Bei Daesung angekommen wurde ich sanft von ihm geweckt, weil ich sofort eingeschlafen war, als wir losgefahren sind. Ich war einfach so erschöpft und kaum fähig auch nur einen Schritt zu gehen. Ursache waren wohl die starken Schmerzmittel, die man mir gegeben hat, da ich mit mehreren gebrochenen Rippen entlassen wurde.
Mehr konnten die Ärzte dort auch gar nicht für mich tun. Glücklicherweise hatte ich keine Brüche bei benachbarten Rippen und auch keinen komplizierten Bruch, weswegen nichts Operiert werden muss. Lediglich ein Korsett trug ich, damit mein Brustkorb stabil bleibt.
Weil ich nicht laufen konnte trug mich Daesung hoch in unser Zimmer und legte mich dort in sein Bett, wonach er sich draußen von Jiyong verabschiedete, bevor er wieder zu mir kam. Obwohl er nur ein paar Minuten weggewesen war verspürte ich sofort wieder extreme Angst, die eigentlich total unberechtigt war.
,,Seungri, es tut mir so leid.", hauchte er mit leicht gebrochener Stimme, als er sich zu mir ans Bett setzte. Dabei saß er viel zu weit weg, weswegen ich mit dem bisschen Kraft was mir blieb an seinem Shirt zog. Sofort ging er meiner stummen Bitte nach und legte sich zu mir an meinen Rücken, wonach er mich so vorsichtig wie möglich mit seinen wundervollen Armen umschlang. Sofort war da wieder dieses geborgene Gefühl, was ich hoffentlich nicht wieder so sehr vermissen muss.
Nie wieder will ich in diese Hölle.
,,Danke, dass du mich rausgeholt hast.", gab ich darum kleinlaut zum Besten, wozu er den Kopf schüttelte. ,,Das war Jiyong. Wir haben den Anwalt gewechselt. Eigentlich hättest du schon vor fast einer Woche raus sein müssen.", stumm starrte ich ins Nichts, als ich diese Information zu hören bekam.
Mir hätte das erspart bleiben können?
,,Warum habt ihr das gemacht?", fragte ich mit einer noch viel gebrocheneren Stimme, als Daesung seine und verstand die Welt einfach nicht mehr. ,,Also, es ist nicht unsere Schuld und es lag auch nicht am Wechsel, dass das so lange gedauert hat. Du.. also der Anwalt war eigentlich ein Freund meines Vaters, aber... ich dachte er wär ein Guter und jetzt ist er selbst... Es tut mir so leid.", Ich verstand was er versuchte zu sagen und war nur noch einmal mehr schockiert. Wie viel unglückliche Zufälle gibt es bitte?
Ein Tag früher und mir wäre das nicht passiert. Wieso habe ich so ein Pech?
,,Wir haben alles versucht, um dich dort rauszuholen. Aber Beihilfe zum Mord ist eben keine Lappalie. Ich hoffe du kannst mir meine Fehlentscheidung verzeihen.", ich blieb stumm, nickte aber. Natürlich nehme ich ihm das nicht übel. Er kann schließlich auch nichts dafür und abgesehen davon leidet er ja auch, nicht nur ich.
,,Ich liebe dich.", flüsterte ich aber nur dazu, weil ich für mehr einfach nicht die Kraft hatte. Daesung erwiderte meine paar Worte und küsste mich zärtlich auf meine Wange, was förmlich brannte. Ich fühlte mich so dreckig und benutzt, dass der Kuss gar nicht so ankam, wie er sollte, was mich sprachlos zurückließ. Nur eine einzelne Träne verließ mein Gesicht, was Daesung zum Anlass gab zu fragen, was überhaupt passiert sei.
Ich überlegte lang was ich sagen sollte. Daesung ließ mir derweil alle Zeit der Welt und drängte mich zu nichts, wie es sonst eigentlich üblich für ihn ist. Wirke ich wirklich so mitgenommen?
,,Sie haben mich geschlagen und missbraucht. Also geschlagen alle, das Andere nur zwei von ihnen.", ich sagte es so direkt wie möglich, aber nicht direkt genug. Meine Worte ließen viel zu viel Freiheit für Interpretationen, was ich Daesung nicht antun konnte. ,,Also, Oral. Ich hatte Glück, dass jemand eingeschritten ist, bevor es wirklich schlimm gewor-", er unterbrach mich und wich in Rage schnell nach hinten, womit er mir richtig wehtat, weswegen ich schmerzerfüllt ächzte.
Sofort entschuldigte er sich, äußerte aber seine Wut gegenüber den Leuten, die mir das angetan hatten. ,,Ich finde das schon richtig schlimm Seungri! Das hört sich so an, als würdest du das runterspielen, aber das ist die reinste Katastrophe!", er war laut. Zu laut. Ich konnte doch nichts dafür. Das war dort passierte wollte ich doch selbst nicht. Wieso schreit er mich jetzt so an?
,,Tut mir leid...", flüsterte ich und fühlte mich ekelhaft. Darum legte ich mich auch ein Stück weiter weg und lehnte ab berührt zu werden, als er seine Hand auf meine Hüfte legte. ,,Ich hab wirklich alles versucht, aber sie waren einfach in der Überzahl. Es tut mir so leid!", ich fing an zu weinen und bettelte um Vergebung, was Daesung nur noch wütender machte.
,,Bist du dumm?! Ich bin doch nicht wütend auf dich! Dir muss hier gar nix vergeben werden, weil es nix zu vergeben gibt. Guck doch, wie sie mir dich wiedergegeben haben. Die Penner sollen in der Hölle schmoren!", er wurde immer lauter und bemerkte gar nicht wie ich nickte, als er mich nach meinem Intelligenzstand fragte.
Ich bin dumm. Anderweitig wäre das bestimmt nicht passiert.
DU LIEST GERADE
Mein Rivale // Daeri - Gtop
FanfictionRivalen mit Aussicht auf Freundschaft? Eigentlich gut vorstellbar, aber ein absolutes No-Go für Daesung und Seungri. Sie kennen es nicht anders und ihnen wird immer wieder gepredigt, dass es auch nicht anders zu sein hat. Aber was ist, wenn einer de...
