Sebastian Stan #2

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"Nur weil ich davon genug habe, heißt das nicht, dass wir alles aus dem Fenster werfen müssen." sagt Sebastian wütend und ich sehe über meine Zeitschrift zu ihm. "Ruf mich an, wenn das geklärt ist."

Er haut sein Handy auf den Holztisch und das ergibt ein lautes Geräusch. Er reibt über sein Gesicht und sieht mich dann an. "Was?"
"Ach nichts." sage ich schnell und gucke wieder in die Zeitschrift ohne wirklich etwas zu lesen.
"Anouk sag es mir."
Seufzend lege ich meine Zeitschrift zur Seite und sehe ihn an. "Da wo du hingehst, kannst du dein Geld nicht mitnehmen. Es ist zum ausgeben da."
"Das sagen nur Leute die kein Geld haben." gibt er zurück und ich lasse mich auf die Couch fallen.
"Geizhals." murmle ich.
"Was?!"
"Gar nichts." gebe ich zurück ich und betrachte meine Nägel. "Sebastian?"
"Hm?"

Ich setze mich wieder auf. Er starrt schon wieder genervt auf den Laptop. "Welche Farbe soll ich mir auf die Nägel machen?" Er sieht hoch und zieht eine Augenbraue hoch. "Rot finde ich so eine unangenehme Farbe, aber schwarz magst du nicht. Weiß könnte hübsch aussehen, aber das vergleichst du immer mit diesem Zeug womit man Fehler auf einem Blatt überdeckt. Ach ja Tipp-Ex. Und French Nails sehen elegant aus, aber das mag ich nicht so. Und dann wäre da noch-"
"Anouk bitte hör auf zu reden. Mach was du möchtest. Wie viel?"
"Ich habe selbst Geld." Ich springe auf und gehe zu ihm, um ihm einen Abschiedskuss zu geben. "Du bist wieder unausstehlich heute."
"Und du bist nervig heute." Er sieht mich an. "Wieso sitzt du eigentlich immer in meinem Büro?"
"Die Wohnung ist mir zu groß und leer."
"Dann kauf doch noch mehr Pflanzen. Die können die Gesellschaft leisten. Und das ist mein Zimmer. An der Tür hängt sogar ein Schild, wo drauf steht, dass du hier keinen Zugang hast."
"Ich weiß. Ich finde mein durchgestrichenes Gesicht sehr witzig. Soll ich irgendwas aus der Stadt mitbringen?"
"Ich brauche nichts."
"Vielleicht ein Joint für deine Laune?"
"Anouk. Verschwinde."
"Bin ja schon weg."

Ich öffne die Tür als er kurz pfeift. Augenverdrehend drehe ich mich um.

"Ich liebe dich." sagt er sanft und ich muss lächeln.
"Ich dich auch."

Im Endeffekt entscheide ich mich Sage Green und bin recht zufrieden damit. Im Laden kaufe ich Blumen um Sebastian zu ärgern und für ihn einen Stressball, den er mir wahrscheinlich an den Kopf werfen wird.

Zuhause wieder angekommen bin ich alleine. Seufzend beginne ich damit das Abendessen vorzubereiten. Doch dann fällt mir ein, dass Sebastian heute dran ist, also stelle ich alles was ich vorbereitet habe in den Kühlschrank und werfe mich auf die Wohnzimmercouch.

Das nächste was ich merke ist wie mich jemand aufweckt. "Komm ins Bett." sagt Sebastian leise und ich setze mich auf.
"Wie spät ist es?"
"2 Uhr morgens. Komm ins Bett."
"Trag mich." sage ich strecke meine Arme hoch.
"Sehe ich aus wie Superman? Steh auf und lauf. Du hast zwei gesunde Beine."
"Sebastian." jammere ich und strecke meine Arme noch höher.

Seufzend schiebt er seine Arme unter meine Beine und meinen Rücken und hebt mich mit einem Ruck hoch.

"Du bist mein Superman." sage ich und er sieht auf mich herunter.
"Komm Baby, schlaf lieber weiter."
"Du hast die blauen Augen und die schwarzen Haare. Und den stählernen Körper."

Jetzt lacht er laut und ich muss lächeln. "Oh ja ich bin ein reiner Muskelberg."
"Na meine Worte. Wo warst du so lange?"
"Im Büro." sagt er und legt mich auf dem Bett ab. "Irgendwer hat sich in unsere Datenbanken gehackt."
"Was wollte diese Person?"
"Ich weiß es nicht. Das haben wir noch nicht heraus gefunden."

Er beginnt damit meine Schuhe und meine Hose auszuziehen und zieht dann seine Sachen bis auf die Boxershorts aus.

Als er endlich neben mir liegt, seufze ich zufrieden.

One ShotsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt