Kapitel 64

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Wir betraten das Stadion und stiegen die Treppe nach oben zu den Zuschauertribünen. Das Stadion war riesig und dementsprechend hoch, weshalb ich nach kurzer Zeit ins Schnaufen kam. ,,Machst du schon schlapp?",fragte Fred mich grinsend. Ich lächel gequält:,,Ein kleines bisschen." Wir steigen weitere Stufen hoch,vorbei an einigen Zauberern,die uns entgegen kamen. Inzwischen waren wir schon ziemlich weit oben, das Feld wurde immer kleiner. ,,Mensch Dad,wie weit oben sind wir denn?",fragte Ron begeistert. Bevor Mr. Weasley antworten konnte,übernahm jemand anderes das Reden. ,,Ich will es einmal so sagen,wenn es regnet,bekommt ihr es als erstes mit!" Ich zucke zusammen. Woher kommt mir diese Stimme nur bekannt vor. Mr. Malfoy und Draco sahen uns grinsend an. Diese eingebildeten Mistkerle. ,,Mein Vater und ich sitzen in der Lounge,auf persönlichen Wunsch von Minister Fudge!",prahlte Draco mit einem gehässigem Grinsen. ,,Das freut mich für dich Malfoy! Hoffentlich gefällt es dir dort mit den ganzen langweiligen, alten Säcken!" Ich höre Fred und George deutlich lachen und Hermine, die erschrocken nach Luft schnappt. Malfoy verzieht wütend sein Gesicht:,,Du hällst dich wohl für witzig was Black? Was dein Daddy wohl dazu sagen würde!" Sein Vater hob seinen Gehstock hoch und stieß ihn seinen Sohn gegen die Brust:,,Hör auf zu prahlen Draco! Das kannst du dir bei denen sparen!" ,,Genau,es interessiert nämlich niemanden, wo du stehst!",gab ich patzig zurück. Draco sah mich wütend an,weshalb ich ihm die Zunge raus streckte. Mr. Weasley legte Harry und mir eine Hand auf die Schulter:,,Kommt,gehen wir weiter!" Wir wandten uns ab,als Mr. Malfoy seinen Schlangengehstock nach oben schnellen ließ und ihn auf Harrys Hand rammte. Dieser drehte sich wieder um und sah Dracos Vater entsetzt an. ,,Amüsiere dich schön Potter,solange du noch kannst!" Dieses gehässige Grinsen gefiel mir überhaupt nicht. Er nahm seinen Stock von Harrys Hand und ging dann mit seinem Sohn davon. ,,Eingebildeter Schnösel!",knurrte Ron wütend,als wir weiter gingen. Unsere Plätze waren ganz oben in der obersten Reihe. Von hier aus sah das Spielfeld klein aus,was aber überhaupt nichts machte,da die Spieler wahrscheinlich eh oft oben fliegen würden. Die Menge johlte,ich hatte noch nie so viele Zauberer auf einmal gesehen. ,,Das ist ja eine tolles Aussicht!",schrie ich Mr. Weasley gegen den Lärm entgegen. Dieser lächelte zufrieden. Offenbar hatte ihn Mr. Malfoys Gerede Zweifel gesetzt. Plötzlich schossen an uns sieben Spieler auf Besen vorbei,alle in grüne Umhänge gehüllt. Irland. Sie flogen eine Schleife über den Himmel und durch prasselndes Feuerwerk entstand in der Luft ihr Maskottchen,welches fröhlich zu tanzen begann. Ich hörte wie die Zwillinge Ginny begeistert erklärten,wer, wer war. Ich sah hoch zu dem tanzenden Maskottchen, durch welches plötzlich die andere Mannschaft hindurch flog. Es waren die Bulgaren,in scharlachrot gekleidet. An der Spitze flog ein Mann, der sich irgendwann von den anderen Löste und an der johlenden Menge vorbei flog. Sie hielten Karten nach oben,die sich zu einem riesigen Poster zusammenfügten, auf denen der Mann abgebildet war. Er flog über das Poster,welches größer wurde,so weiter er flog,während der echte,wieder zu seinem Team stieß. ,,Wer ist das?",fragte Ginny begeistert. ,,Das Ginny ist der beste Sucher der Welt. Victor Krum!",sagte Fred begeistert. Ich sah wieder zu Krum, der jetzt seine Hand in die Höhe reckte,woraufhin das halbe Stadion zu beben schien. ,,Willkommen zur diesjährigen Quidditch-Weltmeisterschaft!",ertönte eine Stimme über den Platz. ,,Lasst das Spiel beginnen!" Eine leuchtende Kugel glitt übers Spielfeld und entschwand schließlich im Himmel. Kaum war sie verschwunden,als das Spiel auch los ging.

Einer der Irischen Jäger schnappte sich den Quaffel und flog damit auf das gegnerische Tor zu. Er wich gekonnt einem Jäger der Bulgaren aus und warf den Quaffel einem Mitspieler zu. Ich hob mein Omniglas, um besser sehen zu können. Ich hatte es extra so eingestellt,dass ich die Namen der einzelnen Spieler sehen konnte. In der Irischen Mannschaft gab es den Hüter Barry Ryan,die Treiber Quigley und Connolly, die drei Jäger Mullet,Moran,Troy und den Sucher Aiden Lynch. Die Spieler des Bulgarischen Teams waren der Hüter Zograf,die Treiber Vulkanow und Volkow,die Jäger Dimitrow, Iwanowa, Lewski und natürlich der Sucher Victor Krum. Moran flog nun mit dem Quaffel weiter aufs Tor zu. Er warf den Quaffel hoch in die Luft,wo ihn Troy fing. Dieser versenkte den Ball schließlich in einem der Ringe. 10 zu null für Irland. Zograf warf den Ball Lewski zu,der zusammen mit den zwei anderen Jägern in Formation auf das gegnerische Tor zu flog. Connolly, einer der Jäger Irlands,schoss mit voller Wucht den Klatscher auf die drei gegnerischen Jäger. Diese konnten so gerade noch ausweichen. Ich nahm das Omniglas runter,jetzt konnte ich zwar die Namen nicht mehr sehen,allerdings wurde es mit der Zeit ein wenig zu schwer. Einen Kommentator gab es auch, um genau zu sein mehrere,die immer abwechselnd und in verschiedenen Sprachen redeten. ,,Dimitrow jetzt im Quaffelbesitz. Er erreicht das gegnerische Tor und trifft. 10 zu 10!" Die Menge tobte,von hier und da hörte man einige Buhrufe,angesichts des Bulgarischen Teams. Zwei Jäger, aus den gegnerischen Mannschaften, lieferten sich ein Kopf an Kopf rennen,der Bulgare hatte den Quaffel im Arm,als ein Klatscher die beiden mit voller Wucht traf. Erschrocken sah ich auf die beiden Spieler,die sich schon wieder zu fangen schienen. Offenbar hatten sie großes Glück gehabt. ,,Kommt es mir nur so vor oder ist dieses Spiel hier brutaler als all die Spiele in der Schule?",fragte Hermine besorgt. Ron sieht sie entgeistert an:,,Natürlich Hermine! Immerhin sind das Profispieler,dass kann man nicht mit unserem Quidditch in der Schule vergleichen!" Sein Gesicht nimmt einen träumerischen Ausdruck an,was mich zum lachen bringt.

Das Leben einer Black (Slow Updates)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt