,,Mama was... was ist passiert?" Weinend und zitternd saß sie auf ihrem Bett und war in ihre Decke eingewickelt. Als ich sie ansprach, wischte sie sofort ihre Tränen aus dem Gesicht und sprach mit mir, als wäre nichts gewesen. ,,Ach Seungri Schatz, was möchtest du denn?" Das nehme ich so ganz sicher nicht hin. ,,Mama, warum hast du geweint?" Ihr eben aufgesetztes Lächeln verschwand sofort wieder und ihr Blick verdunkelte sich. Jetzt hatte ich auf einmal doch Angst, vor der Antwort und eigentlich wollte ich gar nicht mehr wissen, was passiert ist. Aber die Neugier war zu groß.
,,Mach die Tür leise zu und komm her." Ich tat wie sie sagte und setzte mich zu ihr auf das Bett. Als sie eine bequemere Haltung einnahm, hätte ich direkt ausrasten können. Die Decke war an ihren Beinen sowie an ihrer Schulter etwas verrutscht, wodurch blaue und schon gelb verfärbte Flecke deutlich zu erkennen waren, aber ebenso auch frische Verletzungen. Jedoch konnte ich nicht alle erkennen, da meine Mutter sofort wieder die Decke richtete, um all diese Wunden zu verbergen.
,,Seungri, ich halte das nicht mehr aus. I-Ich kann das nicht mehr." Man sah ihr an wie angestrengt sie ihre Tränen versuchte aufzuhalten, was mir unendlich weh tat. ,,Dann... Können wir nicht einfach gehen?" fragte ich sie vorsichtig, aber ehrlich. Das würde auch in meinem eigenen Interesse liegen. Jedenfalls irgendwie... ,,Ich kann dir das nicht antun." Sie lächelte sanft, was mir direkt noch einen Stich in die Brust jagte. Wie kann man in solch einer Situation noch lächeln?
,,Aber das mit Papa kann doch nicht so weitergehen. Guck dich doch mal an." ,,Ich weiß... aber nur weil wir beide Stress haben, sollst du nicht deine Zukunft auf's Spiel setzen." Meine Zukunft? Welche denn? Manchmal bin ich mir gar nicht sicher, was meine späteren Zeiten für mich vorbereitet und übrig haben. ,,Ist schon okay. Er wird sich bestimmt wieder ändern, du wirst sehen. Wenn der Stress weniger geworden ist, wird alles wieder gut." ,,Aber du meintest doch eben-" ,,Glaub mir Seungri. Und jetzt sag was du von mir wolltest ja?"
Sie hat mich einfach mundtot gemacht und ich traue mich irgendwie auch nicht, weiter auf sie einzureden. Meine Mutter wird bei diesem Thema immer ganz komisch und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, hoffe ich auch, dass es wieder so wird wie früher. ,,Ich wollte nur bescheid sagen, dass ich zu Daesung gehe." Verwundert schaute sie mich an und fragte mich, wieso denn Daesung. Daraufhin erklärte ich es ihr auch nochmal, woraufhin sie schon meinte ich solle ruhig los wann ich will und das ich wiederkommen kann, wann ich möchte, da ja Wochenende ist. Scheinbar hat sie nichts gegen den... oder?
,,Also hop hop! Nicht das du zu spät kommst." Sagte sie gespielt fröhlich, wonach ich langsam aus ihrem Zimmer verschwand. Hinter mir die Tür zugezogen, ging ich entgeistert in mein Zimmer und wusste absolut nichts mit mir anzufangen. So kriege ich ganz sicher nichts Gescheites mehr auf die Reihe.
Ob ich einfach zu Jiyong gehe? Immerhin meinte meine Mutter, ich kann los wann ich will und ich muss ja nicht erzählen, das ich vorher noch woanders war. Einen Blick auf die Uhr geworfen, entschied ich mich für ein Ja. Wir haben es erst um 10 Uhr.
Also machte ich mich fertig und nahm auch gleich Jiyongs Schuhe mit. Auf den Weg dorthin, fiel mir wieder ein, wie traurig er geklungen hatte. Wahrscheinlich ist das eine gar nicht so schlechte Idee ihm einen Überraschungsbesuch abzustatten.
Nach meiner Ankunft, klingelte ich und wartete wie immer darauf, das seine Stimme durch die Sprechanlage ertönt. ,,Wer da?" Das war aber nicht Jiyongs Stimme...
...Seunghyun?
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Mein Rivale // Daeri - Gtop
FanfictionRivalen mit Aussicht auf Freundschaft? Eigentlich gut vorstellbar, aber ein absolutes No-Go für Daesung und Seungri. Sie kennen es nicht anders und ihnen wird immer wieder gepredigt, dass es auch nicht anders zu sein hat. Aber was ist, wenn einer de...
