„Was tust du hier?", schrie er, sichtlich um Contenance bemüht.
„Das kann ich auch dich fragen!", erwiderte ich bissig.
„Ich hatte gehofft und gebetet, dass ich dich hier nicht antreffen würde!", entgegnete er wild.
„Tja, Überraschung. Hat wohl nicht geklappt!", meinte ich sarkastisch. „Warum solltest nur du ein Recht darauf haben, hier zu kämpfen? Und dann auch noch für die falsche Seite!"
„Wer sagt, dass ich für die falsche Seite kämpfe? Wer weiß überhaupt, für welche Seite ich kämpfe? Und du solltest nicht hier sein!"
„Es ist mir egal, was du sagst! Du hast uns im Stich gelassen!", schleuderte ich ihm wütend entgegen.
„Uns?", fragte er sichtlich irritiert und zog die Stirn kraus.
Ich schlug mir auf den Mund. Verdammt, jetzt war die Bombe geplatzt. So hatte ich das jetzt auch nicht vorgehabt.
Doch Bartys Blick wanderte schon an mir herab und fand die Wölbung. Auf seinem Gesicht wechselten sich Irritation, Verstehen, Unglaube, Entsetzen, Freude, Angst, Schock und erneut Freude ab, bis es letztendlich doch bei Entsetzen stehen blieb.
„Überraschung", meinte ich künstlich grinsend.
Ihm wich jede Farbe aus dem Gesicht, als er den Abstand zwischen uns überbrückte.
„Du verschwindest hier. Und zwar sofort!", meinte er, während er sich schützend vor mich stellte und versuchte, mich mit seinem Körper abzuschirmen.
Ich versuchte mich aus seinem Griff zu lösen, doch er war zu stark.
„Lass mich los!", beschwerte ich mich. Als der Griff leicht nachgab, schaute ich zu ihm auf. „Ich bleibe, wo ich bin! Ich lasse nicht zu, dass alle kämpfen und nur ich untätig herumsitze."
Er schaute mich ungläubig an. „Du sitzt nicht untätig herum. Du bist schwanger und hast bei einer Schlacht nichts verloren. Das ist normal."
Ich schnaubte.
Bevor sich einer von uns beiden weiter bewegen konnte, tauchte jemand hinter Barty auf.
„Na, Barty. Wen hast du denn da gefangen?", drang die Stimme von Avery zu uns herüber. Als Barty sich zu ihm umdrehte, wurde mein Blick auf ihn frei. Süffisant grinsend schaute er zu uns.
„Ach, sieh mal einer an. Du hast deine kleine Freundin wieder gefunden. Ist das rührend", grinste er weiter.
Ich wollte ihm bereits etwas an den Kopf werfen, doch Barty war schneller.
„Sie ist nicht meine kleine Freundin, sie ist meine Frau!"
Averys Gesichtsausdruck fror ein. „Seit wann? Wie?"
„Tja, sie hat mich damals in Hogwarts befreit. Und seitdem kämpfen wir mehr oder weniger gemeinsam. Damit hat keiner von euch gerechnet, was?", sprach Barty ebenso grinsend. Danach schleuderte er Avery den Cruciatus Fluch entgegen. Grinsend ging er zu dem am Boden liegenden und zuckenden Avery und beugte sich über ihn. „Weißt du, wie lange ich schon auf diesen Moment warte?"
Averys Augen zuckten panisch hin und her.
„Nicht? Ich warte darauf, seit du dich gewagt hast, Kate im Ministerium mit diesem Fluch zu belegen."
Ich erschrak. So hatte ich Barty noch nie erlebt. Er genoss die Qualen, die er Avery antat. Und das in meinem Namen. Weil der es sich gewagt hatte, mich anzugreifen. Zu was war Barty noch alles fähig?
Als Avery bewusstlos am Boden lag, beendete Barty den Fluch. Ich war mir nicht sicher, ob viel von ihm übrig geblieben war. So musste es auch bei Frank und Alice gewesen sein.
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Always
FanficUm den Schatten der Vergangenheit zu verdrängen, lebt Cathrine für ihre Arbeit als Aurorin. Einzig ihre beste Freundin Tonks kennt die Wahrheit und das Geheimnis über Cathrines erste Liebe. Zumindest, bis die Ereignisse sich überschlagen und Cathrin...
