Kapitel 73

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Na schon gespannt wer Winn im letzten Kapitel am Boxen gehindert hat. Immerhin ist der jenige der Retter der Schlosswand, die unter Winns Wutausbruch leiden musste XD

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,,Winn?" Verwundert drehte ich mich um, ließ die Wand in Ruhe und schaffte es irgendwie ein Lächeln zustande zu bringen. ,,Oh hey. Was machst du denn hier? Bist du nicht in der völlig falschen Etage, am falschen Ende des Schlosses?" Sie fing an zu kichern, was mich einen Moment komplett aus dem Konzept brachte, immerhin hatte ich sie noch nie so lachen sehen. Das war schon ein komisches Erlebnis, vielleicht sollte ich mir den Tag im Kalender makieren. Das soll auf keinen Fall böse klingen, ich habe schließlich nichts gegen sie. Pancy strich ihre schwarzen Haare nach hinten und kam einige Schritte auf mich zu. Lag da etwa Besorgtheit in ihrem Blick? Sandman hatte mir wohl schon zu viel Sand in die Augen gestreut. ,,Alles okay?" Immer noch völlig verwundert sah ich sie an, offenbar machte sie sich wirklich Sorgen um mich. Naja, wir waren auch befreundet. ,,Ja alles okay, bin bloß müde." Das war nicht gelogen, ich war hundemüde und wollte am liebsten sofort in mein Bett. Doch etwas in mir hatte sich ja für diesen Abendlichen Rundgang entschieden. Ich sah Pancy fragend an: ,,Wie kommt es, dass man dich hier oben antrifft?" ,,Keine Ahnung. Ich konnte nicht schlafen und bin ein bisschen durch die Gegend gewandert." Genau wie bei mir, allerdings aus verschiedenen Gründen. ,,Ja... ich auch irgendwie... Nun ja, ich gehe besser wieder. Die anderen wundern sich bestimmt, wo ich bleibe!" Sie zog einen Schmollmund, lächelte dann aber: ,,Schade, aber da kann man wohl nichts machen. Naja wir sehen uns sicherlich morgen!" Nickend lächelte ich, als sie mich ganz überraschend umarmte. Pancy überraschte mich doch immer wieder aufs neue. Sie winkte noch einmal zum Abschied, bevor sie im dunklem Flur verschwand. Ich mochte sie, wirklich. Sie war so anders, es war toll etwas mit ihr zu machen und ich war froh, dass wir Freunde geworden sind. Das einzige Manko, welches nervig war, ihre übertriebene Schwärmerei für Draco Malfoy. Wie konnte man nur auf solch ein Arschloch (entschuldigt Winns Wortwahl) stehen? Seufzend wandte ich mich um, ging vorbei an der Wand, auf welcher nun schwarze Rückstände meiner Schuhe prangten und blieb vor dem Portrait der fetten Dame stehen. Nachdem ich ihr das Passwort, es hieß Grimm, voll Klischeehaft ich weiß, nannte, konnte ich in den inzwischen lehren Gemeinschaftsraum gehen. Da niemand meiner Freunde mehr hier war, beschloss ich sofort ins Bett zu gehen und falls nötig allen Fragen von Hermine auszuweichen. Ich wollte mit niemanden über meinen Vater reden, auch mit Harry nicht. Als ich das Zimmer betrat schliefen die anderen bereits, weshalb ich mich leise umzog, die Zähne putzte und dann in mein Bett stieg. Nachdem ich die Vorhänge zugezogen hatte, übermannte mich die Müdigkeit und riss mich in einen Tiefen Schlaf.

Als wir am nächsten Morgen beim Frühstück saßen, ließ Harry die Bombe platzten. Jedenfalls machte Hermine einen Aufstand, nachdem er erzählt hatte, dass er meinem Das geantwortet habe und ihm schilderte, sich die Schmerzen nur eingebildet zu haben und das mein Dad nicht extra wieder kommen musste. Zugegeben es war eine schwache Ausrede, doch ich würde es ebenfalls besser finden, wenn er sich von England fern hielt. Es war nur zu seiner eigenen Sicherheit. Seufzend stocherte ich in meinem Müsli, ich hatte keinen Hunger mehr. Ein gutes hatte dieser Morgen allerdings, da Hermine nun endlich wieder etwas aß. Wobei ich mir sicher war, dass ich auch schon vorher etwas gegessen hatte. Kaum Vorstellbar, dass sie seit Anfang des Schuljahres ohne Essen ausgekommen war. ,,Harry ich finde es nicht gut, dass du Sirius belügst! Denkst du wirklich er ist so blöd und fällt darauf rein, dass deine Narbe scheinbar doch nicht weh tut?" Sie sah ihn tadelnd an und hatte in diesem Moment erschreckende Ähnlichkeit mit Professor McGonagall. Harry zuckte bloß mit seinen Schultern und wandte sich seinem Essen zu, was Hermine noch wütender werden ließ. Beruhigend legte ich ihr eine Hand auf die Schulter: ,,Lass es gut sein Hermine. Ich glaube kaum, dass mein Dad diesen Brief ernst nimmt. Er wird kommen, ganz sicher!" Während ich sie versuchte zu beruhigen, versetzte ich mich nur noch mehr in Panik. Was wenn man ihn fand und er verhaftet wurde? Sicherlich bekam er dann sofort den Kuss des Dementors. Ein Schauder überkam mich, als ich an die gruseligen Gestalten dachte, die in Askaban herum schwirrten und letztes Jahr hier in Hogwarts ihr Unwesen getrieben hatten. ,,Gut ich höre auf. Aber denkt jetzt nicht, das Thema währe Abgehakt! Wir müssen eh jetzt zum Unterricht gehen!" Damit erhob sie sich und verließ die große Halle. Ron verdrehte genervt die Augen, sagte aber nichts, nachdem ich ihm einen mahnenden Blick zu warf. Zusammen mit Harry und Ron verließ auch ich die Halle und folgte den beiden zu Verteidigung gegen die Dunklen Künste.

Das Leben einer Black (Slow Updates)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt