Verzweiflung...

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Jiyong pov. 

,,Was habe ich denn damit zu tun?" hörte man Seungri verwirrt aus der Leitung sprechen. Eigentlich wollte ich es ihm nie erzählen, aus Angst, unsere Freundschaft würde darunter leiden. Jetzt habe ich es aber schon Seunghyun, meinem hoffentlich noch festen Freund erzählt, dann kann ich es Seungri auch erzählen. ,,D-Das ist eigent-lich k-kein Thema für ein Te-Telefonat." Man konnte förmlich fast hören, dass er die Augen rollte. Seungri ist echt schlecht darin seine Emotionen aus der Stimme zu nehmen. Egal wie er redet, man weiß immer welche Mimik gerade sein Gesicht ziert.

,,Ich darf nicht raus, da ich zu viel Stress mit der Schule habe. Mein Vater möchte, dass ich bestimmte Pflichten erledigt habe, bis ich wieder raus darf und das ist nichts was in ein, zwei Tagen erledigt ist." Enttäuscht über diese Nachricht, wusste ich nicht so richtig was ich sagen soll. Ich will ihm nicht am Telefon erzählen, was der Grund ist.

Wie könnte ich auch? Sowas macht man immer persönlich. Zwar hat es an sich überhaupt gar keine Gewichtigkeit mehr, jedenfalls nicht für mich, oder ihn, was es mir aber nicht leichter gestaltet, einfach darüber zu sprechen. Für mich waren Gefühle immer ein riesiges Thema, auch wenn man es mir vielleicht nicht immer ansieht. ,,Ehm, dann warte ich bis du wieder Zeit hast." Wählte ich also als Antwort, woraufhin er mich erneut darauf hinwies, wie lange das dauern könnte. 

Als er dann anfing zu meckern, dass er es jetzt aber unbedingt wissen will, musste ich unweigerlich aufhören zu weinen. In solchen Momenten fiel mir immer ein, wieso ich mich damals in ihn verliebt hatte. Er war einfach knuffig und süß. Niemand schafft es mich so zum Lachen zu bringen, selbst wenn es unnormal unwitzig ist, oder ein eigentlich ernstes Thema besprochen wird. Das ist Seungri seine besondere Fähigkeit. Aber das gehört der Vergangenheit an. Obwohl ich ziemlich viel für ihn empfand, zerstörte Seunghyun diese Gefühle mit einem einzigen Blick. Nur weil er im Sommer seine Sonnenbrille abgenommen hatte, um diese zu säubern. Mehr musste er gar nicht machen, um mich in seinen vollen Bann zu ziehen. Einfach unglaublich! Er hat mich sogar dazu gebracht, mich zu outen... Echt krass.

Bei diesem Gedanken kamen mir wieder die Tränen. Ich liebe ihn und er soll mich nicht verlassen. Aber wieso hört er auch nicht zu? ,,Ich rufe dich die Tage nochmal an." Ich wollte nicht gleich wieder am Telefon weinen, weswegen ich mit den Worten einfach auflegte. Mir war es auch egal was Seungri dachte. Momentan war mir alles egal, ich wollte einfach nur meinen Seunghyun zurück.

Verzweifelt wegen der gegenwärtigen Situation, raufte ich mir die Haare und rutschte einfach mit dem Rücken an der Wand runter, an der ich eben noch angelehnt stand. Mein Weinen wurde immer bitterlicher und immer mehr verfluchte ich die Welt um mich herum.

Ich hatte mich einfach schlecht ausgedrückt. Aber warum hat er mich mit der Frage auch so bedrängt? Warum wollte er so sehr wissen, was mit mir und Seungri ist und jemals gewesen war? Seit ich mit ihm zusammen bin, mache ich fast gar nichts mehr mit dem Jüngsten. Auch habe ich doch nie durchsickern lassen, dass da irgendwann mal was gewesen ist und Seungri wusste auch nichts davon. Gesagt haben kann er also nichts. Wieso sollte er auch? 

,,Maannnn...." Ich zog meine Beine ganz nah an mich ran, die ich mit meinen Armen umschlang. Er fehlt mir jetzt schon unglaublich dolle. Wieso hast du mir nicht zugehört... mein Liebling...

Mein Rivale // Daeri - GtopGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt