Came to you with a broken faith,
gave me more than a hand to hold.
Caught before I hit the ground,
tell me I'm safe, you've got me now.
(Jess Glynne – Take me Home)
Es war eine halbe Ewigkeit her, seitdem er das letzte Mal zu ihr gekommen war. So lange, sie hatte beinahe aufgehört zu existieren. Aber nur beinahe. Letztendlich stand es nicht zur Debatte. Sie war die Hüterin der Erinnerungen, er brauchte sie. Auch wenn er nur selten zu ihr kam.
„Sev", sagte sie mit ihrer glockenhellen Stimme und ging lächelnd zu ihm.
Er musterte sie mit gerunzelter Stirn, so wie er es beinahe immer tat, wenn er herkam. Sie wusste, dass er seine Emotionen zu verbergen versuchte, aber sie konnte ihn immer lesen. Was nicht zuletzt daran lag, dass sie ein Teil von ihm war und er sie erschaffen hatte. Sie existierte nur in seinem Kopf, aber sie wusste, manchmal war sie realer für ihn als alles andere. Es hatte Zeiten gegeben, in denen er Stunden, wenn nicht sogar Tage bei ihr verbracht hatte, weil es hier besser war als dort und weil sie ihm etwas geben konnte, dass er woanders nirgendwo mehr finden konnte.
„Lily", sagte er dunkel und um seine Augen zuckte es, bevor er den Blick abwandte.
„Es ist lange her", stellte sie fest.
„Ist es."
„Ich bin froh, dass du hier bist."
„Ach ja?"
Sie nickte. „Das bedeutet, du hältst dein Versprechen. Wirklich."
Er schnaubte und fuhr sich durch die Haare. Sie wusste, dass das früher etwas gewesen war, was er nur Lily – der echten – gegenüber getan hatte. Es war ein Zeichen von Überforderung, das er sonst niemanden hatte sehen lassen. Aber inzwischen ... „Ich hätte mir denken können, dass du es weißt", sagte er düster.
„Natürlich weiß ich es. Ich existiere zwar in einem sehr abgelegenen Teil deines Geistes, aber ich bin nicht abgeschnitten von dem, was passiert. Was du erlebst, was du fühlst, es findet seinen Weg zu mir. Immer."
Er verschränkte die Arme vor der Brust.
Sie senkte den Blick. „Ich habe auch die Jahre auf der anderen Seite mit dir erlebt, Severus. Ich weiß, dass du nicht zugeben willst, dass es dieses Empfinden in dir gibt, aber ich bin der Teil von dir, der dankbar dafür ist, dass das vorbei ist." Sie streckte die Hand aus und musste sich trotzdem noch auf die Zehenspitzen stemmen, um sein Gesicht berühren zu können. Im Gegensatz zu ihm war sie nicht gealtert, seitdem er sie erschaffen hatte. Während er gewachsen war, war sie ein Kind geblieben. Sie war auch der Teil von ihm, der sich bis heute wünschte, sie hätten für immer auf diesem Spielplatz in der Nähe von Spinner's End existieren können. Es hatte seine Gründe, dass sie diese Emotionen von ihm hielt. Er verbarg mehr als Erinnerungen an diesem Ort, den sie bewachte. „Sie hat recht, Sev. Es ist genug."
Er verzog gequält das Gesicht, schmiegte sich aber in ihre Berührung. „Wir werden sehen", murmelte er ausweichend.
„Davon bin ich überzeugt." Sie lächelte. „Also, sind es die Erinnerungen an den Traum?"
Er nickte langsam und blinzelte, bevor er eine Flasche aus seinem Umhang zog. Es war natürlich keine echte Flasche; die echte Flasche mit den Erinnerungen, die er aus seinem Geist gezogen hatte, würde er woanders verstauen. Diese hier war nur eine Visualisierung der restlichen Erinnerungen. Man konnte sie physisch nicht komplett entfernen, ein Abdruck blieb immer zurück und den überreichte er ihr jetzt. „Ich habe sie bereits magisch entfernt, aber ..."
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About Magic
Fiksi Penggemar'Unheilbar' ist auch nur ein anderes Wort für 'unmöglich' und wenn Hermine eines gelernt hat, dann dass in der magischen Welt eigentlich nichts unmöglich ist. Oder es zumindest nicht bleiben muss und wenn es mal eine Situation gegeben hat, in der si...
