Am nächsten Morgen wurde ich unsanft geweckt, als Lavander und Fay einen Eimer Wasser über mich auskippten. Erschrocken fuhr ich hoch, mein Schlafanzug war durchtränkt und meine Haare klebten in meinem Gesicht. ,,Was sollte das? Jetzt ist mein ganzes Bett nass!" Fay kicherte vergnügt, als sie ihren Zauberstab schwang und sowohl Bett und ich wieder trocken waren. ,,Erstens können wir zaubern und wie du siehst, ist jetzt alles so wie vorher und zweitens, heute fängt die Schule an und damit du nicht das Frühstück verschläfst, dachten wir, dass wir doch wecken!" Beleidigt stand ich auf und verschwand im Badezimmer. Sie hätten mich auch einfach normal wecken können und mussten nicht gleich nach so drastischen Maßnahmen greifen. Während ich mich umzog, überlegte ich mir einen Racheplan, um mich bei ihnen für den Wasservorfall zu revanchieren. Da mir aber nichts einfallen wollte, ließ ich es mit Rache einfach bleiben und verließ das Badezimmer. Keiner war mehr im Schlafraum, noch nicht einmal warten konnten sie.
Unten im Gemeinschaftsraum saß Hermine, doch auf meine Frage, ob sie mit zum Frühstück wollte, antwortete sie mit nein. Seufzend sah ich sie an: ,,Aber Hermine. Wir kriegen heute doch unsere Stundenpläne!" ,,Ich habe meinen bereits." Sie hielt ihren Stundenplan hoch, bevor sie ihn zurück in ihre Tasche schob. ,,Wir sehen uns nachher bei der ersten Stunde." ,,Wenn du meinst. Aber sag doch mal, müsstest du nicht langsam vor Hunger umkommen? Du hast an unserem ersten Abend schon nichts gegessen und von gestern will ich erst gar nicht sprechen!" Sie schien unbeeindruckt zu sein von der Tatsache, dass ich mir ernsthafte Sorgen um sie machte, da sie nur mit ihren Schultern zuckte: ,,Sobald das erste Hogsmeadwochenende stattfindet, werde ich etwas essen, was nicht von Elfen gemacht wurde!" Sie konnte manchmal echt sturr sein und gerade jetzt machte mich ihr Verhalten wütend. Außerdem war es überhaupt nicht gesund, wenn sie nichts mehr aß und das erste Wochenende Hogsmead war auch nicht mal eben in ein paar Wochen. Fanden dieses Jahr diese Wochenenden überhaupt statt? Schön wäre es, da ich nun offiziel ins Dorf durfte, da mein Vater Harry und mir eine Erlaubnis unterschrieben hatte, die wir noch abgeben mussten. Da ich keine Lust hatte, weiter mit ihr zu diskutieren, verließ ich den Gemeinschaftsraum und machte mich auf den Weg hinunter zum Frühstück. Unterwegs traf ich auf diese blonde Bouxbaton Schülerin, die zusammen mit der kleinen Turnerin und einer mir nur all zu bekannten Ravenclaw in Richtung große Halle war. Warum in Merlins Name musste es ausgerechnet Louisa sein, die mit den beiden unterwegs war? Das war genau die Person, sie mich am wenigsten leiden konnte. Beim näherem hinsehen bemerkte ich, sie ähnlich die beiden blonden sich sahen. Ob die kleinen ihre Schwester war? Um nicht bemerkt zu werden, blieb ich hinter den dreiem, aber nah genug, um sie verstehen zu können. ,,Also wie gefällt es euch bis jetzt hier?" ,,Naja es ist anders als bei uns in Frankreich, aber es wird gehen." Was für eine eingebildete Ziege war das denn? Wie konnte man einen Ort wie Hogwarts als okay bezeichnen? Hogwarts war großartig, es war mein Zuhause. ,,Naja vielleicht hast du recht. Ich würde eure Schule so gerne einmal sehen." Wut machte sich in mir breit, als ich Louisa so reden hörte. Wieso redete sie so schlecht über diesen Ort? Sie konnte doch nicht behaupten, eine andere Schule wäre besser, vor allem, wenn sie diese noch nicht gesehen hatte. Doch was regte ich mich eigentlich auf, so war sie nun mal. Über mich sprach sie auch nur Mist, dass ich genauso gefährlich wäre wie mein Vater und eingesperrt gehörte. Ich frage mich, ob sie es den Bouxbaton schon erzählt hatte? Während ich so darüber nach dachte, stieß ich mit der kleinen blonden zusammen, da wir gerade an einer Treppe angekommen waren, die gerade vor unserer Nase wegschwang. ,,Verzeihung!", sagte ich, als die drei sich zu mir umdrehten. Louisas Blick verwandelte sich in reine Panik, die große, blonde sah mich ausdruckslos an, doch die kleine lächelte: ,,Ist doch nichts passiert!" Ihr französischer Akzent war deutlich zu hören. ,,W-was machst du denn hier?" Ein wenig verwirrt drehte ich mich zu Louisa, als mir einviel, dass sie ja leider auch noch da war: ,,Ich gehe zum Frühstück, wie jeder Schüler dieser Schule. Falls du es vergessen hast Lou, ich bin auch hier in der Schule." Das ich sie Lou genannt hatte, schien ihr gar nicht zu gefallen, doch bevor sie noch etwas sagen konnte, hatte ich mich an ihr vorbei gedrängt und eilte die Treppe nach unten.
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Das Leben einer Black (Slow Updates)
FanfictionWinn Black ist die Tochter des berüchtigten Massenmörders Sirius Black. Oft hat sie es deshalb ein bisschen schwer, wenn die Leute ihren Namen erfahren, doch zusammen mit ihren Freunden übersteht sie jede Situation. Auch erlebt sie zusammen mit ihn...
