Kapitel 50

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Der nächste Tag brachte einen Spieltag und somit auch den letzten Tag mit der Nationalmannschaft vor der Winterpause mit sich. Ich war auf keinster Weise gekränkt als verkündet wurde, das heute Bernd im Tor stehen würde. Zur Überraschung aller freute ich mich viel mehr für meinen Freund, was nur Mario und Marco mit einem Grinsen hinnahmen, während die anderen darüber tuschelten was nur zwischen uns vorgefallen sein musste.
"Ich bin stolz auf dich. Du machst da draußen jetzt ein super Spiel, verstanden?", ermutigte ich Bernd als wir schließlich die letzten in der Kabine waren und drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen.
"Okay und dann hauen wir beide direkt ab nach Dubai, ja?", stellte Bernd mir jetzt die Gegenfrage und etwas überrumpelt sah ich ihn verwirrt an.
"Dubai? Was?"
"Sag einfach ja. Du hast eh keine andere Wahl", grinste Bernd mir entgegen und zog zwei Flugtickets aus seinem Handschuh.
"Du Spinner", entfuhr es mir nur.
"Du und ich in Dubai. Ganz alleine für eine Woche. Ich könnte mir nichts schöneres vorstellen", sagte Bernd und legte seine Arme um meine Hüfte.
"Na gut. Aber nur wenn wir unsere eigene Villa haben", forderte ich.
"Ai ai Chef", salutierte Bernd nur und grinsend schüttelte ich den Kopf.
"Dann mach jetzt noch ein geiles Spiel und dann hauen wir ab", hauchte ich Bernd noch ins Ohr, strich kurz federleicht über seine Mitte, küsste ganz zaghaft seinen Hals und verschwand dann aus der Kabine.
"Oh dafür haue ich das beste Spiel aller Zeiten raus!", hörte ich Bernd mir noch nachrufen und mit einem Grinsen lief ich den Gang hinunter zur Ersatzbank.
Bernd machte wirklich ein sehr gutes Spiel, was wir auch schlussendlich gewannen. Jogi lobte uns noch einmal, ehe er uns anschließend in unsere wohlverdiente Winterpause entließ.
Wir wurden wieder zum Hotel chauffiert, wo wir schnell unsere Sachen packten und uns zum Flughafen machten. Ich wollte gerade ein Ticket nach Barcelona kaufen als Bernd mich aufhielt.
"Da wartet bereits ein Privatjet mit all unseren Sachen und Klamotten auf uns", flüsterte er frech.
"Nein, dass hast du nicht getan", entflohen es mir nur entgeistert doch mein Freund grinste mir nur entgegen.
"Was wenn doch?"
Kurz schlug ich ihm gegen den Oberarm, ehe ich ihm letztendlich doch noch folgte und wir bald darauf in einem gemütlich kleinen Jet saßen, auf dem Weg nach Dubai.
Als wir schließlich landeten wurde ich, an Bernd's Schulter gelehnt, wach. Verschlafen rieb ich mir die Augen nur, um von einem grinsenden Bernd begrüßt zu werden.
"Na Schlafnase?", sagte er und hauchte mir einen Kuss auf die Nasenspitze, "Na los. Ich will endlich ins Warme."
Kurz darauf hatten wir den kleinen Privatjet verlassen und die angenehme Hitze Dubai's kam uns entgegen.
"Oh mein Gott fühlt sich das geil an", stöhnte Bernd schon fast mit geschlossenen Augen und sah der Sonne entgegen.
"Ich hab die Wärme auch vermisst", gab ich zu und nur wenige Minuten später saßen wir schließlich mit unseren Koffern im Kofferraum in einem Taxi, das uns zu einem riesigen Haus brachte, das wir für die nächsten sechs Tage beziehen würden. Schnell schloss Bernd die Tür auf und wir betraten den riesigen Flur, der sehr offen gestaltet war und direkt zum Pool führte.
"Wow...", war das Einzige, was ich zustande brachte während ich mich umsah.
"Gefällt es dir?", fragte Bernd nur während er die Koffer abstellte.
"Gefallen? Das Haus ist der Hammer!", antwortete ich.
"Das freut mich. Neben unserem Schlafzimmer gibt es noch zwei andere", erklärte Bernd und bei den Worten "unserem Schlafzimmer" schlug mein Herz etwas schneller.
"Dann können wir nächstes Mal ja Mario und Marco mitnehmen", scherzte ich und öffnete die Tür zum Pool.
"Weißt du, die Idee ist garnicht mal so dumm...", meinte Bernd schließlich murmelnd und ich drehte mich zu ihm um.
"Jetzt ernsthaft?"
"Ja, warum denn nicht?", stellte Bernd die Gegenfrage auf, auf die ich ehrlich gesagt keine Antwort hatte. So zuckte ich nur mit den Schultern während Bernd näher an mich trat und die Arme um meine Taille schlang.
"Na dann lass uns das doch einfach mal machen. Ich schreib Marco gleich aber zuerst...", murmelte er, näherte sich meinem Hals und versehrte diesen nach seinen Worten mit kurzen Küssen, "weihen wir zwei dieses geile Haus ein."
Und ehe ich auch nur etwas erwidern konnte, hatte er mich an den Oberschenkeln gepackt, hochgehoben und die Treppe hinauf in Richtung Schlafzimmer getragen. Kichernd wie ein kleines Mädchen ließ ich mich dabei durch das Haus tragen, ebenfalls ungeduldig das geile Haus einzuweihen.

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