Bereits vier Tage später trafen wir erneut alle im Fuchsbau ein. Dieses Mal jedoch aus einem erfreulicheren Grund. Eine Hochzeit stand an.
Eigentlich war mir nicht nach feiern zu Mute. Ich trauerte noch immer um meinen Mentor. Bill und Fleur waren die letzten gewesen, die ankamen und hatten uns die traurige Neuigkeit überbracht. Mundungus, das elende Weichei, war disappariert, weshalb Moody schutzlos zurückblieb und von einem Todesfluch getroffen wurde.
Ich schwor mir, Mundungus ausfindig zu machen und bis an den Rande des Wahnsinns zu foltern, wenn ich ihn in die Finger bekam.
Barty hatte mir einen ungläubigen Blick zugeworfen als ich ihn in mein Vorhaben eingeweiht hatte und merkte an, dass dies eine wirklich unpassende Methode wäre.
Auch Harry war scheinbar nicht in Feierlaune. Der Auserwählte beschwerte sich noch immer darüber, dass jemand wegen ihm gestorben sei und er genau dies doch verhindern wollte. Außerdem trauerte er um Hedwig. Sie war ihm zu Hilfe geeilt und hatte mit ihrem Leben bezahlt. Der Nebeneffekt war gewesen, dass man anhand von ihr den echten Harry identifiziert hatte.
Dennoch standen wir jetzt alle hier.
Fleurs Nervenzusammenbruch hallte durch den gesamten Fuchsbau.
„Was bin ich froh, dass es bei uns viel einfacher war", lächelte Barty, nachdem er sich die Ohren zugehalten hatte.
Ich pflichtete ihm grinsend bei und nahm einen Schluck des Champagners.
„Was heißt das?", fragte Molly, die gerade mit einem Stapel Teller an uns vorbei ins Zelt wollte.
Wie ins Visier genommen, erstarrten wir und blickten uns ertappt an.
„Nichts", meinte ich schnell.
Doch Mollys Misstrauen war geweckt. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. Anschließend scannte sie unsere Körper und entdeckte meinen Ehering an meinem Finger. Zur Überprüfung schoss ihr Blick an Bartys Hand. Auch er trug seinen Ring.
„Ihr seid verheiratet!", schrie sie überrascht.
Ihr Schrei sorgte dafür, dass alle Anwesenden zu uns kamen. Es war schwer zu überhören gewesen, was sie entdeckt hatte.
„Seit wann?", fragte Arthur freundlich.
„Seit einigen Wochen", meinte Barty ausweichend.
Es war unpassend, ihnen zu erzählen, dass wir unsere Hochzeit zwischen Dumbledores Beerdigung und Harrys Umsiedlung gequetscht hatten.
„Warum habt ihr nichts erzählt oder uns eingeladen?", fragte Molly empört.
„Wir wussten nicht, ob ihr kommen wollen würdet", sprach ich leise. Es war mir unangenehm.
„Natürlich wären wir gekommen!", empörte sich Molly weiter.
„Dann werden wir wohl eine Feier nachholen", schlug Barty diplomatisch vor.
Molly gab sich damit zufrieden. Vermutlich aber auch nur, weil Zeitdruck herrschte. Die Trauung würde bald anfangen und es war noch einiges zu erledigen.
Da Tonks nicht zum Schutz der Feier eingeteilt war, half sie Molly mit den Vorbereitungen. Die restlichen Ordensmitglieder patrouillierten um das Zelt und den Fuchsbau. Barty begleitete mich.
„Denkst du, wir hätten sie doch einladen sollen?", fragte ich ihn unsicher.
„Wir konnten doch nicht ahnen, dass sie sich wirklich für uns freuen", antwortete Barty.
„Dennoch. Sie haben mich aufgenommen und sind Freunde und Familie für mich geworden. Vielleicht habe ich ihnen damit Unrecht getan, indem ich es abgelehnt habe. Es fühlt sich so an, als hätte ich sie von mir weggeschubst, nach allem, was sie für mich getan haben."
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Always
Fiksi PenggemarUm den Schatten der Vergangenheit zu verdrängen, lebt Cathrine für ihre Arbeit als Aurorin. Einzig ihre beste Freundin Tonks kennt die Wahrheit und das Geheimnis über Cathrines erste Liebe. Zumindest, bis die Ereignisse sich überschlagen und Cathrin...
