„Kate! KATE! Wo bist du?"
Schreie und Rufe nach mir weckten mich. Mein Kopf dröhnte.
„KATE!" Der Ruf klang näher als eben.
Ich kniff die geschlossen Augen zusammen und verzog mein Gesicht. Die Stimmen hörten sich in meinem Kopf definitiv zu laut an.
„KATE!" Wieder ein Ruf.
Ich rieb mir mit den Händen über das Gesicht und öffnete die Augen. Wo zur Hölle war ich?
Mein Blick war auf eine Decke gerichtet, deren Putz zum größten Teil heruntergefallen war und den Blick auf die alten Eichenbalken freigab.
Ein Blick nach rechts. Ein kaputtes Fenster. Durch dieses kam die Kälte herein und es trug zusätzlich die Stimmen herein.
Ich lag auf einem Bett. Auf einer alten, durchgelegenen Matratze. Das Metallgestell quietschte und knarzte als ich mich vorsichtig aufsetzte. Eine von Motten zerfressener Wolldecke rutschte von mir herunter. Aber ich trug mein Kleid, meinen Schmuck und sogar meine Schuhe. Mein Mantel lag neben mir.
„KATE!"
Ich stöhnte. Alles drehte sich. Erinnerungsfetzen kamen in mein Bewusstsein. Bartys Gesicht, wie er mich gequält anschaute. Dann ein „Es tut mir leid", ein Zauberstab, Dunkelheit.
„KATE!" Dieses Mal war die Stimme sehr nah.
„Hier!", brachte ich halblaut hervor. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich jemand gehört hatte.
Doch kurz darauf hörte ich, wie die Haustür aus den Angeln gerissen wurde. Schnelle Schritte erklangen dumpf auf dem mit Dreck und Staub belegten Boden. Kurz darauf wurde die Zimmertür aufgerissen.
Remus tauchte auf. Er sah abgehetzt und besorgt aus. Als er mich auf der Bettkante sitzen sah, trat ein Ausdruck der Erleichterung auf sein Gesicht. Er kniete sich vor mich und musterte mich aufmerksam.
„Kingsley, ich habe sie!", rief er. Ich verzog schmerzvoll das Gesicht. Mein Kopf dröhnte noch immer.
„Was ist passiert?", fragte er mich. Im Hintergrund hörte ich schon Kingsleys Schritte. Er stellte sich hinter Remus und schaute mich ebenfalls besorgt an.
„Ich weiß es nicht." Es war keine Lüge, aber auch nicht ganz die Wahrheit. Ich musste Barty hier begegnet sein. Oder doch nicht? Wo war ich überhaupt?
„Wo bin ich?" Ich schaute beide Männer fragend an.
Kingsleys Gesicht verzog sich noch sorgenvoller.
Remus blickte mir direkt in die Augen. „In Godric's Hollow."
Ich sog erschrocken die Luft ein. „Was mache ich denn in Godric's Hollow? Wie bin ich hierher gekommen?"
Remus und Kingsley wechselten einen kurzen Blick.
„Dein Auftrag", sprach Kingsley zögerlich.
Verständnislos blickte ich ihn an.
„An was kannst du dich erinnern, Kate?", fragte Remus leise.
Mein Blick wechselte zu ihm. Angestrengt dachte ich nach.
„Wir haben Weihnachtsgeschenke ausgetauscht", antwortete ich nach kurzer Überlegung.
Remus' Augen weiteten sich. „Kate, das war gestern."
„Was?" Ich spürte, wie mein Kreislauf in Wallung geriet, nachdem das Adrenalin ausgeschüttet worden war. 24 Stunden waren vergangen. 24 Stunden, die aus meinem Gedächtnis verschwunden waren. Das konnte nicht sein.
Mein Körper begann zu zittern, mein Blick verschwamm.
„Komm, wir bringen dich erst mal hier weg", sprach Remus und stand auf. Er packte mich am Rücken und unter den Knien und hob mich hoch.
Kingsley ging mit gezücktem Zauberstab vorweg.
Sobald wir draußen im Schnee angekommen waren, disapparierten beide.
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Always
FanfictionUm den Schatten der Vergangenheit zu verdrängen, lebt Cathrine für ihre Arbeit als Aurorin. Einzig ihre beste Freundin Tonks kennt die Wahrheit und das Geheimnis über Cathrines erste Liebe. Zumindest, bis die Ereignisse sich überschlagen und Cathrin...
