Kapitel 48

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Die Freundschaft von Hermine und Ron schien zerbrochen zu sein. Und auch Harry und ich litten darunter. Hermine war sauer auf Harry,weil er auf Rons Seite war und Ron war sauer auf mich,dass ich scheinbar auf Hermines Seite war,dabei war ich auf keiner Seite und versuchte sogar die Freundschaft der beiden zu retten. Fred versuchten ebenfalls Ron zu beruhigen,allerdings benutzte er dafür eindeutig die falschen Worte. ,,Ron er war doch schon eine alte Ratte. Er hätte es sicher nicht mehr lange gemacht. Vielleicht hat Krummbein ihm sogar einen Gefallen getan." Ich zog ihn von Ron weg:,,Das muntert ihn kein bisschen auf. So etwas kannst doch nicht zu ihm sagen,du siehst doch,dass er total neben der Spur steht!" ,,Ja aber es ist doch so. Früher hat er sich ständig über Krätze beschwert und jetzt plötzlich ist die Ratte ihm hoch und heilig!" Ich lächelte:,,Vermutlich merken wir meistens erst das wir jemanden mögen,wenn es schon zu spät ist." ,,Vielleicht hast du recht",meinte Fred nachdenklich. ,,Oh haltet das Biest fest,ich hab noch eine Rechnung mit ihm offen!" Ron war aufgesprungen,um sich Krummbein zu schnappen,doch Hermine ging dazwischen und nahm ihren Kater auf den Arm. ,,Wag es nicht ihm weh zu tun Ron!" ,,Er hat Krätze getötet!" ,,Das weißt du nicht Ron!" ,,Was soll denn sonst passiert sein? Dein Kater hat ihn umgebracht!" ,,Das hat er nicht getan!" ,,Leute es reicht! Wir wissen alle nicht,was genau passiert ist,aber es reicht,dass ihr ständig streitet!" Ron sah mich wütend an:,,Auf wessen Seite stehst du überhaupt?" Jetzt war ich wütend:,,Ron ich stehe auf keiner Seite! Ich will einfach nicht das ihr euch streitet! Es kann sein,dass Krummbein Krätze getötet hat,es kann aber auch nicht sein." ,,Ihr Kater hat ihn getötet!" ,,HAT ER NICHT!", schrie Hermine und rannte aus dem Gemeinschaftsraum. Die wenigen Schüler im Gemeinschaftsraum warfen uns verwirrte Blicke zu,einige redeten hinter vorgehalten Händen miteinander. Ron warf sich wütend auf das Sofa,Harry setzte sich neben ihn. Unsicher was ich jetzt machen sollte,stand ich einfach nur da und starrte zum Portraitloch. Ich sollte Hermine folgen,sie durfte nicht alleine sein. ,,Ich werde sie suchen gehen!" ,,Ach lass sie doch Winn! Wenn sie beleidigt sein will,dann soll sie es sein!" Ich ging zum Portrait und drehte mich noch einmal zu meinem Freunden um:,,Ich suche sie doch! Und noch was Ron,vielleicht ist es besser,wenn du die Klappe hältst!" Und damit verließ ich den Gemeinschaftsraum. Von Hermine fehlte jede Spur,ich hatte auch nicht erwartet,dass sie hier auf mich warten würde. Falls sie überhaupt wusste,dass ich ihr folgte. Ich rannte ziellos die Treppe nach unten,wo konnte sie hin gerannt sein? Vielleicht war sie in der Bibliothek,lesen lenkte sie ab wenn sie gestresst war. Ich war in der Nähe der Bibliothek,weshalb ich kurz darauf ankam. Es waren kaum Schüler hier und keiner von ihnen war Hermine. Wo konnte sie nur sein. Ich verließ die Bibliothek und lief ziellos durch die Gegend. Sie konnte überall sein,wie sollte ich sie überhaupt finden? Vielleicht hatte sie jemand gesehen.

Wie es der Zufall so wollte,traf ich auf George,der mit einem Karton auf den Armen auf mich zu kam. ,,George,hast du Hermine gesehen?" George schien mich erst jetzt zu bemerken:,,Winn...äm nein habe ich nicht. Ist irgendetwas,du siehst gestresst aus." Ich seufzte:,,Hermine und Ron. Du weißt schon,Krätze." ,,Die alte Leier. Ich verstehe Ron einfach nicht,früher hat er sich immer über Krätze beschwert und jetzt...ich versteh ihn einfach nicht." ,,Ich mache mir langsam Sorgen,das dieser Streit ihre Freundschaft zerstören könnte." ,,Kopf hoch Winn, das wird schon wieder." Ich lächelte:,,Ich hoffe es. Sag mal,was hast du da eigentlich?" ,,Das? Ach Fred und ich wollen ein paar neue Sachen entwickeln. Wir wollen doch irgendwann mal einen Scherzartikel laden aufmachen!" Jetzt musste ich grinsen:,,Dann pass auf,sonst erwischt Percy oder Filch dich noch!" ,,Keine Sorge,ich werde schon nicht erwischt! Komm doch mit,dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen und siehst,dass ich erwischt werde!" ,,Nein! Ich muss Hermine finden,dass ist jetzt wichtig. Ich kann sie nicht alleine lassen!" Er sah ein wenig enttäuscht aus,lächelte aber dann:,,Na gut. Vielleicht kannst du ja später nach kommen. Wir wollen gleich runter zum Bootshaus gehen!" ,,Vielleicht." Er ging weiter und ich machte mich auf die Suche nach Hermine. Im Mädchenklo war sie ebenfalls nicht und langsam gab ich die Hoffnung schon auf,als ich sie die Treppe zum Astronomieturm hoch laufen sah. Schnell rannte ich ihr hinterher. ,,H-Hermine?" Sie stand am Geländer und sah hinaus zum schwarzen See,der sich zwischen der bergigen Landschaft erstreckte. ,,Was willst du Winn?" Ihre Stimme klang abwesend,so als wäre sie gerade ganz woanders. ,,Ich wollte dich nicht alleine lassen. Du bist meine beste Freundin,denkst du dann lass ich dich alleine?" Erst jetzt drehte sie sich um,ihre Augen waren leicht gerötet und Tränen liefen ihr über die Wangen,bevor sie dann zu Boden fielen. Ich nahm sie in den Arm,wo sie dann zusammen brach. So aufgelöst hatte ich Hermine noch nie gesehen,weshalb ich nicht wusste,was ich sagen sollte. Doch plötzlich fing Hermine an zu sprechen,ihre Stimme klang leise:,,Ich mache alles falsch. Wieso hatte ich nur gedacht,dass ich es schaffe Freunde zu finden. Weißt du wie glücklich ich war,als ich mich mit euch angefreundet hatte? Und jetzt hasst Ron mich und unsere Freundschaft ist kaputt!" Entsetzt sah ich sie an:,,Hermine das stimmt doch nicht. Du hast Freunde! Du hast Harry,Ron,mich und alle anderen aus Griffindor. Wir sind deine Freunde. Und auch mit Ron wirst du dich wieder vertragen. Lass ihn erst einmal von dem Schock erholen!" Gegen das Geländer gelehnt,saßen wir nebeneinander auf dem Boden,Hermines Blick war auf den Boden gerichtet. Sie schluchzte:,,Es fühlt sich aber nicht so an Winn! Er ist scheinbar richtig sauer auf mich und das aus gutem Grund! Das wird nie wieder gut. Den Tot von Krätze kann ich nicht ungeschehen machen!" ,,Wir wissen doch nicht,ob er tot ist Hermine! Und selbst wenn,dann kannst du nichts dafür. Jetzt hör auf dir die Schuld zu geben und vor allem red dir nicht ein,dass ihr nie wieder Freunde sein könnt. Wir haben so viel schon gemeinsam erlebt,da wirft man nicht einfach eine Freundschaft weg. Vielleicht klingt das jetzt total doof für dich,aber ich finde,du solltest für eure Freundschaft kämpfen!" ,,Ja aber wie?" Lächelnd sah ich sie an:,,Lass ihm erst einmal Zeit,um sich zu beruhigen. Und dann redest du mit ihm,ihr müsst euch aussprechen!" Ihr Blick glitt wieder zu Boden,ich konnte dennoch sehen,wie sie wieder mit den Tränen kämpfte:,,Und was ist wenn er nicht mit mir reden will? Wenn er mir immer wieder Vorwürfe macht?" ,,Dann bin ich für dich da. Und weißt du was Hermine. Sollte er dir nicht zu hören,dann kriegt er es mit mir zu tun!" Ein Lächeln erschien auf ihren Lippen,nur kurz,aber dennoch ein Lächeln. Ich stand auf und reichte ihr meine Hand,um ihr hoch zu helfen. ,,Danke Winn. Danke für alles!" ,,Du bist meine beste Freundin Hermine. Das ist doch selbstverständlich,dass ich dir helfe! So und nun komm,wir gehen in den Gemeinschaftsraum zurück!" ,,Geh ruhig. Ich wollte noch in die Bibliothek,bei der ganzen Aufregung habe ich glatt meine Hausaufgaben vergessen!" Sie eilte davon,sie schien wieder fast die alte zu sein. Während ich die Stufen nach unten ging,überlegte ich,ob ich bei Fred und George im Bootshaus vorbei sehen sollte. Wenn sie überhaupt schon da waren. Ich konnte ja mal nach sehen.

Das Leben einer Black (Slow Updates)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt