Kapitel 42

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„Bernd", hauchte ich und beobachtete ihn genau, wie er sich umblickte.
„Was soll das hier alles?", verlangte er zu wissen.
„Ich...also ich wollte dir etwas sagen", stammelte ich und fühlte mich auf einmal wie ein kleines Kind, dass seiner Mutter etwas Unangenehmes beichten musste.
„Aha und was sollte das sein?", fragte er.
„Bernd, also ich habe gestern gehört, dass du gesagt hast, dass du mich liebst und habe die ganze Zeit überlegt, wie ich es dir sagen könnte. Wie ich dir sagen könnte, dass auch ich dich liebe. Dass du für mich der wichtigste Mensch bist. Ich wollte es etwas ganz Besonderes für dich machen. An einem ganz besonderen Ort. Deswegen will ich dir hier und jetzt sagen, dass ich dich liebe. Bernd, ich liebe dich und ich hoffe, dass du mir verzeihen kannst, was auch immer ich heute Morgen verbockt habe." Ich hatte schnell gesprochen, wollte alles endlich raus lassen. Nach meinem Geständnis herrschte erst einmal Stille. Bernd blickte wie durch mich hindurch und meine Hoffnung schwand, bis er dann plötzlich doch etwas sagte: „Weißt du Marc, ich habe heute Morgen mit dir reden wollen, weil ich dir genau das gleiche gesagt habe. Ich habe dir meine Liebe gestanden und du hast mich ignoriert und fandest dein Handy interessanter. Warum also sollte ich dir jetzt eine Antwort geben?"
„Bernd... Ich- Das wusste ich nicht, es tut mir leid. Bitte du musst mir glauben, dass ich das nicht mit Absicht getan habe. Ich hatte nur mit Sergi wegen all dem hier geschrieben. Es tut mir so unglaublich leid. Bernd bitte verzeih mir. Es tut mir so unglaublich leid", sagte ich erschrocken.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann Marc. Du hast mir so unglaublich weh getan heute morgen", erwiderte er und ich hatte das Gefühl, als hätte ich ihn endgültig verloren.
„Nein, Bernd bitte", hauchte ich und mir liefen die ersten Tränen über die Wangen, „bitte verzeih mir." Bernd sagte nichts und weinend sank ich auf die Knie. „Verzeih mir, bitte verzeih mir", wiederholte ich immer wieder wie ein Mantra. Irgendwann spürte ich, wie ich auf die Beine gezogen und an eine Brust gedrückt wurde.
„Ist gut Marc. Hör auf zu weinen. Es ist alles gut. Ich verzeihe dir. Ich liebe dich doch auch", flüsterte er mir ins Ohr und mein Weinen wurde noch stärker. Jetzt weinte ich jedoch aus Erleichterung. Bernd hatte mir vergeben, obwohl ich ihm verdammt weh getan hatte. Unabsichtlich, aber das war egal. Ich hatte ihm weh getan und er liebte mich dennoch.
„Eigentlich hatte ich was anderes geplant", schniefte ich, nachdem die Tränen größtenteils versiegt waren und musste lachen.
„Was hattest du denn geplant?", fragte Bernd und ich löste mich von ihm. Ich wollte ehrlich zu ihm sein und irgendwas zu verlieren hatte ich schließlich auch nicht. Ich trat einen Schritt von ihm weg und öffnete den Bademantel, um ihn langsam von meinen Schultern gleiten zu lassen. Errötend blickte ich auf den Boden, als ich Bernd's Blick auf meinem Körper spürte.
„Na das ist ja mal eine nette Überraschung", hörte ich ihn sagen und wenn ich mich nicht irrte, war seine Stimme rauer als sonst. Mein Blick huschte nach oben und in seinen Augen sah ich die Leidenschaft lodern. Ich war gefesselt von seinem Blick und ließ zu, dass er einen Schritt auf mich zu machte. Ließ zu, dass er mich in einen Kuss verwickelte. Unsere Zungen kämpften um die Dominanz, die er gewann. Unsere Mitten pressten sich gegeneinander und ich keuchte in den Kuss. Das war so verdammt heiß. Bernd war so verdammt heiß. Nach Luft schnappend lösten wir uns voneinander.
„Bernd", keuchte ich.
„Ja mein Engel?", fragte er sanft.
„Tu was", flehte ich, denn meine Erektion war äußerst schmerzhaft in der zu kleinen Unterwäsche.
„Nur zu gerne", lachte Bernd dunkel, doch statt mich zu erlösen, löste er sich von mir und begann quälend langsam sich auszuziehen, bis auch er nur noch in Unterwäsche da stand. Gequält stöhnte ich auf. Wieso tat er mir das an. Verzweifelt schlang ich meine Arme um seinen Hals und küsste ihn. Legte all meine Sehnsucht in diesen Kuss und Bernd ging darauf ein. Während dem Kuss merkte ich, wie er sich auch sein letztes Kleidungsstück abstreifte. Da es in meiner Unterhose jetzt endgültig zu viel wurde, wollte ich sie abstreifen, aber Bernd hielt mich auf.
„Mein Geschenk. Das packe nur ich aus", keuchte er und packte meine Handgelenke fest. Dann schob er mich Rückwärts in Richtung der Liege. Mit einem Schubser landete ich darauf und ehe ich mich versah, war Bernd über mir und verwickelte mich erneut in einen heißen Kuss. Dann begannen seine Lippen zu wandern. Er knabberte an meinem Ohr, an meinem Hals und an meinen Brustwarzen. Erregt bog ich meinen Rücken durch und drückte mich ihm entgegen. Es war pure Folter, wie er sich immer weiter runter küsste, bis er den Bund der Boxer erreichte und auch dort erst noch knabberte,
„Na dann wollen wir dich mal erlösen", wisperte er und endlich öffnete er den Reißverschluss und befreite meine Erektion. Dann streifte er mir die ganze Boxershort ab und widmete sich anschließend meiner Erektion. Er küsste sich die ganze Länge hinab und ich wurde immer verrückter.
„Bernd bitte", wimmerte ich.
„Geduld mein Engel. Hab nur noch etwas Geduld", hauchte er sanft, spreizte meine Beine und endlich drang er mit einem Finger unglaublich sanft in mich ein. Quälend langsam weitete er mich und nahm einen Finger nach dem anderen hinzu. Erst als ich wirklich nur noch ein stöhnendes Häufchen Elend war ersetzte er seine Finger durch seinen Schwanz. Seine Stöße waren zunächst jedoch auch quälend langsam und es war, als wollte er mich so für heute morgen bestrafen.
„Bitte", flehte ich und endlich wurde Bernd schneller, seine Stöße tiefer und genauer und schließlich brachte er uns beide laut stöhnend zum Orgasmus. Er zog sich aus mir zurück und für einen Moment war das Gefühl der Leere verdammt unangenehm, aber das verzog sich zum Glück recht schnell wieder. Erschöpft lagen wir beide nebeneinander und ich ließ es mir nicht nehmen, meinen Kopf auf seine Brust zu betten. Seine Finger spielten sanft mit meinen Haaren und ich war ausnahmslos glücklich in diesem Moment.
„Das war ziemlich gut", murmelte ich.
„Oh ja, das war es", stimmte Bernd atemlos zu, „wo hast du eigentlich diese Unterwäsche her?"
Ich wurde knallrot und nuschelte: „Von Mario, der sie von Marco geschenkt bekommen hat."
Bernd lachte und seine Brust vibrierte dabei angenehm. „Dann sollte ich Marco dringend fragen, wo er die her hat. Du sahst verdammt heiß darin aus", meinte er und küsste mich sanft auf den Kopf. Ich brummte nur etwas unzufrieden. Hoffentlich vergaß er diese Idee schnell wieder, denn ich hatte eigentlich nicht besonders viel Lust, erneut Reizwäsche anzuziehen, auch wenn mir Bernd's Reaktion darauf gefallen hatte.
„Danke für die Überraschung Marc", fügte er hinzu und ich lächelte.
„Du hast noch nicht alles gesehen", hauchte ich verschwörerisch und Bernd lachte erneut.
„Na dann bin ich mal gespannt, was mich heute noch so erwartet."

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