Wir gingen die Treppen hinunter zur Eingangshalle. Mein Herz klopfte wie wild und ich hatte das Gefühl, kaum atmen zu können. So aufgeregt war ich noch nie gewesen. Da war unsere Begegnung mit Fluffy im ersten Jahr Zuckerschlecken gewesen. Oder der Kampf gegen den Basilisken. Stimmengewirr dräng von weiter her und leise Musik war zu hören. Die meisten schienen bereits unten zu sein. Langsam lugten wir um die Ecke. Viele Schüler standen vor der großen Halle, redeten miteinander und lachten. Ich erkannte die Weasley Zwillinge, die zusammen mit Angelina und Katie vor der Halle standen. Draco Malfoy im schwarzen Anzug, kam mit Begleitung und ging geradewegs in die Halle. Lächelnd stellte ich fest, dass er tatsächlich Pancy gefragt hatte. Hermines Hand zitterte leicht. Auch sie war aufgeregt. Einen Moment standen wir noch unschlüssig am Treppenabsatz, ehe wir uns einen Ruck gaben und um die Ecke bogen. Kurz schien es, als würde uns niemand bemerken, doch da tippte Cho Harry auf die Schulter und dieser drehte sich zu uns um. Auch andere Schüler richteten ihre Blicke auf uns. Ich konnte die Zwillinge erkennen, die uns mit offenen Mündern anstarrten und fühlte mich augenblicklich unwohl. „Ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen!", flüsterte Hermine neben mir, während wir zusammen die Stufen hinunter stiegen. Ein kleiner Fehler und ich würde vor Nervösität stolpern und die Treppe hinunter stürzen.
Professor McGonagall tauchte auf und schickte die Schüler in die Halle. Jetzt standen nur noch Harry, Cho, Fleure und ihre Begleitung hier. Und natürlich Victor Krumm, der in diesem Moment zu uns trat und Hermine die Hand entgegen hielt. Sie lächelte mich an, ehe sie ihm folgte. Tief Luftholend setzte ich einen Fuß vor den anderen und schaffte es ohne Probleme die letzten Stufen hinunter. „Du siehst umwerfend aus Winn!" Cedric kam auf mich zu und hielt mir lächelnd seine Hand entgegen. Zögernd ergriff ich sie. Mein Herz begann wieder wie wild zu klopfen. „Du siehst auch nicht schlecht aus!" Er lachte kurz, ehe wir uns zu den anderen stellten. Professor McGonagall erschien erneut und sah uns fröhlich an: „In wenigen Augenblicken werden sie die große Halle betreten und den Eröffnungstanz führen. Bitte blamieren sie uns alle nicht!" Damit verschwand sie und die großen Türen öffneten sich. Die anderen Schüler hatten sich links und rechts zu beiden Seiten aufgestellt, sodass eine schmale Gasse in der Mitte zur Tanzfläche führte.
Dieses Jahr hatten sie sich mit der Deko echt übertroffen. Noch mehr Tannenbäume als in den letzten Jahren. Alles erstrahlte in Silber, riesige Kristallkronleuchter hingen von der Decke. Fasziniert sah ich mich um, als wir auch schon durch die Tür in den Raum traten. Alle starrten uns an, klatschten und jubelten. Ich konnte Ron erkennen, der zusammen mit den Patil-Zwillingen am Rand stand. Bei Hermines Anblick konnte ich deutlich die Eifersucht erkennen und musste mich zusammen reißen, um nicht zu lachen. Dann entdeckte ich Fred und George. Unsere Blicke trafen sich. Fred wirkte überrascht, während sein Bruder eher grimmig drein schaute. Was bei Merlins Barte hatte ihm denn die Stimmung verhagelt? Ich wandte meinen Blick wieder ab, da wir nach vorne auf die freie Fläche traten. Die Lehrer hatten sich hier versammelt und ein Chor begann sogleich, Musik zu spielen. Cedric griff nach meiner rechten Hand und platzierte seine rechte Hand an meiner Hüfte. „Bereit?" Ich nickte: „Dank deinem Tanztraining werde ich mich nicht wie der letzte Trottel anstellen!" „Keine Sorge Winn, du tanzt ganz wunderbar. Denk einfach nicht daran, dass uns die ganze Schule dabei zusieht. Tu einfach so, als wären wir wieder am üben!" Er hatte leicht reden. Mir viel es schwer, die Anwesenheit aller anderen auszublenden, vor allem, wenn sie einen mit ihren Blicken zu durchbohren schienen.
Wir begannen zu tanzen und nach einer Weile viel es mir wirklich nicht mehr schwer. Es machte sogar Spaß. Und das sollte etwas heißen, wenn man so ein Tanzmuffel wie ich ist. Cedric lächelte mich an. Es war beinahe so, als würden wir schweben. Kein Stolpern, keine Fehler, so als würde ich schon mein ganzes Leben tanzen. Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, wie auch einige der Lehrer anfingen zu tanzen und wie sich immer mehr Schüler dazumischten, bis der komplette Saal aus tanzenden Menschen bestand. „Möchtest du etwas trinken?", fragte Cedric, als das Lied geendet hatte. Erleichtert nickte ich: „Das wäre schön!" Wir bahnten uns einen Weg durch die Menge, hinüber zum Buffet. Cedric füllte uns etwas Punch auf und hielt ihn mir hin. Hoffentlich hatten keine Spaßvögel Alkohol unter gemischt. Beim ersten Schluck atmete ich erleichtert aus. Sicherlich wären die Lehrer nicht begeistert gewesen, wenn Alkohol in den Getränken war. Immerhin würden wir so einen schönen Abend haben können. Einige Tanzten weiter, während der Rest sich unterhielt und das Buffet stürmte. Cedric und ich setzten uns an einen der Tische, an welchem einige seiner Freunde aus Hufflepuff saßen. „Cedric, wer ist denn deine hübsche Begleitung?", fragte einer seiner Freunde. Verlegen sah ich zu Cedric, meine Wangen mussten inzwischen knallrot sein.„Ist das nicht die Freundin von Potter?"„Das ist Winn!"„F-Freut mich euch kennen zu lernen."„Sag mal Winn. Was die Zeitungen da über dich und Potter schreiben..." Noch roter im Gesicht, schüttelte ich den Kopf:„Harry und ich sind nicht zusammen. Er ist nur ein Freund!" Verdammt, wenn ich Rita Kimmkorn erwischen würde, konnte diese Frau etwas erleben. Ich hasste es, wenn man Lügengeschichten in der Welt verbreitete.
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Das Leben einer Black (Slow Updates)
FanfictionWinn Black ist die Tochter des berüchtigten Massenmörders Sirius Black. Oft hat sie es deshalb ein bisschen schwer, wenn die Leute ihren Namen erfahren, doch zusammen mit ihren Freunden übersteht sie jede Situation. Auch erlebt sie zusammen mit ihn...
