne nachgefragt hätte, aber lieber sein ließ, da ich auch nicht zu aufdringlich sein wollte. Es wundert mich schon, dass er nicht einfach in dem Zustand nach Hause fährt, oder sich fahren lässt. Hier zu schlafen hätte ich ihm wirklich gar nicht zugetraut.
Umso schwerer fiel es mir aber deswegen nicht zu lächeln. Irgendwie stimmte mich das fröhlicher, als es das wahrscheinlich sollte. ,,Alles klar, ich weck dich früh genug. Wenn du magst kannst du direkt hier in dem Zimmer schlafen. Meins ist ja woanders.", mit gekünstelter ernsten Miene bot ich ihm also den Platz an, wo ich selbst eben noch geschlafen hatte. Klar, ich könnte ihm auch ein anderes Zimmer anbieten, aber irgendwie wollte ich das gerade einfach nicht.
Außerdem schien er nicht all zu viel dagegen zu haben. Er nickte nämlich, was mir als Zustimmung reichte. Schnell machte ich das Bett also noch etwas ordentlich, nahm dann meine Sachen und gab ihm den Zimmerschlüssel, damit er weiß, dass wirklich er den hat. Bedankend gähnte er einmal, wonach ich direkt das Zimmer verließ.
Draußen vor der Tür brauchte ich mich auch nicht mehr zurückhalten, was mir sofort ins Gesicht geschrieben war. Fröhlich suchte ich einen meiner Bediensteten auf, den ich beauftragte, mich morgen früh um 5 Uhr zu wecken. Seungri werde ich auch um die Uhrzeit wach machen. Vielleicht trinkt er noch einen Kaffee mit mir, oder isst sogar eine Kleinigkeit.
Wir werden sehen.
Bis dahin legte ich mich aber erstmal aufgeregt in mein Hauptzimmer, was direkt nebenan war. Einschlafen war vorerst aber gar nicht drin, was nicht daran lag, dass ich eben kurz weggenickt war. Schon vorhin als Seungri eingeschlafen war, plagten mich tausende Gedanken. In meinem Kopf schwirrte immer wieder umher, dass ich die Beerdigung von meinem Vater planen muss, der nun offiziell als tot gilt, aber auch wie es dazu überhaupt kommen konnte. Neben der ganzen Geschichte dachte ich aber auch über meinen schlafenden Rivalen nach.
Ich hätte ihn sofort wecken können, was wahrscheinlich dazu geführt hätte, dass er gleich nach Hause gefahren wäre. Bestimmt hätte er dann auch nicht so durchgehangen, was mir schon etwas leid tat, da meine Handlung ziemlich egoistisch war. Andererseits nimmt er ja aber auch keine Rücksicht auf mich, also muss ich da wahrscheinlich gar kein so schlechtes Gewissen haben.
Er wird dadurch schon nicht sterben, auch wenn er oft so tut, als würde genau das eintreten.
Außerdem muss ich mir eingestehen, dass ich die letzten Tage seiner Anwesenheit echt ein bisschen genossen habe und nun nicht missen will. Darum genieße ich das, solange ich es kann, auch wenn ich die ganze Sache etwas manipulieren muss.
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Mein Rivale // Daeri - Gtop
FanfictionRivalen mit Aussicht auf Freundschaft? Eigentlich gut vorstellbar, aber ein absolutes No-Go für Daesung und Seungri. Sie kennen es nicht anders und ihnen wird immer wieder gepredigt, dass es auch nicht anders zu sein hat. Aber was ist, wenn einer de...
