Prinzipiell kann es mir ja egal sein. Hiernach werden wir eh nie wieder was miteinander zu tun haben. Darum ignorierte ich das einfach weg.
Somit verstummten wir beide wieder, was doch etwas unangenehm war. Mit ihm zu reden, aber auch zu schweigen war die ersten Tage gleichermaßen unangenehm, was ich heute gar nicht mehr so sagen kann. Inzwischen ist es fast besser wenn wir uns unterhalten, was ich aber nicht will.
Darum hielt ich dieses unangenehme Gefühl einfach aus, bis wir wieder in seinem Zimmer waren. Dort nahm ich diesmal aber wieder auf dem Stuhl platz, da mir mit ihm auf dem Bett zu sitzen doch etwas zu nah ist. Dazu sagte er glücklicherweise auch nichts, wofür ich ausnahmsweise mal dankbar war. Er muss ja nicht immer alles kommentieren.
Noch einige Zeit arbeiteten wir weiter, wobei ich mit der Zeit immer öfter Aufgaben übersprang und mich immer wieder ein Gefühl der Müdigkeit überkam. Diese Müdigkeit wurde letztendlich so stark, dass ich ehe ich mich versah schon wieder einschlief.
Erst als ich Daesungs Stimme vernahm wachte ich wieder auf und schreckte dabei sogar leicht hoch, was ihn auch erschrocken zu haben schien. ,,Wir sind eingeschlafen.", flüsterte er leise und rieb sich dabei die Augen. ,,Wie spät ist es?", fragte ich daraufhin sofort, wonach Daesung meine Hand griff und die Uhrzeit an seiner Armbanduhr ablas.
Im Normalfall hätte ich wahrscheinlich sofort die Hand weggezogen, wozu ich viel zu erschöpft war. ,,Halb elf.", verriet er mir dann die Uhrzeit, weswegen ich etwas unsicher meinen Arm rieb. Mir war nicht klar, ob meinem Vater diese Uhrzeit schon zu spät war, oder ob ihm egal ist, wo ich bin. Seine Stimmung ist immer so wechselhaft, dass man kaum irgendwas abschätzen kann.
,,Willst du vielleicht erst einen Kaffee trinken oder sowas, bevor du dich ins Auto setzt? Du siehst ultra müde aus.", gähnend sagte mir Daesung etwas, was ich gern zurückgegeben hätte. Er hingegen sah aber weniger müde aus, als er sich anhörte. Ob er wirklich auch eingeschlafen war? Und vorallem... wie lange habe ich wohl geschlafen?
,,Ich weiß nicht.", gab ich zurück, da ich kaum einen klaren Gedanken fassen konnte. ,,Ich auch nicht.", war daraufhin seine Antwort, wozu er lächelte, was ich ihm für einen kurzen Moment gleichtat. ,,Das Angebot von heute Mittag steht noch, also falls du wirklich zu müde bist. Nicht das du nicht zu Hause ankommst. Oder ich fahr dich.", schob er danach hinterher und setzte sich erstmal wieder auf sein Bett.
Die eh schon währende Unsicherheit machte sich in dem Moment nur noch breiter, weil ich urplötzlich alles und nichts wollte. Zusätzlich erreichte ich einen Zustand, den ich wirklich nur selten erreiche. Meistens dann, wenn ich wirklich am Ende meiner Kräfte bin. Immer dann kann ich mich für nichts entscheiden, kenne kein Richtig und kein Falsch und heule wegen jedem Scheiß rum. Wie Sungmin sagen würde: Ich bin einfach etwas Quengelig.
,,Keine Ahnung, ich weiß nicht, ich... ja keine Ahnung.", sagte ich darum und hatte überall ein seltsames Gefühl unter der Haut. Fast so, als würden tausende Ameisen darunter kriechen, was alles noch viel schlimmer machte.
,,Ich kann auch mit deinem Wagen fahren, wenn du das nicht abholen willst. Also, ich bin auch komplett versichert, da würde kein Schaden entstehen, egal was passiert.", bot er dann zusätzlich noch an und sah dabei etwas verzweifelt aus. Dieses Angebot machte es aber nicht besser. Wie sollte er denn dann bitte nach Hause kommen und als ob ich ihn mit meinem Wagen fahren lasse. Was zur Hölle?
,,Und du gehst dann zu Fuß oder was.", fragte ich dazu, wonach er einfach mit den Schultern zuckte und ein "mal sehen" von sich gab. Was ist denn nur mit ihm? ,,Ich hol dir erstmal ein Wasser und dann schaust du mal, dass du etwas wacher wirst.", meinte er dann noch und verschwand.
Aber anstatt wacher zu werden schlief ich einfach wieder ein.
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Mein Rivale // Daeri - Gtop
FanfictionRivalen mit Aussicht auf Freundschaft? Eigentlich gut vorstellbar, aber ein absolutes No-Go für Daesung und Seungri. Sie kennen es nicht anders und ihnen wird immer wieder gepredigt, dass es auch nicht anders zu sein hat. Aber was ist, wenn einer de...
