Kapitel 90 - Kein Tag ohne dich

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Letztes Kapitel für heute <3

Es ist zu real. Ich kann ihn wirklich spüren. Ich kann wirklich die Wärme seines Atems spüren und seinen Geruch riechen. Das hier kann keine Vorstellung sein.

Um sicher zu gehen, er ist wirklich hier und umschließt mich mit seiner Wärme, traue ich mich nach seiner Hand zu greifen, die fest um meinen Oberkörper geschlungen ist.

Ich kann sie fühlen. Sie ist warm und echt.

Wie hypnotisiert greife ich nach ihr. Und dann wird mir klar, dass er wirklich hier ist.

Ein riesiger Kloß wächst in meinem Hals, weil mich zu viele Gefühle auf einmal überfluten. Ich kann sie nicht kontrollieren, doch das muss ich gerade auch nicht.

Sachte führe ich seine Hand zu meinem Gesicht und lege meinen Kopf hinein. Es fühlt sich so wunderbar an. Es fühlt sich so wunderbar echt und geborgen an.

Ich schließe die Augen. Genieße seine Nähe. Genieße die Tatsache, dass er zurückgekommen ist.

„Bitte", hauche ich leise. „Bitte geh nicht noch einmal."

Er rutscht noch näher an mich heran, hat mich fest in seinem Griff. Seine Hand hält habe ich weiterhin jedoch in meinem Griff. Ich werde sie die ganze Nacht halten, denn das konnte ich nie.

„Ich werde nicht gehen", spricht er mit seiner leisen, rauen Stimme. „Ich werde da sein, wenn du aufwachst."

Ich atme. Er wird da sein, wenn ich aufwache.

„Versprichst du es mir?", frage ich ihn mit müder, ausgelaugter Stimme.

„Ich verspreche es dir."

Ich schlafe sofort ein. Denn ich kann es jetzt. Ich weiß, er ist hier, ich weiß, er beschützt mich, ich weiß, er wird nicht mehr gehen und ich weiß, dass ich nicht allein bin. Jetzt kann ich ruhen. Jetzt kann ich endlich ruhen.

-

Ich wache auf. Für einen kurzen Moment, weiß ich nicht, wo ich bin. Doch dann öffne ich die Augen und eine ungewohnte Wärme umgibt mich.

Und dann erinnere ich mich.

Harry.

Mir kommen sofort die Tränen, als ich sehe, wie ich tatsächlich seine Hand in meiner halte und wie ich tatsächlich seinen Atem in meinen Nacken spüre und wie mir tatsächlich seine Präsenz den Atem nimmt.

„Du bist wach", ertönt seine Stimme, die mein Herz sofort noch schneller schlagen lässt.

Mein Atem zittert und ich weiß nicht, was ich tun soll. Er ist wirklich hier bei mir. Sogar die Sonne scheint durch das bleiche Fenster über uns. Es ist mir egal, dass meine Eltern mich nicht in meinem Bett vorfinden werden, es war mir nie weniger egal.

„Ja", sage ich mit heiserer Stimme und versuche meinen Körper zu kontrollieren. „Und du bist noch hier."

Wieder drückt er mich näher an sich heran, was mir kurz den Atem nimmt, doch das ist nicht schlimm. „Ich hatte es dir versprochen." Er atmet tief ein und aus. „Und dabei hasse ich Versprechen."

Ich schlucke schwer, um den Kloß in meinem Hals zu entfernen. Ich kann die Situation noch nicht ganz verstehen, ich kann das Glücksgefühl noch nicht ganz an mich heran lassen. „Du hast mich in einem Albtraum leben lassen", flüstere ich, lasse seine Hand jedoch nicht los, denn sonst würde ich denken, ich träume wieder.

„Ich weiß", sagt er mit kratziger Stimme.

„Ich habe jeden Tag gelitten, als du nicht da warst", erzähle ich weiter.

Remember His StoryGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt