Frau Woo

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,,Vielen Dank nochmal. Irgendwie ist heute nicht mein Tag.", fing ich ein Gespräch an, damit wir nicht nur dumm herumstehen, wonach sie aber fragte, was denn los sei. Erst zögerte ich, erzählte ihr dann aber trotzdem etwas über mein Problem, wenn auch nur die halbe Wahrheit.

,,Ach, jetzt wo mein Vater nicht mehr da ist und ich zusätzlich seine Arbeit übernehme ist alles drunter und drüber. Es ist für mich noch nicht so einfach zu verstehen, dass er nicht mehr wiederkommt und als würde das nicht reichen habe ich seit kurzem Stress privat mit einem Freund."

Verständnisvoll nickte sie und war für einen Moment etwas in sich gekehrt, als würde sie nach einem Lösungsansatz suchen, was natürlich absolut dumm wäre. Viel mehr glaube ich einfach, dass sie nicht weiß, wie sie reagieren soll. Immerhin sitze ich auf der höchsten Position und ich kenne ihren Namen gerade mal von ihrem Namensschild.

,,Der Verlust ihres Vaters trifft uns alle sehr. Sollten sie irgendwas haben, dass sie mitteilen oder abgeben möchten, sind wir gerne für sie da. Und das mit ihrem Freund klärt sich hoffentlich auch schnell. Sie sehen nämlich wirklich sehr mitgenommen aus, wenn ich ihnen das so sagen darf. Natürlich würde es mich, äh uns, also die anderen und mich, wir würden uns freuen, wenn sie öfters hier wären, aber sie müssen auch an sich denken."

Beschämt schaute sie zum Ende hin zur Seite, was doch ziemlich süß aussah. Auch ihre Schwierigkeit sich eben auszudrücken empfand ich als niedlich, weswegen ich sie etwas damit ärgern wollte. ,,Ach, du freust dich über die Anwesenheit deines Arbeitgebers?", charmant lächelnd nahm ich eine lockere Position ein und trank einen Schluck von meinem Kaffee und bemerkte erst hinterher, dass ich sie gerade geduzt hatte, was ich korrigierte.

,,Schon gut, sie können mich ruhig duzen.", bekam ich stattdessen als Antwort, wonach sie mir ihren Namen verriet. Suji. Leicht lächelte ich und sagte ihr meinen Vornamen, obwohl sie den mit 100-prozentiger Sicherheit schon weiß. Damit wollte ich ihr aber zeigen, dass sie mich auch duzen darf.

Zusätzlich reichte ich ihr noch meine Hand und verbeugte mich leicht, was sie kichern ließ. Diese Offenheit entspannte die Stimmung um einiges, wonach wir eine rege Unterhaltung führten, die ich sehr zu genießen wusste.

Ich habe mich lang nicht mehr mit jemanden so unterhalten.

Die Themen waren unbeschwert und die Wortwahl im Verlauf des Gespräches immer mehr egal. Ewig stehen bleiben konnten wir hier jedoch nicht, was ich ihr auch zu verstehen gab. Also gingen wir gemeinsam hoch, wonach sie noch meinte, dass ich mich doch einfach etwas ausruhen solle.

,,Gestresst bringt man nicht die Leistung, die eventuell gefordert wird.", mit einem unauffälligen Zwinkern entfernte sie sich dann von mir und ich ging meines Weges ins Büro. Dort setzte ich mich erstmal hin und ließ meinen Blick durch den Raum gleiten. Dabei hing mein Blick für einen Moment am Kaffeefleck fest, den ich dort hinterlassen hatte.

Seufzend stand ich vom Tisch auf und dachte an das, was Suji eben gesagt hatte, wobei ich ihr recht geben muss. So wird das hier nichts mehr. Also entschied ich mich für heute Schluss zu machen und nach Hause zu fahren. Außerdem rieche ich unglaublich stark nach Kaffee, was mir etwas unangenehm ist.

Zu Hause angekommen wollte ich direkt Richtung Badezimmer gehen, wobei mir Seungri über den Weg lief. Etwas merkwürdig schaute er mich an, sprach aber nicht mit mir. Dieser Blick löste in mir Verwirrung aus, was ich aber nicht weiter beachten wollte. Im Bad aber fiel mir dann auf wieso er so geschaut hatte.

Mein weißes Hemd war auf Bauchhöhe und am Ärmel dreckig und zusätzlich waren meine Haare etwas zerzaust. Der Geruch hat wahrscheinlich auch noch dazu beigetragen, was mir sofort total peinlich war. Schnell versuchte ich das zu vergessen und sprang unter die schön warme Dusche, wo ich mich viel zu lange aufhielt.

Aus der Gewohnheit heraus hatte ich mir jedoch keine Wechselklamotten mit ins Bad genommen, da ich früher immer einfach mit einem umgewickelten Handtuch in mein Zimmer gegangen bin, was ich versuche zu vermeiden, seit ich einen Mitbewohner habe. Nun war es aber passiert und ich wollte nicht wieder die gleichen Klamotten anziehen, weswegen ich so den Raum wechselte.

Zum Glück ohne Seungri nochmal zu sehen.

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt