Der Tag verlief auch weiterhin nach Bernd's Drohungen nicht viel besser. Seine Worte schallten ununterbrochen in meinen Ohren nieder. Ich blockte jegliche Annäherungsversuche von Marco und meinen anderen Teamkollegen ab und verschanzte mich auf meinem Zimmer. Die Musik dröhnte durch meine Beats laut in meine Ohren doch meine Gedanken wollten sie einfach nicht übertönen.
Ständig spielten sich Bernd's Worte in meinem Gedächtnis ab. Wie er mir drohte bloß niemandem ein Sterbenswörtchen zu verraten aber auch diese sanften, beinahe schüchternen Worte im Badezimmer heute morgen. Mich durchfuhren seltsame Gefühle, auf die ich nicht mit meinem Finger zeigen konnte. Bernd hatte mir heute bewiesen, dass er auch eine ganz andere Seite hatte. Eine hilfsbereite, zuvorkommende, sanfte Seite. Ich hatte sowas bei ihm immer für unmöglich gehalten. Aber allein der Gedanke daran, wie er mich behandelt hatte, wie er mich angefasst hatte als er mich so verletzt sah, bewies mir das Gegenteil.
Ich versank immer mehr in dem Gedanken daran wie vorsichtig und sanft er mich heute morgen ausgezogen hatte und spürte die deutliche Beule in meiner Hose so erst als ich durch das neue laut beginnende Lied aufgeschreckt war. Was war nur mit mir los?
Ich sah an mir herunter und bemerkte, dass ich bereits deutlich erregt war und mich nur noch Erlösung aus der Situation retten würde. Warum? Warum nur passierte das alles? Warum schaffte es dieser schmierige Sack mich überhaupt zum Höhepunkt zu treiben? Er war doch mit der abscheulichste Mensch auf dieser Welt!
Ich seufzte erschöpft auf. Ich verstand die Welt inzwischen wirklich nicht mehr. Da mein Ständer sich jedoch auch nach fünf Minuten nicht weiter legte, schloss ich die Augen und legte Hand an.
Sobald ich die Schwärze vor mir sah, erschienen wieder Bernd's Augen. Ich wollte sie gar nicht sehen, wollte an etwas anderes denken. Vielleicht an ein Model im knappen Bikini. Doch das Bild von Bernd wollte nicht verschwinden.
Ich stöhnte genervt aber auch gleichzeitig erregt auf als ich langsam begann mein bestes Stück zu pumpen. Gedanken wie Bernd mit genau denselben Bewegungen vor kurzem noch in mich eingedrungen war und mich immer wieder in unendliche Weiten stimuliert hatte, flogen zurück in mein Gedächtnis. Ich sah ihn vor mir wie er von Leidenschaft erfüllt den Mund leicht geöffnet und die Augen geschlossen hatte während ich vor ihm kniete und sein bestes Stück verwöhnte. Diese Gedanken waren so so falsch. Wieso dachtest du bei so etwas an Bernd, Marc?! Er war doch ein widerlicher Schmarotzer!
Ich spürte schließlich wie ich meinem Orgasmus näher kam und als ich mir Bernd's tiefes Stöhnen wieder ins Gedächtnis rief, überrollte es mich wie ein Truck. Ich ergoß mich stöhnend in meine eigene Hand und atmete schwer auf als die Welle der Lust mich schließlich verließ.
"Was ist nur mit dir los Ter Stegen?", fragte ich in den stillen Raum und sah zur Decke.
Ich hatte mir gerade mit den Gedanken bei Bernd einen runtergeholt. Dabei war er doch mein größter Konkurrent. Mein Erzfeind. Der von mir am meisten verhassteste Mensch!
Sein leichtes Lächeln kam mir wieder vor Augen. Nein. So konnte ich nicht weiter machen. Ich konnte nicht dauernd an ihn denken. Ich musste ihn vergessen und zwar ganz schnell! Er ist dein Erzfeind Ter Stegen! Er hat dich ausgenutzt! Hat deine Schwächen genutzt um sich selbst daran zu ergötzen! Er hat dich verletzt - seelisch und körperlich - und hat dich dann einfach zum dahinrotten am kalten Boden allein in diesem kleinen Kämmerchen zurück gelassen! Er hatte all meine Schwächen ausgenutzt und sich keine Sekunde darüber geschert was mit mir passiert war. Ich war nichts weiter als ein Spielzeug! Ein Spielzeug, das ihm die Befriedigung brachte, die er verlangte wann immer er sie brauchte! Es war ihm egal ob ich dabei verletzt wurde. Viel mehr würde er sich meine Verletzlichkeit zu nutze machen um mich mit unfairen Mitteln im Training zu besiegen. Er war nichts weiter als ein erfolgsorientiertes Arschloch!
Und dennoch durchfuhr mich ein seltsames Gefühl, wie ein kurzer Blitz bei dem Gedanken an sein Gesicht. Ich atmete wieder tief durch und stand auf um mir die klebrige Boxershorts vom Leib zu streifen. Als ich wieder bequemer angezogen war, ließ ich mich erneut auf das Bett fallen und schloss die Augen doch es gab kein Entkommen. Bernd war überall sobald ich die Augen schloss. Ich konnte es schon gar nicht mehr erwarten wenn ich endlich zurück nach Barcelona fliegen durfte und endlich von diesem Schmarotzer loskam.
Ich schloss erneut die Augen und versuchte die Gedanken umzulegen. Auf Fußball, Auf die Saison mit dem FC Barcelona, Auf die Champions League Spiele, die ich schon für diesen großen Verein abgeschlossen hatte, an den Champions League Titel, den ich in meinem Heimatland, in Deutschland, hatte einfahren können, doch immer wieder tauchte Bernd auf. Wie er die Bälle zu mir auf's Tor schoss. Wie er sich mit ganzem Körpereinsatz in die Ecke schmiss um den Ball noch zu erwischen. Wie er Klimmzüge am Türrahmen machte. Wie er jeden Muskel in seinem Körper dehnte.
Ich brummte genervt auf und stellte das Volumen meiner Musik noch lauter ein, in der Hoffnung, dass sie doch irgendwann meine verkorksten Gedanken übertönen würde.
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Collide
FanfictionWenn zwei verschiedene Meteoriten aufeinander treffen, kommt es zu einer Explosion. Doch was ist wenn zwei verschiedene Menschen aufeinander treffen? Marc-André Ter Stegen und Bernd Leno könnten verschiedener nicht sein. Das Einzige was die beiden v...
