Kapitel 87

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„Ich dachte, du hättest das Eier Rätsel schon lange gelöst, Harry?" „Sprich doch leiser Hermine!", zischte Harry leise. Er warf einen Blick nach vorne, doch schien Proffessor Flittwick es nicht bemerkt zu haben. Heute übten wir den Zauber Depulso. Aus diesem Grund hatte Flittwick jedem von uns eine Menge Kissen zum Anfang der Stunde gegeben. Zum Schutz. Für uns vier, waren die Kissen aber eine gute Möglichkeit, um uns in Ruhe zu unterhalten. Harry hatte Hermine und Ron von dem Rätsel im Ei erzählt und berichtete dann, was danach passiert war. „Das hast du mir gar nicht erzählt!" „Ich dachte es wäre besser es euch allen zu erzählen, bevor ich die Ganze Geschichte doppelt erzählen müsste." Klar, das ergab Sinn. „Aber wieso sollte Professor Moody Snapes Büro durchsuchen?", fragte Ron verwirrt. Harry zuckte mit den Schultern: „Vielleicht will er neben Karkarov auch Snape im Auge behalten." Warum auch immer er es getan hatte, ich fand es merkwürdig. Den Rest der Stunde unterhielten, oder viel mehr diskutierten wir darüber, ob Snape nun der gute oder böse war. Hermine war der Meinung da Dumbledore ihm vertraute, sollten wir das gefälligst auch tun. Ja er verabscheute Harry und zog Gryffindor liebend gerne Punkte ab, aber das hieß noch lange nicht, dass er immer noch der selbe wie früher war.

Den restlichen Nachmittag lang schien Harry über das was in der gestrigen Nacht geschehen war zu denken. „Harry, meinst du nicht, du solltest dich lieber auf die zweite Aufgabe konzentrieren? Aus dem Lied weißt du dass es mit dem schwarzen See zu tun hat! Und da die Zeitbegrenzung eine Stunde ist, vermute ich, dass du etwas unter Wasser suchen musst!" „Das weiß ich doch auch Winn, aber..." Er brach ab und raufte sich die Haare. Wir saßen im Gemeinschaftsraum und machten unsere Hausaufgaben. Obwohl eigentlich machten Hermine und ich unsere Aufgaben. Ron schrieb nur ab und Harry war zu aufgeregt um sich zu konzentrieren. „Gibt es nicht etwas, womit man eine Stunde lang unter Wasser bleiben kann?", fragte Ron, als er erneut versuchte auf Hermines Pergamentrolle zu schielen. Diese warf ihm einen bissigen Blick zu und zog die Rolle weg. „Ein Atmungsgerät zum tauchen wäre nicht schlecht", murmelte Harry eher zu sich selbst. Ron blickte neugierig auf und auf seine Frage hin, erklärte Harry ihm, dass die Muggel zum tauchen ein Sauerstoffgerät benutzten, um unter Wasser atmen zu können. Daraufhin schien er hell auf begeistert: „Benutz einfach noch einmal den Aufrufezauber und hol dir so ein Gerät her! Dann kannst du das mit links schaffen!" Wütend schlug Hermine ihr Aritmantik Buch zu. Mit einem seufzen wandte sie sich Ron zu: „Das ist eine bescheuerte Idee Ron. Selbst wenn Harry solch ein Gerät herebei ruft, kann er es noch lange nicht benutzen! Er war nie tauchen und weiß nicht wie er mit einer Taucherlunge umgehen soll!" „Das kann doch nicht so schwer sein!" Ich schüttelte nur lachend den Kopf, während die beiden weiter diskutierten. Ich zog mein Buch für Zaubertränke aus meiner Tasche und versuchte der Unterhaltung meiner Freunde nicht weiter zu lauschen. Wenn das so weiter ging würde Harry am Tag der Prüfung ratlos am Wasser stehen und keine Ahnung haben was er machen sollte. Ich seufzte leise. Snapes Aufgaben waren wieder einmal unmöglich zu schaffen. Wieso ließ er uns immer Meterlange Aufsätze schreiben, wenn die nächste Stunde gleich am nächsten Tag stattfand. Für ihn musste das so etwas wie genugtuung sein, seine Schüler zu quälen. Den Kopf tief über mein Buch gerichtet, las ich mir noch einmal das Kapitel durch, welches wir in der letzten Stunde begonnen hatten. Dann schrieb ich fein säuberlich die Zutaten einiger Zaubertränke auf, über die wir in unserem Aufsatz schreiben sollten. Plötzlich fuchtelte jemand mit den Armen vor meinem Gesicht herum. Als ich aufsah, blickten Harry, Ron und Hermine mich erwartungsvoll an. „W-Was ist los?" „Hermine hat vorgeschlagen in die Bibliothek zu gehen. Vielleicht finden wir dort etwas, was mir bei der nächsten Aufgabe helfen kann. Kommst du mit?" „Klar. Snapes Hausaufgaben mache ich heute Abend einfach weiter!" Und mit diesem Worten räumte ich meine Schulsachen in die Tasche, ehe ich meinen Freunden hinunter in die Bibliothek begleitete. 

Die nächsten Wochen verbrachten wir in unserer freien Zeit immer dort. Leider ohne Erfolg. Selbst Madam Pinns hatte uns auf Nachfrage nicht weiterhelfen können. Die Zeit der zweiten Prüfung rückte näher und man konnte deutlich die wachsende Anspannung bei Harry sehen. Ich versuchte zwar ihn zu beruhigen, doch es half nichts. Wenn ich doch nur eine Lösung für sein Problem wüsste. Aber wenn nicht einmal Hermine eine Idee hatte, wer sollte es dann haben? Und leider lief die Uhr immer weiter und bereits am morgigen Tag würde die zweite Aufgabe stattfinden. Wir gingen gerade zum Unterricht in Pflege magischer Geschöpfe, immer noch mit den Gedanken bei Harrys Unterwasser Problem. Harry hatte erst gestern einen Brief meines Vaters erhalten, der sich nach unserem nächsten Hogsmead Wochenende erkundigt hatte. Wollte er etwa kommen? Ich freute mich zwar, ihn vielleicht bald wiedersehen zu können, doch war das viel zu riskant. Was wenn ihn jemand entdeckte. Und auch wenn er in seiner Animagusgestalt kam, er musste nur von den falschen gesehen werden. Snape wusste immerhin wie mein Vater als Hund aussah und was war mit Professor Moody? Konnte sein magisches Auge vielleicht auch erkennen, dass ein großer, schwarzer Hund eigentlich keiner war? Am liebsten hätte ich ihm gleich eine Eule geschickt, doch würde er sowieso nicht auf mich hören. Schon von weitem konnten wir Hagrid entdecken, der uns fröhlich zuwinkte. Er übernahm nun wieder den Unterricht und ich hoffte inständig, dass wir keine gefährlichen Tiere behandeln würden. Unwillkürlich musste ich an die knallrümpfigen Kröter denken und erschauderte. Doch als wir bei Hagrid angekommen und die Klasse versammelt war, ging es schnurstracks zurück zur Weide mit den Einhörnern. Hagrid wusste eine Menge über gefährliche Kreaturen, immerhin hatte er eine Schwäche für sie, doch über Einhörner wusste er genauso viel. Das war vielleicht die erste Stunde in Pflege magischer Geschöpfe die ich von Hagrid mochte. Augenblicklich fühlte ich mich schlecht für diesen Gedanken, immerhin war Hagrid unser Freund. Ein kreischen und quieken ging durch die Menge, als Parvati und Lavender auf etwas am Waldrand zeigten. Zwei kleine Einhornbabys blickten uns neugierig an, entschieden sich aber auf Abstand zu bleiben. Verdammt waren die süß. Selbst Pancy schien hin und weg zu sein. Ich grinste ihr zu und sie versuchte verlegen ihre ernste Miene wieder aufzusetzten. Ich formte mit den Lippen die Worte: „Ich verrate es keinem!"-und lächelte. 

Nach dem Unterricht gingen wir zurück hoch ins Schloss, und hatten wieder einmal dasselbe Thema angeschnitten, als Fred und George auf uns zukamen. „Ron, Hermine, Winn wir haben euch gesucht. McGonnagal will euch sehen!" Verwirrt sahen wir uns an. „Was will Professor McGonnagal denn von euch?", fragte Harry verwirrt. Ich zuckte mit den Schultern. Etwas angestellt hatten wir nicht. Ob sie herausgefunden hatte, dass ich den Unterricht geschwänzt hatte? Nein das könnte ich mir nicht vorstellen. Ron und Hermine waren ja nicht dabei gewesen. Aber was konnte sie sonst von uns wollen und wieso betraf es Harry nicht? „Kommt ihr jetzt endlich?", fragte George genervt, wobei er es patu vermiet mich anzusehen. Wir nickten, verabschiedeten uns von Harry und folgten den beiden den Gang entlang. Sie brachten uns zum Klassenzimmer für Verwandlung. „Wir gehen dann mal wieder. Bis später!" Und damit verschwanden sie. Kurz sahen wir einander an, ehe wir in den Klassenraum traten, wo Professor McGonnagal hinter ihrem Schreibtisch saß. Und sie war nicht allein. Vor dem Pult waren vier Stühle auffgestellt worden. Auf einem, schüchtern dreinblkickend saß die kleine Schwester von Fleur. „S-Sie wollten uns sehen, Professor?", fragte Hermine besorgt, die vermutlich schon mit Nachsitzen rechnete. Oder noch schlimmer mit einem Rauswurf. Allerdings hatten wir uns nichts zuschulden kommen lassen. „Setzten sie sich!", forderte McGonnagal uns auf und wies auf die freien Stühle. Sobald wir saßen fing sie auch schon mit dem Grund unseres kommens an: „Sie vier wurden ausgewählt als die vier Schätze der Teilnehmer des Tuniers zu fungieren!" „Was werden wir?", platzte es Ron und mir heraus. Professor McGonnagal beachtete uns mit einem missbilligenden Blick, ehe sie ungeirrt fort fuhr: „Bei der zweiten Aufgabe müssen die vier Teilnehmer im schwarzen See etwas finden, was dort vor ihnen versteckt wurde. Sie haben eine Stunde für diese Aufgabe Zeit. Und da kommen sie vier ins Spiel. Sie wurden ausgewählt diejenigen zu sein, welche die Champions suchen müssen. Das bedeutet dass sie vier vor Beginn des zweiten Turniers zum See gebracht werden und mit einem Zauber unter Wasser ausharren müsst, bis man euch findet!" „Wir müssen was? Aber Professor ist das nicht zu gefährlich? Was wenn wir nicht gefunden werden!" „Machen sie sich darüber keine Gedanken Mr. Weasly. Ihnen wird schon nichts passieren. Sie werden einen Trank trinken, der es ihnen ermöglicht unter Wasser zu atmen. Allerdings werden sie die gesamte Zeit nicht bei Bewusstsein sein, solange nicht, bis sie wieder zurück an die Oberfläche kommen!" Mir schwirrte der Kopf. Wir vier würden unter Wasser gebracht werden, ohne Bewusstsein, ohne das wir mitbekamen was passierte? Mir war unwohl bei dem Gedanken eine Stunde lang im schwarzen See ausharren zu müssen. „Aber wieso wir Professor?", fragte Hermine besorgt. Ja das wollte ich auch gerne wissen. Wieso ausgerechnet wir. „Weil sie alle in Verbindung mit jemanden von den Teilnehmern stehen. Miss Delacour und ihre Schwester. Mr. Potter und Mr. Weasley. Mr. Krumm und Miss Granger und Mr. Diggory und Miss Black!" „Das heißt Cedric muss mich in dieser Stunde unten im See finden?" Warum hatten sie ausgerechnet mich gewählt? Nur weil wir zusammen zum Weihnachtsball gegangen waren? Hätte nicht jemand anderes besser gepasst? 

Ich hatte viel nachgedacht in der letzten Zeit und war zu dem Schluss gekommen, dass das was auch immer da zwischen uns gewesen war, nach dem Ball allmählich verblasst war. Ich konnte nicht einmal sagen ob da überhaupt etwas gewesen war oder ob ich nicht allmählich verrückt spielte. Professor McGonnagal erklärte uns derweil alles weitere und so erfuhren wir, dass wir für diese Nacht nicht zurück in unsere Schlafsäle kehren würden. Nachher würde einer von uns noch etwas erzählen. Missmutig sahen Ron, Hermine und ich uns an. Keiner von uns war wirklich scharf darauf wie bewegungslose Wasserleichen im See zu dümpeln und darauf zu warten dass uns vielleicht jemand retten kam. Hoffentlich würde das ganze Morgen gut ausgehen. 

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Hallo. Das letzte Kapitel liegt ja schon ein Weilchen zurück XD Es tut mir soooo leid das ich diese Geschichte vernachlässigt habe aber ich verspreche dass ich versuchen werde jetzt wieder mehr zu schreiben.

Ich hoffe euch gefällt das Kapitel auch wenn es vielleicht ein bisschen kürzer ist. Aber für den Einstieg nach...ich glaube es sind jetzt zwei Jahre ist das ganz okay.

Also dann bis bald eure Sabrina 

Das Leben einer Black (Slow Updates)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt