Kapitel 2

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Ich apparierte direkt ins Ministerium. In 15 Minuten würde mein Dienst beginnen. Genug Zeit also, um Crouch aufzusuchen und ihm mein Hilfsangebot abzugeben.

Also machte ich mich auf den Weg zu ihm.

Dort angekommen, stand mir erst einmal Percy Weasley im Weg.

„Guten Morgen", meinte ich freundlich, als ich vor ihm stehen blieb.

„Armstrong", nickte er mir grüßend zu und musterte mich dann skeptisch.

„Ist Mr. Crouch da?", fragte ich ihn, als er nichts weiter sagte.

„Ja, aber er ist sehr beschäftigt. Im Moment hat er keine Zeit für Gespräche. Er hat alle Hände voll zu tun mit der Weltmeisterschaft und dem Turnier. Und ich komme mit meinen Aufgaben auch kaum hinterher."

In diesem Moment öffnete sich die Bürotür und Crouch schaute hinaus.

„Weatherby, ich brauche noch die Liste der bulgarischen Ehrengäste", meinte er geschäftig, dann fiel sein Blick auf mich.

„Armstrong, was gibt es?"

„Ich wollte Sie kurz sprechen, aber ich sehe, Sie sind beschäftigt", meinte ich freundlich.

„Nein, kommen Sie rein." Er ließ die Tür hinter sich offen.

Im Vorbeigehen grinste ich Percy an und flüsterte ihm ein „Läuft bei dir, Weatherby" zu, während dieser aufgeregt die Liste suchte.

Percy grunzte nur als Antwort. Dann trat ich durch die Tür und stand vor Crouchs Schreibtisch.

„Also, Armstrong", meinte Crouch.

„Ich würde mich gerne freiwillig für den Dienst beim Trimagischen Turnier in Hogwarts melden", sprach ich mein Anliegen aus.

Crouch schaute mich überrascht an. „Sie wollen sich freiwillig melden?"

„Ja, ich habe Hogwarts geliebt und würde gerne mal wieder dahin zurückkehren", log ich. Eigentlich war es ja keine richtige Lüge, sondern nur eine kleine Notlüge über die Gründe. Ich konnte ihm schließlich nicht den wirklichen Grund nennen.

„Weiß Scrimgeour von Ihrem Wunsch?"

„Noch nicht. Mein Dienst fängt gleich an. Dann würde ich ihn unterrichten."

Crouch zog seine Stirn nachdenklich kraus und ich sah ihn abwartend an.
„Warum nicht. Sie sind gut. Wenn Scrimgeour Sie entbehren kann, freue ich mich", sprach Crouch nach einigen Minuten aus.

Ich nickte und wandte mich zum Gehen, als Crouch noch einmal seine Stimme erhob: „Sind Sie beim Finale der Weltmeisterschaft dabei?"

„Natürlich. Unsere Abteilung stellt ein Großaufgebot. Alle, die keine nicht aufschiebbaren Aufgaben haben, sind eingeteilt."

Dann verließ ich das Büro. Mit Crouch würde ich in diesem Leben nicht mehr warm werden. Es war kein Hass, aber definitiv Abneigung. Dennoch führte der Weg nicht an ihm vorbei.

In unserem Großraumbüro ließ ich mich in meiner Parzelle auf den Stuhl fallen und stöhnte. Zu viele Termine am frühen Morgen.

Gerade hatte ich ein Memo an Scrimgeour verfasst und losgeschickt, als ein knallroter Haarschopf über der frontalen Abtrennung erschien.

„Na, warum so genervt", grinste Nymphadora Tonks mich an.

„Arbeit", grinste ich zurück.

„Ach, komm. Du hast doch heute nur Papierkram. Ich muss noch mit den zwei komischen Hexen reden!" Dabei verdrehte sie die Augen.

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