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"Das Problem sind nicht die Schmerzen, die hab ich im Griff, es ist eher...Mami ich will ein Baby..aber es klappt nicht.." "So etwas braucht manchmal Zeit, Lenchen, du darfst dich nicht so sehr unter Druck setzen, dann wirst du ganz bald ein Baby unter deinem Herzen tragen." "Wir versuchen es seit zwei Jahren, Mama! Ich rechne mittlerweile aus wann meine fruchtbaren Tage sind, ich..ich- ich will einfach nur ein Baby. Und Flo ist Gesund, an ihm liegt es nicht, also läuft bei mir etwas falsch.." "Ach Lenchen.", murmelte Maria und zog ihre jüngste Tochter in ihre Arme. "Wieso hat Erika drei so tolle Kinder und ich nicht, Mami?", schluchzte Helene leise und versuchte das Zittern ihres Körpers zu ignorieren. "Maus, du-" "I-ich bin so eifersüchtig auf sie...d-dabei ist das doch Schwachsinn. Ich sollte mich für Eri freuen, oder? Aber ich kann es im Moment nicht, es geht nicht und das tut so weh..sie ist meine Schwester und ich wünschte...ich wünschte ich könnte mit ihr tauschen...was bin ich denn für eine Schwester, wenn ich-", sie brach ab, schniefte nur leise. Maria verstärkte die Umarmung noch etwas mehr und streichelte beruhigend über Helenes Rücken. "Du bist eine ganz tolle Schwester, Lenchen...und eine wundervolle Tante für die Drei. Diese Eifersucht ist-" "Scheiße.", unterbrach Helene ihre Mama und löste sich aus der Umarmung. "Ich bin sonst nie auf irgendwen eifersüchtig, dieses Gefühl macht mich wahnsinnig." Maria lächelte sanft und wischte die Tränen von Helenes Wangen. "Das glaube ich dir, Lenchen und dann fängt Oma auch noch von einem Baby an, hm?" Die junge Frau zuckte nur mit ihren Schultern und seufzte leise. "Können wir weitergehen?" Maria hakte sich bei ihrer Tochter unter, bevor sie weiter durch den kaum besuchten Park schlenderten. "Es tut so gut hier zu sein.", sagte Helene nach einigen Minuten und lächelte leicht. "Erst wollte ich absagen, weil...weil du immer gleich alles merkst und ich nicht mit dir..darüber sprechen wollte..", gab sie zögerlich zu. "Dabei tut es so gut mit dir zu reden, Mami." "Du kannst immer zu mir kommen, Lenchen. Ich bin immer für meine Kleine da." Erneut zog die junge Frau es vor zu Schweigen. Sie genoss die Nähe ihrer Mutter und die ruhige Stimmung zwischen ihnen. 

Für dich. Für mich. Für uns.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt