Kapitel 86

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Nach dem Mittagessen war es soweit und Marco und Bernd starteten die nächste Aktion. Dafür hatten wir uns unsere Sportsachen anziehen sollen und blickten Marco und Bernd jetzt neugierig an.
"Bernd und ich haben beschlossen, dass wir jetzt gemeinsam joggen gehen werden", verkündete uns Marco und ich atmete erleichtert durch.
Bei einer kleinen Runde Joggen war ja nichts dabei. Auch Mario schien gerade erleichtert, dass das die Aufgabe war.
"Freut euch nicht zu früh. Es soll ja auch eine kleine Herausforderung für euch sein, weswegen ihr beide, dabei Handschellen tragen werdet", bremste Bernd uns aus und doch konnte ich immer noch nicht das Schlimme daran erkennen. Es wäre nicht angenehm, aber irgendwie auch nicht das Hinderlichste. Gelassen beobachtete ich, wie Marco ein paar Handschellen hervor holte. Er legte die ersten um Mario's Handgelenk, der ihm dieses auch bereitwillig reichte. Dann ging es auf einmal ganz schnell und statt Mario's zweites Handgelenk zu fesseln, hatte Marco sich meines geschnappt und Mario und mich aneinandergekettet.
"Hey! Was soll das?", protestierte ich lautstark, erntete aber nur Gelächter von Marco und Bernd dafür.
"Das sieht man doch ganz deutlich oder nicht?", erwiderte Marco dann doch noch.
"Ähm nein? Tut man nicht", entgegnete ich patzig.
"Es ist doch ganz einfach Engel. Du und Mario sollt mit uns joggen gehen und bleibt dabei aneinandergefesselt. Sprich, ihr müsst auf den anderen achten", erklärte Bernd es mir ganz ruhig.
"Aber das ist doch einfach bescheuert", pampte ich.
Mario und ich hatten eine ganz andere Größe, einen anderen Körperbau und ein anderes Tempo. Auch Mario schien das Ganze so zu sehen, denn er appellierte an die beiden:
"Ach kommt schon. Lasst uns doch bitte einfach ganz normal joggen gehen und uns dann einen schönen Tag machen. Davon hätten wir doch alle mehr, als von der Aktion hier."
"Mario hat recht. Lasst uns doch lieber einen Film schauen oder so", unterstützte ich den Kleinen, aber Bernd und Marco sahen gar nicht so glücklich aus.
"Wir gehen laufen", erwiderte Marco bemüht ruhig.
"Mensch Marco, wir wollen so aber nicht laufen", rief Mario laut und Marco's Miene verdunkelte sich.
"Euer letztes Wort?", fragte er scharf nach und Mario und ich nickten.
"Wie ihr wollt", waren Marco's Worte und er verschwand aus dem Zimmer. Als er zurückkam hatte er ein Handtuch dabei, in das wohl Dinge eingewickelt waren und legte es auf das Sofa.
"Bernd, kümmer du dich um deinen Freund. Ich klär das mit Mario", meinte Marco angepisst klingend.
Mir wurde etwas mulmig zumute und ich konnte es auch nicht verhindern, dass ich einen Schritt zurückwich als Marco auf uns zu kam. Der aber nahm von mir wenig Notiz und löste Mario's Handgelenk aus den Handschellen. Meins ließ er dran, aber bei seiner Miene traute ich mich auch nicht zu widersprechen. Angespannt wartete ich ab und wurde von Bernd auf's Sofa gezogen. Er saß hinter mir und hielt mich zwischen seinen Beinen fest umarmt fest.
"Misch dich jetzt nicht ein Engel. Er hat es nicht anders verdient und eigentlich sollte ich dich auch bestrafen. Wir haben heute das Sagen, aber ihr macht nicht mit wenn es euch nicht passt. Nicht gerade vorbildlich", flüsterte Bernd mir ins Ohr und jagte mir damit einen Schauer über den Rücken.
In dem Moment begann auch Marco. Er befahl dem etwas eingeschüchtert wirkendem Mario sich auszuziehen, was dem Kleineren sichtlich peinlich war. Das hier war eine andere Situation und auch mir war es gerade ziemlich unangenehm denn ich konnte auch nicht wegsehen. Wenn ich es tat verfestigte sich Bernd's Griff fast ins Schmerzhafte und er löste ihn erst wenn ich wieder hinsah. Marco hatte in der Zwischenzeit den ersten Gegenstand aus dem Handtuch genommen und trat jetzt damit vor Mario.
"Er legt ihm jetzt einen Penisring mit Vibration an. Danach kommt noch ein Vibro-Ei", erläuterte Bernd mir Marco's Vorgehen und ich musste schlucken. Das wäre eindeutig nichts für mich, aber Mario's Stöhnen zeigte mir, dass er es wohl genoss und auch Marco's liebevolle Gesten zwischendurch nahmen der Szene ihren Schrecken.
"So, Mario und ich gehen jetzt Koffer packen, was ihr macht, ist egal", meinte Marco zu uns und lotste Mario aus dem Raum. Bernd und ich blieben noch einen Moment schweigend zurück.
"Was mach ich nur mit dir mein Engel", seufzte Bernd.
"Gar nichts?", war meine Antwort.
"Eigentlich hättest du auch eine kleine Strafe verdient", überlegte Bernd laut.
"Bernd, bitte nicht. Mir wird das sonst zu viel", stammelte ich und hatte wirklich Angst davor, dass Bernd mit mir jetzt das Gleiche machen würde. Ich war noch dabei das Erlebnis mit dem Plug zu verarbeiten. Da wollte ich jetzt nicht noch mehr neues erleben. Das heute morgen war nicht schlecht, auf gar keinen Fall, aber es reichte halt doch auch erstmal aus.
"Ich weiß Engel. Deswegen habe ich auch nichts getan und werde auch nichts tun", versicherte mir Bernd und strich mir beruhigend über die Arme.
In diesem Moment liebte ich Bernd mal wieder unglaublich. Er wusste ganz genau wie weit er bei mir gehen konnte und nahm darauf Rücksicht. In meinen Augen ein ziemlich großer Liebesbeweis.
"Und was machen wir jetzt", fragte ich und löste mich von Bernd, damit ich ihn anschauen konnte.
"Lass uns vielleicht einfach nur kuscheln", schlug er vor und ich war einverstanden.
Es war unser letzter Tag, den wollte ich komplett genießen. Also kuschelten Bernd und ich uns gemeinsam hin. Ich lag wieder mal mit meinem Kopf auf seiner Brust und er kraulte mir durch die Haare. Da bemerkte ich, dass ich immer noch die Handschellen trug und mir kam eine Idee. Schnell befestigte ich diese an Bernd's freiem Handgelenk.
"Marc?", fragte mich Bernd sofort unsicher und hörte mit seinen Streicheleinheiten auf.
"Bernd?", fragte ich unschuldig zurück.
"Was genau soll das?", kam erneut eine Frage.
"Jetzt bist du an mich gekettet und wirst mich nicht mehr los. Du gehörst ganz mir und ich kann dich nicht verlieren", erklärte ich ihm und das war ja wohl das logischste auf der Welt.
"Oh Engel", lachte Bernd, "du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe."
"Ich liebe dich auch. Mein Bernd", gab ich als Antwort.
"Nur deiner", hauchte Bernd und begann wieder mit seinen Streicheleinheiten. Lange wehrte unser Frieden jedoch nicht, denn Marios und auch Marcos Stöhnen drang zu uns durch.
"Können die die Tür nicht zumachen?", brummte ich genervt.
"Nicht so frech Engel. Das könnte ich sonst als Aufforderung verstehen", warnte mich Bernd und irgendwie ging die Spiellaune mit mir durch, denn ich erwiderte: "Ach ja? Du weißt doch eh nicht, was du machen sollst. Ohne Marco den großen Mr. Grey bist du doch total harmlos."
Ich spürte, wie sich Bernds Körper gefährlich anspannte und bereute die Worte irgendwie. Aber gesagt war gesagt. Mal schauen was Bernd daraufhin machen würde.
"Soso, du willst mich also herausfordern. Kannst du haben. Ich werde dir schon beweisen, dass ich Marco locker das Wasser reichen kann", knurrte Bernd dunkel und damit waren die Spiele nun wohl endgültig eröffnet.
"Das will ich sehen", meinte ich großspurig.
"Oh nein Engel. Sehen wirst du davon nicht viel. Aber du wirst es spüren. Sogar sehr intensiv spüren", prophezeite er mir verheißungsvoll.
Ich dachte mir da zugegeben nicht viel bei. Ich liebte Bernd aber er hatte gerne auch mal eine große Klappe. Und diese Aussage ordnete ich eindeutig dieser zu.
"Wie gut, dass ich auch einen Schlüssel zu den Handschellen habe", brummte Bernd und auch wenn ich es zu verhindern versuchte, Bernd hatte uns beide recht zügig von den Handschellen befreit.
Doch erleichtert die Fesseln los zu sein, rieb ich mir erstmal das Handgelenk.
"Und was jetzt?", fragte ich gelangweilt.
"Jetzt musst du mir vertrauen", antwortete Bernd und grinste mich fies an.
"Ach ja?", meinte ich herausfordernd und fragte mich innerlich, ob ich gerade an Größenwahn litt.
Als Antwort von Bernd bekam ich nur ein schwarzes Tuch vor die Nase gehalten.
"Was willst du damit? Ist das der neueste Look von Taschentüchern? Ich wusste noch gar nicht, dass dieses Design jetzt in ist."
Ja, ich litt eindeutig an Größenwahn.
"So langsam solltest du aufpassen, was du sagst. Auch meine Geduld hat ein Ende", warnte mich Bernd, "stell dich lieber vors Sofa."
Aber ich sah es nicht so ganz ein meine bequeme Position auf dem Sofa zu verändern.
"Marc", presste Bernd warnend hervor.
"Bernd", erwiderte ich seelenruhig.
"Stell dich hin oder ich überleg mir das mit dem Überfordern nochmal", kam die nächste Ansage und auch die nahm ich nicht so ganz für voll.
"Gut, dann halt so", brummte Bernd und ehe ich reagieren konnte, hatte er mir das Tuch über die Augen gelegt und hinter meinem Kopf verknotet. Nichts sehen zu können gefiel mir gar nicht und ich wollte gerade die Augenbinde lösen, als Bernd meine Hände aufhielt.
"Oh nein, die bleibt schön auf. Wer nicht hören will muss fühlen und wenn deine Hände noch einmal versuchen die Augenbinde abzunehmen dann fessle ich sie dir auf den Rücken. Ist das klar Engel?", flüsterte mir Bernd ins Ohr und ich nickte schnell.
Auf gefesselte Hände konnte ich jetzt echt verzichten. Vor allem, da ich auf meinen Tastsinn jetzt noch mehr angewiesen war. Genau so wie auf mein Gehör.
Ich konzentrierte mich jetzt etwas mehr auf meine Umgebung und es war schon beängstigend, was man alles hören konnte, wenn man wollte. Instinktiv tastete ich nach Bernd, der mich auch wieder sanft in seine Arme schloss.
"Ich bin da Engel. Keine Sorge, ich lass dich nicht los", flüsterte er mir sanft ins Ohr und ich glaubte ihm.
Ich konnte ihm vertrauen und das tat ich in diesem Moment auch. Ganz langsam begannen Bernds Hände über meinen Körper zu wandern. Erst ganz unschuldig über der Kleidung, doch dann unterwanderten sie diese Schicht.
"Bernd", brummte ich unruhig.
"Unruhig, Engel?", fragte er mich neckend, aber ich brummte nur, unfähig eine richtige Antwort zu geben.
Bernd lachte auf, aber dann waren seine Hände auf einmal verschwunden.
"Was-"
"Pscht, wir stellen dich jetzt hin Engel und dann wirst du diese nervigen Klamotten los", erklärte mir Bernd und half mir umständlich vom Sofa aufzustehen und nicht weniger aufwendig, meine Kleidung abzustreifen.
Es war ein komisches Gefühl hier so zu stehen, nackt, mit Augenbinde und nicht wirklich zu wissen, was um mich herum abging. Bernd berührte mich nicht. Er war von mir weggetreten und redete auch nicht mit mir. Irgendwie machte mir die Situation ein wenig Angst.
"Bernd, was... was machst du?", fragte ich zögerlich.
"Alles ist gut Engel. Ich hab nur was von Marco's Souvenirs geholt. Keine Angst", versuchte er mich zu beschwichtigen, aber ich bekam eher noch ein wenig mehr Angst.
Wollte er mich wie Mario präparieren? Etwas anderes, neues ausprobieren, obwohl er wusste, dass es mir zu viel werden könnte?
"Bernd bitte", jammerte ich unsicher.
"Keine Angst Engel. Nichts neues. Du kennst es schon, versprochen", versicherte er mir und ich glaubte ihm.
Um mir noch mehr Sicherheit zu geben nahm Bernd in diesem Moment auch wieder Körperkontakt auf und strich mir beruhigen über die Arme. Seine Hände begannen nun wieder über meinen Körper zu wandern. Er umspielte meine Brustwarzen, neckte sie und fuhr dann weiter runter. Strich zart meine Seiten entlang und ich konnte ein wohliges Seufzen nicht unterdrücken.
"So ist es gut Engel. Entspann dich. Genieß es", redete Bernd mir zu und ich gab mich seinen Liebkosungen immer mehr hin.
Ich entspannte mich unter seinen Händen und als er an meinem Glied ankam, stöhnte ich auf. Er begann zu pumpen und mein Blut machte sich auf den Weg in andere Körperregionen. Mein Blut geriet in Wallung, doch dann hörte Bernd auf. Ich spürte, wie er etwas Kühles über meinen Penis führt und dann spürte ich etwas an meinem Eingang. Genauso kühl und mir wurde klar, dass das der Penisring mit Dildo sein musste, den Bernd auch damals im Hotelpool verwendet hatte.
"Bernd", stöhnte ich laut auf.
"Ich liebe dich Engel. Du bist so heiß" erwiderte Bernd und küsste mich hungrig, während er den Dildo in mir versenkte.
Ich stöhnte in den Kuss und spürte Bernds zufriedenes Lächeln. Dann löste er den Kopf und flüsterte:
"Wollen wir dich doch mal wieder auf das Sofa legen."
Ehe ich mich versah - auch wenn ich nichts sah - hatte Bernd mich schwungvoll wieder auf das Sofa gelegt.
"Und jetzt darfst du erstmal noch ein wenig zappeln. Ich hole uns mal was zu trinken", sagte Bernd scheinbar gleichgültig und ich blieb blind zurück, hörte nur, wie sich seine Schritte entfernten.
"Bernd, das ist nicht lustig!", sagte ich laut.
"Eigentlich ist es ziemlich lustig, wie du hier so brav und hergerichtet wartest. Blind, was um dich herum passiert", erklang zu meinem Entsetzen Marcos Stimme.
"Verdammt", fuhr ich auf und wollte mich von der Augenbinde befreien, als ein verärgertes Schnalzen von Bernd erklang.
"Marco hat dich schon in ganz anderen Positionen gesehen. Stell dich nicht so an und bleib schön liegen", mahnte er mich und ich hielt still.
"Sehr gut Engel und jetzt Marco, würdest du uns bitte wieder verlassen? Ich möchte mich noch etwas vergnügen", meinte Bernd daraufhin und es erklangen wieder Schritte.
"So Engel, jetzt sind wir wieder alleine", kam es von Bernd verführerisch und ich seufzte erleichtert.
"Jetzt könntest du mich ja erlösen oder?", fragte ich möglichst verführerisch.
"Ach, ich weiß nicht. Sollte ich das oder wäre es besser mich noch ein wenig an dir zu ergötzen", meinte Bernd spielerisch, aber ich spürte, wie er über mich krabbelte.
"Ach nein, ich will mal nicht so sein", überlegte er es sich anders und ehe ich noch etwas sagen konnte, hatte er mich in einen tiefen Kuss verwickelt. Gleichzeitig entfernte er mir das Spielzeug und drang selbst in mich ein.
"Bernd", stöhnte ich auf und er begann sich ganz langsam in mir zu bewegen. Quälend langsam zu Beginn und dann Stückchen für Stückchen immer schneller. Es war pure Folter. Süße Folter, von der ich gleichzeitig nicht genug bekommen konnte.
"Komm mit mir mein Engel", forderte er mich auf und nach diesen Worten hatte ich einen unglaublichen Orgasmus.
Bernd in mir ebenfalls und erschöpft blieben wir auf dem Sofa liegen.
"Das war unglaublich", meinte ich erschöpft.
"Überzeugt, dass ich mit Mr Grey alias Marco Reus mithalten kann?", fragte Bernd und ich musste grinsen:
"Tausend mal besser. Aber jetzt nimm mir die Augenbinde ab."
"Natürlich Engel", lachte er, gab mir noch einen Kuss und nahm mir die Augenbinde ab.
"Ich liebe dich", murmelte ich, bevor ich erschöpft einschlief.
Ganz nahe an Bernd gepresst. Ich nahm alles von ihm auf und fühlte mich bei ihm einfach nur geborgen und geliebt.

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