Bereits drei Tage später trafen wir uns alle am Strand. Wir wollten abseits heiraten, ohne Aufsehen. Das Schwierigste war es gewesen, jemanden zu finden, der uns traute. Barty hatte vorgeschlagen, einen Ministeriumsangestellten zu entführen und im Nachhinein sein Gedächtnis zu verändern, sodass er uns vergaß. Ich war strikt dagegen gewesen... aus Gründen.
Am Ende hatte uns der Geistesblitz erfasst, einen Standesbeamten der Muggel zu nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es jemanden gab, der uns kannte, war sehr gering. Und da wir nur zu viert waren, gab es auch keine Probleme, sich als Muggel auszugeben.
Der Standesbeamte war zwar etwas perplex gewesen, dass es so schnell gehen sollte, doch wir konnten ihn überzeugen, dass wir nichts großes geplant hatten. Er wollte es zwar nicht wirklich verstehen, warum wir nicht unsere Liebesgeschichte bei der Trauung hören wollten, doch auch hier leistete Barty erfolgreich Überzeugungsarbeit.
Das Wetter war typisch englisch. Eine frische Brise kam vom Meer herüber, der Himmel war wolkenverhangen. Trotzdem herrschten angenehme Temperaturen. Tonks hatte mich gezwungen, ein weißes Kleid anzuziehen. Es gehöre dazu.
So stand ich in einem lockeren, knielangen Kleid mit Carmenausschnitt und barfuß vor Barty. Meine Haare waren offen, nur hinter dem linken Ohr waren sie mit einer Blumenspange etwas nach hinten gesteckt. In den Händen hielt ich einen kleinen Strauß mit Blumen aus unseren Beeten.
Barty war ebenfalls barfuß. Er trug ein weißes Hemd und eine schwarze Hose.
Tonks trug ein Kleid, welches ihren wachsenden Babybauch etwas umspielte. Remus trug wie immer einen Anzug.
Ich war mir sicher, dass der Standesbeamte uns mehr als einmal skeptisch gemustert hatte, doch er blieb professionell und zog die Zeremonie durch. Es musste sich um die schnellste Hochzeit halten, die er jemals geleitet hatte, doch das war uns allen egal.
Barty und ich tauschten die Ringe, die ich für uns ausgesucht und auf dem Heimweg von der Arbeit gekauft hatte. Es war unmöglich gewesen, mit Barty eine Shoppingtour durch London zu machen. Die Ringe waren einfach und schlicht gehalten und aus Silber. Es gab keine Inschrift, keine Steinchen, keine Muster.
Nach der Trauung gingen wir vier in unser Haus, setzten uns ins Wohnzimmer und stießen an.
„Ich kann es nicht glauben, dass ihr geheiratet habt", meinte Tonks.
„Ist das so abwegig?", fragte Barty, woraufhin er von uns dreien angestarrt wurde.
„Ja, okay", gab er zu, „die Zeichen standen vielleicht nicht so günstig für uns."
„Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts", lachte Tonks.
„Aber ihr habt es dennoch endlich geschafft. Nach all der Zeit", meinte Remus und prostete uns zu.
Ich stieß an und trank mein Glas in einem Zug leer. Es war vollbracht. Das, was wir uns vor einer gefühlten Ewigkeit ausgemalt hatten, war tatsächlich Realität geworden. Ich war Mrs. Crouch.
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Always
FanfictionUm den Schatten der Vergangenheit zu verdrängen, lebt Cathrine für ihre Arbeit als Aurorin. Einzig ihre beste Freundin Tonks kennt die Wahrheit und das Geheimnis über Cathrines erste Liebe. Zumindest, bis die Ereignisse sich überschlagen und Cathrin...
