I already miss you

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Daesung pov.

Mit einem gefaktem Lächeln verabschiedete ich Seungri und starrte noch kurz seinem Auto hinterher, ehe ich mich in mein Heim zurückzog. Aus Reflex schaute ich auf mein Handgelenk, wo ich ja gar keine Uhr mehr trug, was nun doch ein ehrliches Lächeln aus mir herauskitzelte. 

Ich freute mich darüber, dass er mein kleines Widergutmachgeschenk angenommen hatte, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie er darüber denkt. Dabei hätte es mich wirklich brennend interessiert, besonders weil ich glaube, dass ich Seungri doch recht falsch einschätze.

Eigentlich habe ich ihn immer als ziemlich faul empfunden und dachte er sei eine hinterhältige Person, woran ich langsam zu Zweifeln anfange. Zwar ist er eingeschlafen und hat nicht so viel geschafft wie ich in der gleichen Zeit, aber er schien sich wirklich bemüht zu haben. Allerdings merkt man stark, dass ihm das Wissen aus dem Unterricht fehlt. Von dem was ich so beim Rüberlunzen gesehen habe war einiges eher falsch als richtig.

Aber das ist ja gar nicht schlimm. Dann brauchen wir eben ein bisschen mehr Zeit für die Korrektur. Etwas, dass mir eher in die Hände spielt als dagegen. Innerlich hoffe ich auch jetzt schon, dass Seungri Dienstag und nicht erst Mittwoch wieder Zeit hat. Klar, auch weil ich die Aufgaben fertigbekommen will, aber mehr steht bei mir im Vordergrund, dass ich seine Anwesenheit bei mir haben will.

Wer weiß, vielleicht bewegt diese Hausarbeit ja etwas bei uns. Ein bisschen nach Klischee, was mir aber gar nichts ausmacht.

Bis dahin werde ich diese Aufgaben aber ruhen lassen und mich um die Angelegenheiten kümmern, die vorher meinen Vater und seinen Vertreter betrafen. Dabei bemerkte ich wieder einmal wie viel es doch von einem abverlangt. Klar kannte ich schon einige Abläufe und auch musste ich mich zwangsweise die letzten Wochen mit dem ganzen Kram auseinandersetzen, wobei ich aber immer jemanden hatte, der mir dabei half. Jetzt wo alles mir aufgetragen ist, wurde automatisch auch der Vertreter abgezogen, womit ich auf mich alleine gestellt bin.

Ein Studierender Firmenleiter, das sieht man auch nicht alle Tage, oder?

Eine Arbeit die ich schon alleine irrsinnig anstrengend finde und dann auch noch neben dem Studium? Diese Gedanken um die Erkenntnis was da wirklich auf mich zukommt erschlugen mich regelrecht. Wie soll ich das denn bitte alleine schaffen?

Seufzend streckte ich mich und ließ mich kurz etwas hängen. Irgendwie versuchte ich so eine kurze Ruhe in meinen Kopf zu kriegen, der schon lange nach einer Pause schrie, die ich ihm leider nicht gewähren konnte. Durch die zusätzliche Hausarbeit hatte ich nicht eine richtige Minute um Ruhe und Entspannung zu finden. 

Anders als wahrscheinlich Seungri, von dem ich zu gern wüsste was der gerade macht. Ehrlich gesagt konnte ich mir nur zu gut vorstellen, dass er direkt schlafen gegangen ist. Immerhin war der ja so extrem fertig, was mich immer noch wundert. Anstrengend war das nun wirklich nicht.

Wieder seufzte ich laut, aber diesmal aus Frust heraus. Viel zu oft hing ich die letzten Tage in den Gedanken bei ihm, obwohl ich definitiv Wichtigeres zu erledigen habe. Das raubt nicht nur Zeit, sondern auch Konzentration. Dennoch finde ich es irgendwie schön, auch wenn das wohlige Gefühl von einem Hauch Enttäuschung begleitet wird.

Es ist offensichtlich das ich etwas mehr empfinde. Die Frage ist nur, inwiefern ich das zulassen sollte und was das Ganze dann mit sich bringt. Es ist schon kaum zu glauben, dass Seungri sich auf etwas mit einem Mann einlassen würde und noch unwahrscheinlicher, dass ausgerechnet ich dieser Mann sein könnte.

Andererseits ist Seungri auch jemand der gern mit dem Feuer spielt und Dummes anstellt. Also, wer weiß, vielleicht ist es ja doch nicht so aussichtslos?

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt