Gefallen an der Bestrafung

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,,Seungri, ich bin nicht so. Das war das erste und letzte Mal, das ich über sowas nachgedacht habe. Es hat einfach so weh getan wie du mich immer angesehen hast und mit mir umgegangen bist, während ich so viel anders für dich empfunden habe.", ich schluckte einmal kräftig und versuchte mich zusammenzureißen. Er hatte recht damit, das er es nicht umgesetzt hat, auch wenn ich nicht abschätzen kann, wie weit er gegangen wäre, wenn das alles anders gelaufen wäre. ,,Ist okay, aber trotzdem ein bisschen gruselig.", ich wusste nicht was ich sonst sagen sollte und glaube auch nicht, dass es unbedingt zu hundert Prozent das Richtige war.

Ich wollte jedoch nicht kaputt machen, was eben erst angefangen hat. Also versuchte ich es wieder ins Positivere zu lenken. ,,Darf ich fragen, seit wann du schon ehm... Also, seit wann du mich magst quasi?" Er lachte laut auf, was mich verunsicherte. Was war denn so lustig? ,,Seit schon immer du Dummerchen.", seit schon immer? Wie jetzt? ,,Ich habe dich nie gehasst. Früher waren wir immerhin Freunde, bis unsere Eltern sich quer gestellt haben. Naja und dann hast du dich ja auch dazu entschieden mich scheiße zu finden und genau so scheiße zu mir zu sein. Ich hingegen mochte dich eigentlich immer und so richtig mehr wurde es dann vor ein paar Jahren, als ich mit 'nem Mädel aus der Oberstufe zusammen war."

Seit da schon? Das ist ja wirklich ewig her. Vier oder fünf Jahre, wenn ich mich recht entsinne. ,,Warte, warte. So lang schon?!", fragte ich darum verwundert nach, wozu er nickte. ,,Dieses Jahr das Fünfte. Vielleicht verstehst du langsam wie frustrierend das war. Und mit deinem Verschwinden kam mein Outing vor meiner Mutter.", er hat ihr das erzählt? Damit habe ich jetzt überhaupt gar nicht gerechnet. Und wieso kam das mit meinem Verschwinden? ,,Wieso da und was... Was hat deine Mum dazu gesagt? Hast du ihr erzählt, dass du generell auf Typen stehst oder wie?"

Er lächelte sanft und klärte mich auf, was mir die Sprache verschlug. Vielleicht war sie nur deswegen so nett zu mir. ,,Sie dachte erst ich hatte was mit deinem Verschwinden zu tun, haha.", entgeistert nickte ich und musste erstmal verdauen was ich hier alles gehört habe. Der Kerl ist ganz schön verwegen. Daesung konnte oder wollte aber nicht schweigen und fragte stattdessen wann mir das denn klar war, weil das von meiner Seite aus echt ein krasser Wandel gewesen sein muss, oder das zumindest so schien.

Einen kurzen Moment hielt ich inne und überlegte wann ich das erste Mal gemerkt habe, das ich ihn eigentlich ganz gut finde. Wie im Kino lief eine Situation nach der anderen vor meinem inneren geistigen Auge ab, wobei eine besonders präsent war. ,,Kannst du dich noch daran erinnern, wo wir zusammen Tee getrunken haben, wo du auch wieder... also du weißt schon. Da bin ich ja einfach weggerannt.", sofort weiteten sich seine Augen und hatten ein gewisses Funkeln, was ich nicht ganz zu deuten wusste.

,,Ja klar! Also habe ich das doch richtig gedeutet! HA!", ich war verwirrt. Was hat er gedeutet? ,,Wie bitte was?", ,,Na, meintest du da nicht sowas wie "Wir dürfen das nicht?". Das hat sich für mich angehört als wolltest du das eigentlich. Obwohl ich da schon sehr energisch war.", zum Ende hin zwinkerte er schelmisch, was mich nun wirklich rot werden ließ.

Ja, er war sehr energisch und ja es hat mir auch gefallen. Irgendwie... Aber darum geht es gerade ja nicht!

,,Dann ist das bei dir ja eher noch total frisch. Krass. Waren es meine kleinen Bestrafungen oder woher der Wandel?", ich schaute beschämt zur Seite, da ich mir ein bisschen dumm vorkam. Es lag auf jeden Fall auch daran, oder zumindest hat es meine chaotische Gefühlswelt gefördert. ,,Vielleicht ein bisschen. Aber ich glaube es lag einfach daran, dass wir das erste Mal wirklich miteinander geredet haben so. Ich wollte immer in die Ideale meines Vaters passen und dann warst du so... charmant und keine Ahnung. Eben gar nicht so scheiße, wie ich mir dich immer geredet habe." 

Etwas bedrückt schaute er auf seine Hände, versuchte sich aber merklich zu einem Lächeln durchzuringen, was ihm nicht ganz so gelang. Habe ich was Falsches gesagt? 

Sofort begann er wieder zu lächeln, wie es für ihn nur zu typisch ist, als sein Bediensteter mit einem Tablett zu Tisch kam und diesen deckte. Irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl dabei, wie er mich die ganze Zeit anschaute. 

Da ist doch was faul.

,,Also dann, guten Hunger!", lautstark bedankte sich Daesung noch, wonach er sich zu mir rüber lehnte und mir einen Kuss knapp neben meinen Mundwinkel aufdrückte. Wohlgemerkt VOR seinem Diener, weswegen ich weg wich.

,,Lass es dir schmecken mein Süßer."

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt